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Leihvideo
Erhältlich seit:
04.05.2006
Dokumentarfilm/ Sport
USA 2004
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Dick Brewer
Sam George
Buzzy Kerbox
Regie: Stacy Peralta
EuroVideo Bildprogramm

Einem Extremsport, in dem monofixierte Athleten ihr Leben nach der größten Welle ausrichten, widmet Dokumentarfilmer Stacy Peralta ein kongeniales Monument, das man guten Gewissens The Big One nennen darf. Am Spielplatz der Götter, den Küstenregionen von Kalifornien, Hawaii und Tahiti, folgt "Riding Giants" der Entwicklung des Big-Wave-Surfens und den Spuren, die die besten Bretterartisten ihrer Zeit hinterlassen haben. Die Bilder- und Seelenverwandtschaft mit großartigen Konkurrenzdokus wie "Step Into Liquid" ist sichtbar, aber dies ist das Mutterschiff, das Brandungsjunkies wie auch sehnsüchtige Passivsurfer auf jeden Fall betreten sollten.
Auch wenn Peralta in einer ernsten Zäsur dem Tod seinen Platz einräumt, blendet auch sein Film die Opfer aus, die viele Surfer, vor allem wohl aber ihre Familien bringen müssen. Wie die Athleten ihre suchtmäßige Leidenschaft für die Welle mit ihrem privaten Umfeld koordinieren, ob sie funktionierende Beziehungen haben oder ihre Prioritäten teuer bezahlen müssen, erfährt man nicht. Der Film konzentriert sich auf den für sie wichtigsten Aspekt ihres Lebens und dies, im Unterschied zu anderen Dokumentationen, streng chronologisch. In einem witzigen, visuell kreativen Prolog erzählt Peralta von den polynesischen Ursprüngen des Surfens, spannt dann den Bogen zu frühen absurden "Jackass"-Exzessen, in denen Kindsköpfe in NS-Klamotten auf Brettern durch Röhren rauschen und damit dem legendären Tromahit "Surf Nazis Must Die" ungeahnte Authentizität verleihen.
Von da an streift "Riding Giants" durch die Dekaden. Interviews mit Brandungsveteranen und wunderbare Archivaufnahmen bringen Greg Noll, den Surfhelden der Fifties, in Erinnerung, gefolgt von Crash-Paraden am Waimea Bay auf Hawaii 1957. Herausgearbeitet wird die Veränderung der Szene, die Explosion vom Insider- zum Massensport, ausgelöst durch neue Bretter und Sandra Dees Strandklassiker "April entdeckt die Männer". Nach eindrucksvollen Bildern von den vermeintlich größten vor Hawaii gesichteten Wellen (1969) widmet sich der Film dem kühleren Frostsurfing in Nordkalifornien und seinem Pionier Jeff Clark, der fast 15 Jahre dieses unbekannte und der Felsen wegen extrem gefährliche Terrain allein surfte. Die letzten Akte, die bis in die Gegenwart führen, gehören schließlich Laird Hamilton, der den Sport mit dem Tow-In-Surfing revolutionierte. Das Schleppen durch Jet-Skis machte das mühselige Paddeln obsolet und ermöglichte die Erschließung neuer küstenferner Reviere, in denen man noch mächtigere Wellenberge bezwingen konnte.
Bei all diesen spektakulären optischen Eindrücken sucht man eine kritische Distanz vergeblich, ist schwärmerische Heldenverehrung sicht- und im Kommentar auch hörbar. Aber hier geht es um Euphorie - und wer sieht, wie Hamilton am Ende ein Wellenmonster vor Tahiti an die Leine legt, ist so berauscht und fasziniert, dass ihn Ernüchterung auch nicht interessiert. kob.
Riding Giants in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Stuntaufnahmen, Kinotrailer
Star
John Milius
Auf sein Konto gehen mit "Der Wind und der Löwe", in dem Sean Connery als Berberfürst eine Amerikanerin (Candice Bergen) in die Wüste entführt,...
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