
Vor Jahren brach der japanische Fischer Takata im Zorn jeden Kontakt zu seinem erwachsenen Sohn ab. Jetzt, wo er von dessen schwerer Erkrankung erfährt, tut ihm die Sache leid, doch nun weigert sich der Sohn, ihn im Krankenhaus zu empfangen. Als Takata erfährt, dass sein Sohn an einer Dokumentation über die chinesische Oper arbeitete, bricht er selbst nach China auf, um das Werk in dessen Sinne zu vollenden. Das aber ist leichter gesagt als getan, zumal der Star des Films im Gefängnis schmort.
Nach einigen künstlerisch umstrittenen und kommerziell erfolgreichen Ausflügen ins Mantel & Degen-Genre ("Hero", "House of Flying Daggers") kehrt Zhang Yimou mit diesem nach einem Opernlied programmatisch betitelten Roadmovie zurück zu jenen seelenruhigen Familiendramen, die ihn bei westlichen Arthouse-Gängern zum Regiestar machten. Ken Takakura, zwei Generationen westlicher Thrillerfreunde bekannt aus "Black Rain" und "Yakuza", spielt sehenswert die Hauptrolle in der traurig-schönen Vater-Sohn-Geschichte.