
Dem kultivierten Mörder, Hochstapler und Betrüger Tom Ripley aus Amerika steht gerade wieder der Sinn nach beruflicher Veränderung, als er auf einer Party der oberen Tausend in Frankreich Zeuge vom Ableben des vielversprechenden Malers Derwatt wird, dem er zufällig recht ähnlich sieht. Um die Geldquelle nicht versiegen zu lassen, schlüpft Ripley unterstützt vom Management in die Künstlerrolle, während ein erfolgloser Kollege neue Werke beisteuert. Uneinigkeiten zwischen den Verschwörern münden in Mord und Totschlag.
Seit Alain Delon in "Nur die Sonne war Zeuge" schlüpften unter anderem Dennis Hopper, Matt Damon und John Malkovich in die Rolle des Gentleman-Killers aus der literarischen Feder von Patricia Highsmith. Jetzt ist die Reihe an Barry Pepper ("Knockaround Guys"), der sich redlich müht, doch eher wie ein ironischer Beobachter als ein diabolischer Manipulator wirkt. Willem Dafoe schaut auf eine Nebenrolle als Kunstkenner herein in einen kaum besonders actionreichen, doch elegant inszenierten und clever gestrickten Euro-Thriller von Hollywood-Format.