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Leihvideo
Erhältlich seit:
25.08.2005
Originaltitel: The Ring 2
USA 2005
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 16
Naomi Watts
Simon Baker
David Dorfman
Regie: Hideo Nakata
Universal Pictures Germany

"Ich will dir etwas zeigen". Ein Satz wie dieser, gesprochen von Teenager Jake zu seinem Date Emily im Couchambiente einer elternlosen Wohnung, bedeutet an sich schon nichts Gutes. Bei "The Ring 2" aber ist er die Ouvertüre zu einer echten Bedrohung, signalisiert er die Rückkehr des Todestapes und von Vollstreckerin Samara. "The bitch is back" war als Slogan für "Alien 3" umstritten, wäre heute aber passend, feiert doch der Rachegeist mit der Vorhangfrisur in der Fortsetzung des Welthits ein Comeback, das Horrorfans schrecken und Kinobesitzer erfreuen wird.
Von der Eröffnungssequenz abgesehen, bei der die Skrupellosigkeit des Opfers fast schockierender ist als der folgende Hausbesuch der Täterin, konzentriert sich "Ring 2" auf die Beziehung von Rachel Keller (Naomi Watts) und Sohn Aidan, verzichtet auf weitere Auszüge aus der Todeskette. Bis auf wenige Sequenzen ist auch das Motiv der Spurensuche, die Entschlüsselung verstörender Symbole, bedeutungslos. Was Samara zum ruhelosen Rachegeist machte, ist eine Randnotiz, ermöglicht Sissy Spacek, als Carrie immerhin "Des Satans jüngste Tochter", einen Gastauftritt als geistig verwirrte Mutter, die vielleicht Täter, vielleicht aber auch Opfer war. In Detailfragen bleibt das Drehbuch nebulös, löst sich auch von zuvor aufgestellten Gesetzen. In "The Ring 2" tötet sie auch ohne Sichtung des Videos und Vorwarnfrist, materialisiert sich in Badewannen, dunklen Zimmerecken, in Albträumen, Visionen und Fotos.
Viel mehr noch als im Vorgänger ist die Welt außerhalb dieses Dreiecks von Mutter, Sohn und verstoßener Tochter, die Aufnahme in diese Kleinfamilie sucht, nahezu ausgegrenzt. Kurzfristig Zugang bekommt nur Rachels Chefredakteur Max, der dies aber wie Vorgänger Martin Henderson teuer bezahlen muss. Die nahezu Twist-freie Handlung steuert nicht mehr auf Erlösung, sondern die ewige Verdammnis Samaras zu. Weil Rachel am Ende von "The Ring" nur eine Kopie zum Schutz für zwei Personen gezogen hat, taucht Ghost Girl auch am neuen Wohnort der Kellers, einer kleinen Küstenstadt auf. Schnell wird deutlich, dass es primär nicht um neue Opfer, sondern einen neuen Körper geht. Schleichend nimmt sie Besitz von Aidan, der in der Tradition von "Das Omen" hinter einer Fassade von Unschuld Träger des Bösen ist. Weil Aidans Körper Zeichen von Misshandlung verrät, wird seine Mutter verdächtigt und von ihm getrennt, was der Geist im Körper des Jungen übel nimmt. Samara sucht die kämpferische, liebende Mutter, die sie nie hatte, wird in der furiosen Finalsequenz im Brunnen aber denkwürdig von ihr verstoßen.
Gewalt oder plumpe Schocks gibt es in dieser Fortsetzung kaum. Stattdessen dominiert ein Gefühl permanenter Beunruhigung, in der das Normale suspekt und bedrohlich wirkt, in der unsere Erwartung mehr als eine eventuelle Einlösung für den Horror sorgt. Hideo Nakata, der mit dem japanischen Original "Ringu" die ganze Kleinmädchen-Horrorhysterie auslöste, übernimmt dieses Mal selbst das Steuer, setzt auf subtilen Suspense und Verstörung durch verzerrte Normalität. Ein Highlight in der Mitte des Films ist eine Hirschherde, die den Wagen der Kellers attackiert, ein anderes am Ende der erneute Brunnenbesuch Rachels, der Samara mit unmenschlichen Geräuschen und irritierenden Bewegungen einen unvergesslichen Auftritt ermöglicht. Obwohl das Vorwissen aus dem ersten Teil die Erregungskurve im zweiten mindert, garantiert auch dieses Sequel Spuk mit Stil und emotionaler Beteiligung. Nicht zuletzt, weil Watts stark und verletzlich und Filmsohn David Dorfman so überzeugend unschuldig und unheimlich wirken kann. kob.
| Darsteller: | Naomi Watts | als Rachel Keller | |
|---|---|---|---|
| Simon Baker | als Max Rourke | ||
| David Dorfman | als Aidan Keller | ||
| Sissy Spacek | als Evelyn | ||
| Elizabeth Perkins | als Dr. Emma Temple | ||
| Gary Cole | als Martin Savide | ||
| Emily VanCamp | als Emily | ||
| Kelly Stables | als Evil Samara | ||
| Mary Elizabeth Winstead | als junge Evelyn | ||
| Ryan Merriman | |||
| Meagen Fay | |||
| Regie: | Hideo Nakata | ||
| Buch: | Ehren Kruger | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Henning Lohner | |||
| Martin Tillman | |||
| Kamera: | Gabriel Beristain | ||
| Produzent: | Walter F. Parkes | ||
| Laurie MacDonald | |||
Ring 2 in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Making of, Featurettes
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