DVD Leihvideo

Riding Giants

Faszinierende Dokumentation über die Geschichte des Big-Wave-Surfens.


Riding Giants

Leihvideo

Erhältlich seit:
04.05.2006

Dokumentarfilm/ Sport

USA 2004
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Dick Brewer
Sam George
Buzzy Kerbox

Regie: Stacy Peralta
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Faszinierende Dokumentation über die Geschichte des Big-Wave-Surfens.

Das ist die perfekte Welle... (Foto: Delphi) Großansicht

Das ist die perfekte Welle... (Foto: Delphi)

Interviews mit Brandungsveteranen und wunderbare Archivaufnahmen bringen Greg Noll, den Surfhelden der Fifties, in Erinnerung, gefolgt von Crash-Paraden am Waimea Bay auf Hawaii 1957. Herausgearbeitet wird die Veränderung der Szene, die Explosion vom Insider- zum Massensport, ausgelöst durch neue Bretter und Sandra Dees Strandklassiker "April entdeckt die Männer".

Nach eindrucksvollen Bildern von den vermeintlich größten vor Hawaii gesichteten Wellen im Jahre 1969 widmet sich der Film dem kühleren Frostsurfing in Nordkalifornien und seinem Pionier Jeff Clark, der fast 15 Jahre dieses unbekannte und der Felsen wegen extrem gefährliche Terrain allein surfte.

Keine Welle ist zu groß für einen Surfsüchtigen (Foto: Delphi) Großansicht

Keine Welle ist zu groß für einen Surfsüchtigen (Foto: Delphi)

Der neue Kick

Die letzten Akte, die bis in die Gegenwart führen, gehören schließlich Laird Hamilton, der den Sport mit dem Tow-In-Surfing revolutionierte. Das Schleppen durch Jet-Skis löste das mühselige Paddeln ab und ermöglichte das Erschließen neuer küstenferner Reviere, in denen man noch mächtigere Wellenberge bezwingen konnte.

Nach seiner Skateboard-Dokumentation "Dogtown and Z-Boys" inszeniert Stacy Peralta einen würdigen Nachfolger. "Riding Giants" ist eine berauschend bebilderte Chronologie des Big-Wave-Surfens. Veteranen und Newcomer kommen zu Wort, während sensationelle Archivaufnahmen die Faszination für die Kollision mit der Natur verständlich machen. Götterverehrung ohne Distanz, die aber süchtig macht.

Riding Giants

Einem Extremsport, in dem monofixierte Athleten ihr Leben nach der größten Welle ausrichten, widmet Dokumentarfilmer Stacy Peralta ein kongeniales Monument, das man guten Gewissens The Big One nennen darf. Am Spielplatz der Götter, den Küstenregionen von Kalifornien, Hawaii und Tahiti, folgt "Riding Giants" der Entwicklung des Big-Wave-Surfens und den Spuren, die die besten Bretterartisten ihrer Zeit hinterlassen haben. Die Bilder- und Seelenverwandtschaft mit großartigen Konkurrenzdokus wie "Step Into Liquid" ist sichtbar, aber dies ist das Mutterschiff, das Brandungsjunkies wie auch sehnsüchtige Passivsurfer auf jeden Fall betreten sollten.

Auch wenn Peralta in einer ernsten Zäsur dem Tod seinen Platz einräumt, blendet auch sein Film die Opfer aus, die viele Surfer, vor allem wohl aber ihre Familien bringen müssen. Wie die Athleten ihre suchtmäßige Leidenschaft für die Welle mit ihrem privaten Umfeld koordinieren, ob sie funktionierende Beziehungen haben oder ihre Prioritäten teuer bezahlen müssen, erfährt man nicht. Der Film konzentriert sich auf den für sie wichtigsten Aspekt ihres Lebens und dies, im Unterschied zu anderen Dokumentationen, streng chronologisch. In einem witzigen, visuell kreativen Prolog erzählt Peralta von den polynesischen Ursprüngen des Surfens, spannt dann den Bogen zu frühen absurden "Jackass"-Exzessen, in denen Kindsköpfe in NS-Klamotten auf Brettern durch Röhren rauschen und damit dem legendären Tromahit "Surf Nazis Must Die" ungeahnte Authentizität verleihen.

Von da an streift "Riding Giants" durch die Dekaden. Interviews mit Brandungsveteranen und wunderbare Archivaufnahmen bringen Greg Noll, den Surfhelden der Fifties, in Erinnerung, gefolgt von Crash-Paraden am Waimea Bay auf Hawaii 1957. Herausgearbeitet wird die Veränderung der Szene, die Explosion vom Insider- zum Massensport, ausgelöst durch neue Bretter und Sandra Dees Strandklassiker "April entdeckt die Männer". Nach eindrucksvollen Bildern von den vermeintlich größten vor Hawaii gesichteten Wellen (1969) widmet sich der Film dem kühleren Frostsurfing in Nordkalifornien und seinem Pionier Jeff Clark, der fast 15 Jahre dieses unbekannte und der Felsen wegen extrem gefährliche Terrain allein surfte. Die letzten Akte, die bis in die Gegenwart führen, gehören schließlich Laird Hamilton, der den Sport mit dem Tow-In-Surfing revolutionierte. Das Schleppen durch Jet-Skis machte das mühselige Paddeln obsolet und ermöglichte die Erschließung neuer küstenferner Reviere, in denen man noch mächtigere Wellenberge bezwingen konnte.

Bei all diesen spektakulären optischen Eindrücken sucht man eine kritische Distanz vergeblich, ist schwärmerische Heldenverehrung sicht- und im Kommentar auch hörbar. Aber hier geht es um Euphorie - und wer sieht, wie Hamilton am Ende ein Wellenmonster vor Tahiti an die Leine legt, ist so berauscht und fasziniert, dass ihn Ernüchterung auch nicht interessiert. kob.

Darsteller:  Dick Brewer  
  Sam George  
  Buzzy Kerbox  
  Jeff Clark  
  Ricky Grigg  
  Titus Kinimaka  
  Peter Cole  
  Bill Hamilton  
  Peter Mel  
  Pat Curren  
  Laird Hamilton  
  John Milius  
  Darrick Doerner  
  Lynn Hamilton  
  Mickey Munoz  
  Darryl Virostko  
  Walter Hoffman  
  Steve Pezman  
  Dr. Sarah Gerhardt  
  Dave Kalama  
  Randy Rarick  
  Brian L. Keaulana  
  Gabrielle Reece  
  Buffalo Keaulana  
  Mark Renneker  
  Evan Slater  
  Kelly Slater  
  Michael Stange  
  Matt Warshaw  
  Grant Washburn  
 
Regie:  Stacy Peralta  
Buch:  Stacy Peralta  
  Sam George  
Musik:  Matter  
Kamera:  Peter Pilafian  
Produzent:  Agi Orsi  
  Jane Kachmer  
  Stacy Peralta  
 

Riding Giants in der Fotoshow

 

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