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Leihvideo
Erhältlich seit:
04.09.2003
Originaltitel: The Ring
USA 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16
Naomi Watts
Brian Cox
Martin Henderson
Regie: Gore Verbinski
Universal Pictures Germany

Der japanische Schocker "Ringu" erwies sich in seinem Heimatland vor vier Jahren als rekordverdächtiger Kassenknüller. Das nun vorliegende US-Remake des enigmatischen Horrorthrillers von Gore Verbinski ("Mexican") hat gute Aussichten, zu einem der größten Überraschungserfolge des Horrorgenres seit Jahren zu avancieren. Die übernatürliche Schreckenssaga über ein tödliches Videoband basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kijo Suzuki, die japanische Antwort auf Stephen King, wobei sich der hervorragend durchdachte Plot ähnlich wie "The Sixth Sense" durch seine minutiöse Detailgenauigkeit und Komplexität auszeichnet. Zudem ist die australische Hauptdarstellerin Naomi Watts (sorgte in David Lynchs "Mulholland Drive" für Furore) ebenso faszinierend wie ihre Landsmännin Nicole Kidman in "The Others".
Der genretypische Prolog um zwei junge Mädchen allein zu Haus, die sich immer mehr in eine urbane Legende hineinsteigern, bis eine von ihnen tatsächlich umkommt, lässt zunächst einen durchschnittlichen Horrorschocker der "Scream"-Machart vermuten. Doch jegliche Bedenken, hier könnten sattsam bekannte Klischees bedient werden, werden alsbald entkräftet, da neben dem subtil verstörenden Horrorelement, das weitgehend ohne drastische Gewalt auskommt, auch eine spannende Ermittlungsstory eingebaut wird. In der Rolle der Detektivin ist Watts als Zeitungsjournalistin Rachel Keller zu sehen, die den Grund für den unerklärlichen Tod ihrer Nichte herauszubekommen versucht. Das junge Mädchen ist scheinbar vor Schreck gestorben, der sich auf ihrem furchtbar verzerrten Gesicht widerspiegelt. Rachel, alleinstehende Mutter des kleinen Aidan (David Dorfman wandelt überzeugend auf Haley Joe Osments Pfaden) findet alsbald Indizien, die sie zu einem geheimnisvollen Videoband führen. Darauf findet sich ein surrealistisch-alptraumhafter Schwarzweißfilm mit verstörenden Bildern: Maden, Tausendfüßler, tote Pferde, eine Frau, die sich von einer Klippe stürzt, und schließlich eine triefende Gestalt, die aus einem Brunnen klettert. Kurz darauf klingelt das Telefon und eine eisige Stimme verkündet Rachel, dass sie in sieben Tagen sterben wird. Erschüttert wendet sie sich an ihren Exmann Noah (Martin Henderson aus "Windtalkers"), einem Videoexperten, der ihr erklärt, dass der Film nicht mit einer Kamera aufgenommen worden sein kann. Gemeinsam begeben sie sich auf eine nahegelegene Insel, deren Leuchtturm Rachel auf dem Video identifiziert hat. Dort sucht sie den verwitweten Pferderancher Richard Morgan auf, dessen verschollene Tochter Samara in dem Ruf stand, unheimliche Dinge zu bewirken ("Das Omen" lässt grüßen). Rachel deckt eine grauenhafte Familientragödie auf, gleichzeitig aber ist ihre Lebenszeit sowie die ihres Sohnes und Noahs am Ablaufen. Frenetisch sucht sie nach einer Rettungsmöglichkeit.
Seit den seligen Tagen von "Poltergeist" und "Videodrome" wurden Fernsehgeräte nicht mehr mit dermaßen sinistrer Ausstrahlung aufgeladen wie jetzt in Verbinskis paranormalem Puzzle. Durchweg in trüb-tristen Aufnahmen in und um das verregnete Seattle gefilmt, triefen klaustrophische Melancholie und schaurige Vorahnung regelrecht von der Leinwand. Dies wird noch von Hans Zimmers Depro-Score in Moll und passend gespenstischen Soundeffekten unterstützt. Der Grusel wird hier nicht mit Gewalt, sondern in erste Linie mit bösen und ganz simplen Vorzeichen wie Nasenbluten, unerklärlichen Handabdrücken und einem selbstmörderischen Pferd (eine Wahnsinnsszene, die den Zuschauer erschüttert) erzeugt. Ein Riesenpluspunkt ist zudem, dass sich für alle - häufig tiefgründig symbolkräftigen - Bilder und raffinierten Fingerzeige eine schlüssige Erklärung anbietet. Gerade diese Stimmigkeit, die den Zuschauer zum Mitdenken anregt, macht "The Ring" zu einem besonders reizvollen Kinovergnügen. Alpträume sind garantiert! ara.
| Darsteller: | Naomi Watts | als Rachel Keller | |
|---|---|---|---|
| Brian Cox | als Richard Morgan | ||
| Martin Henderson | als Noah | ||
| David Dorfman | als Aidan | ||
| Daveigh Chase | als Samara | ||
| Lindsay Frost | als Ruth | ||
| Amber Tamblyn | als Katie | ||
| Rachael Bella | als Becca | ||
| Jane Alexander | als Dr. Grasnik | ||
| Shannon Cochran | als Anna Morgan | ||
| Sandra Thigpen | als Lehrerin | ||
| Richard Lineback | als Innkeeper | ||
| Pauley Perrette | als Beth | ||
| Sara Rue | als Babysitter | ||
| Joe Chrest | als Doktor | ||
| Sasha Barrese | als Mädchen | ||
| Tess Hall | als Mädchen | ||
| Adam Brody | als Junge | ||
| Alan Blumenfeld | als Harvey | ||
| Ronald William Lawrence | als Bibliothekar | ||
| Stephanie Erb | als Donna | ||
| Michael Spound | als Dave | ||
| Art Frankle | als Cal | ||
| Billy Lloyd | als Darby | ||
| Regie: | Gore Verbinski | ||
| Buch: | Ehren Kruger | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Kamera: | Bojan Bazelli | ||
| Produzent: | Laurie MacDonald | ||
| Walter F. Parkes | |||
Ring in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
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