DVD Leihvideo

Ring

Remake des verstörenden, japanischen Horror-Schockers "Ringu", in dem ein mysteriöses Videotape jedem, der es zu Gesicht bekommt, den Tod bringt.


Ring

Leihvideo

Erhältlich seit:
04.09.2003

Originaltitel: The Ring

Horror/ Thriller

USA 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Naomi Watts
Brian Cox
Martin Henderson

Regie: Gore Verbinski
Universal Pictures Germany

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Ein Video verbreitet Angst und Schrecken. Jeder, der es sich ansieht, hat nur noch sieben Tage zu Leben. Auch Naomi Watts bleibt nur wenig Zeit, das Geheimnis zu lüften.

Gruselige Botschaft: Die Reporterin Rachel vor dem rätselhaften Video (Foto: UIP) Großansicht

Gruselige Botschaft: Die Reporterin Rachel vor dem rätselhaften Video (Foto: UIP)

Noch bevor "Der Herr der Ringe" weltweit in den Kinos triumphierte, herrschte in Japan ein ganz anderer Ring. "Ringu" lautet der Originaltitel des japanischen Horrorfilms, der vor fünf Jahren Zuschauermassen in Angst und Schrecken versetzte und einen wahren Kult auslöste. Klar, dass Hollywood nicht lange mit einem Remake warten würde.

Auch "Ring" handelt von einer düsteren Legende, die weitererzählt wird, obwohl sie keiner glauben mag. Es geht um ein unheimliches Videoband mit verstörenden Schwarzweißbildern von Ungeziefer, toten Pferden, einer Frau, die sich in den Tod stürzt und einem Brunnen, aus dem ein nicht erkennbares Mädchen steigt. Bei jedem, der diesen Film anschaut, klingelt anschließend das Telefon und eine dubiose Stimme sagt, man hätte nur noch sieben Tage zu Leben.

Als die neugierige Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) vermutet, dass ihre Nichte auf diese Weise gestorben zu sein scheint, stellt sie Nachforschungen an. Anfangs ist sie skeptisch, aber als sie eines der Bänder auftreiben kann und es ansieht, bekommt auch sie die Schreckensbotschaft per Telefon. Sie nimmt Kontakt mit dem Videoexperten Noah (Martin Henderson) auf und erhofft sich von ihm eine logische Erklärung. Aber je öfter sie das Band unter die Lupe nehmen, desto erschreckender werden die Tatsachen.

In höchster Gefahr: Rachels Sohn hat das tödliche Tape gesehen (Foto: UIP) Großansicht

In höchster Gefahr: Rachels Sohn hat das tödliche Tape gesehen (Foto: UIP)

Die Zeit läuft

Schließlich entdeckt Rachel am äußersten Rand einer Filmszene einen Leuchtturm, der tatsächlich auf einer abgelegenen Insel existiert. In der darauf folgenden Nacht macht Rachel eine schreckliche Entdeckung: Ihr kleiner Sohn Aidan (David Dorfman) hat sich das Horrorvideo ebenfalls angesehen. Nun geht es nicht mehr allein um ihr Leben, sondern auch um das ihres Kindes.

Die US-Version muss sich hinter dem japanischen Original nicht verstecken. Regisseur Gore Verbinski, der zuletzt mit der Julia Roberts- und Brad Pitt- Komödie "Mexican" auf sich aufmerksam machte, gelingt es im Wettlauf mit der Zeit, pure Spannung zu erzeugen. Dies geht aber niemals auf Kosten der gespenstischen Atmosphäre, die von der fremdartigen Musik aus der Feder des deutschen Komponisten Hans Zimmer ("Gladiator") noch gefördert wird.

Videoexperte Noah versucht zu helfen (Foto: UIP) Großansicht

Videoexperte Noah versucht zu helfen (Foto: UIP)

Armlehnen bevorzugt!

Der Zuschauer krallt sich mit schwitzenden Händen in die Armlehnen seines Kinosessels und ist permanent auf der Lauer, welcher Schrecken ihm wohl als nächstes eingejagt werden könnte. Und dennoch wird man mit immer grausigeren Wendungen wieder aufs Neue überrascht.

Selbst als zu Tage kommt, dass hinter dem Spuk eine wirklich tragische Familiengeschichte steckt, ahnt der Zuschauer nicht, was ihm am Ende blüht und welche Bedeutung dem Titel gebenden "Ring" zukommt. Seit "The Sixth Sense" und "The Others" hat man sich im Kino nicht mehr so gegruselt.

Ring

Der japanische Schocker "Ringu" erwies sich in seinem Heimatland vor vier Jahren als rekordverdächtiger Kassenknüller. Das nun vorliegende US-Remake des enigmatischen Horrorthrillers von Gore Verbinski ("Mexican") hat gute Aussichten, zu einem der größten Überraschungserfolge des Horrorgenres seit Jahren zu avancieren. Die übernatürliche Schreckenssaga über ein tödliches Videoband basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kijo Suzuki, die japanische Antwort auf Stephen King, wobei sich der hervorragend durchdachte Plot ähnlich wie "The Sixth Sense" durch seine minutiöse Detailgenauigkeit und Komplexität auszeichnet. Zudem ist die australische Hauptdarstellerin Naomi Watts (sorgte in David Lynchs "Mulholland Drive" für Furore) ebenso faszinierend wie ihre Landsmännin Nicole Kidman in "The Others".

Der genretypische Prolog um zwei junge Mädchen allein zu Haus, die sich immer mehr in eine urbane Legende hineinsteigern, bis eine von ihnen tatsächlich umkommt, lässt zunächst einen durchschnittlichen Horrorschocker der "Scream"-Machart vermuten. Doch jegliche Bedenken, hier könnten sattsam bekannte Klischees bedient werden, werden alsbald entkräftet, da neben dem subtil verstörenden Horrorelement, das weitgehend ohne drastische Gewalt auskommt, auch eine spannende Ermittlungsstory eingebaut wird. In der Rolle der Detektivin ist Watts als Zeitungsjournalistin Rachel Keller zu sehen, die den Grund für den unerklärlichen Tod ihrer Nichte herauszubekommen versucht. Das junge Mädchen ist scheinbar vor Schreck gestorben, der sich auf ihrem furchtbar verzerrten Gesicht widerspiegelt. Rachel, alleinstehende Mutter des kleinen Aidan (David Dorfman wandelt überzeugend auf Haley Joe Osments Pfaden) findet alsbald Indizien, die sie zu einem geheimnisvollen Videoband führen. Darauf findet sich ein surrealistisch-alptraumhafter Schwarzweißfilm mit verstörenden Bildern: Maden, Tausendfüßler, tote Pferde, eine Frau, die sich von einer Klippe stürzt, und schließlich eine triefende Gestalt, die aus einem Brunnen klettert. Kurz darauf klingelt das Telefon und eine eisige Stimme verkündet Rachel, dass sie in sieben Tagen sterben wird. Erschüttert wendet sie sich an ihren Exmann Noah (Martin Henderson aus "Windtalkers"), einem Videoexperten, der ihr erklärt, dass der Film nicht mit einer Kamera aufgenommen worden sein kann. Gemeinsam begeben sie sich auf eine nahegelegene Insel, deren Leuchtturm Rachel auf dem Video identifiziert hat. Dort sucht sie den verwitweten Pferderancher Richard Morgan auf, dessen verschollene Tochter Samara in dem Ruf stand, unheimliche Dinge zu bewirken ("Das Omen" lässt grüßen). Rachel deckt eine grauenhafte Familientragödie auf, gleichzeitig aber ist ihre Lebenszeit sowie die ihres Sohnes und Noahs am Ablaufen. Frenetisch sucht sie nach einer Rettungsmöglichkeit.

Seit den seligen Tagen von "Poltergeist" und "Videodrome" wurden Fernsehgeräte nicht mehr mit dermaßen sinistrer Ausstrahlung aufgeladen wie jetzt in Verbinskis paranormalem Puzzle. Durchweg in trüb-tristen Aufnahmen in und um das verregnete Seattle gefilmt, triefen klaustrophische Melancholie und schaurige Vorahnung regelrecht von der Leinwand. Dies wird noch von Hans Zimmers Depro-Score in Moll und passend gespenstischen Soundeffekten unterstützt. Der Grusel wird hier nicht mit Gewalt, sondern in erste Linie mit bösen und ganz simplen Vorzeichen wie Nasenbluten, unerklärlichen Handabdrücken und einem selbstmörderischen Pferd (eine Wahnsinnsszene, die den Zuschauer erschüttert) erzeugt. Ein Riesenpluspunkt ist zudem, dass sich für alle - häufig tiefgründig symbolkräftigen - Bilder und raffinierten Fingerzeige eine schlüssige Erklärung anbietet. Gerade diese Stimmigkeit, die den Zuschauer zum Mitdenken anregt, macht "The Ring" zu einem besonders reizvollen Kinovergnügen. Alpträume sind garantiert! ara.

Darsteller:  Naomi Watts   als Rachel Keller
  Brian Cox   als Richard Morgan
  Martin Henderson   als Noah
  David Dorfman   als Aidan
  Daveigh Chase   als Samara
  Lindsay Frost   als Ruth
  Amber Tamblyn   als Katie
  Rachael Bella   als Becca
  Jane Alexander   als Dr. Grasnik
  Shannon Cochran   als Anna Morgan
  Sandra Thigpen   als Lehrerin
  Richard Lineback   als Innkeeper
  Pauley Perrette   als Beth
  Sara Rue   als Babysitter
  Joe Chrest   als Doktor
  Sasha Barrese   als Mädchen
  Tess Hall   als Mädchen
  Adam Brody   als Junge
  Alan Blumenfeld   als Harvey
  Ronald William Lawrence   als Bibliothekar
  Stephanie Erb   als Donna
  Michael Spound   als Dave
  Art Frankle   als Cal
  Billy Lloyd   als Darby
 
Regie:  Gore Verbinski  
Buch:  Ehren Kruger  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Bojan Bazelli  
Produzent:  Laurie MacDonald  
  Walter F. Parkes  

Neues von Japans "Ringu"-Regisseur

Er hat es geschafft, selbst hartgesottene Horrorveteranen nachhaltig zu schockieren.

Will uns wieder ordentlich Angst machen: Hideo Nakata (Foto: UIP) Großansicht

Will uns wieder ordentlich Angst machen: Hideo Nakata (Foto: UIP)

Als Hideo Nakata 1998 mit dem markerschütternden "Ringu" die japanischen Kinos und später weltweit den DVD-Markt enterte, zogen Horrorfans in aller Welt den Hut vor ihm. Nach einer Fortsetzung und einer US-Adaption seines Erfolgsfilms schaffte Nakata 2005 mit einer eigenen US-Version von "Ringu 2" den Sprung nach Hollywood.

Sein nächster Streich, "Honogurai mizu no soko kara", wurde als "Dark Water - Dunkle Wasser" mit Jennifer Connelly verfilmt. Und während der japanische Horrormeister gerade "Ring 3" in der Traumfabrik vorbereitet, hat er schon den nächsten dicken Filmvertrag an Land gezogen.

Horror mit neuem Superstar?

Gemeinsam mit seinem Produzentenkumpel Takashige Ichise will Nakata einen neuen Horrorfilm drehen - und der soll auf einer wahren Geschichte beruhen. Ob es wieder um Geister oder ein ganz reales Verbrechen geht, haben die Herren noch nicht verraten.

Fest steht aber, dass auch dieser Film eine Hollywoodproduktion ist. Nach Stars wie Connelly und Naomi Watts in den bisherigen Adaptionen können Fans also wieder auf hochkarätige Namen auf der Besetzungsliste hoffen.

 

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