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Leihvideo
Erhältlich seit:
24.01.2007
Originaltitel: The Road to Guantanamo
Großbritannien 2006
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12
Farhad Harun
Arfan Usman
Riz Ahmed
Regie: Michael Winterbottom, ...
Universum Film

Standing Ovations bei der Berlinale für Michael Winterbottoms provokant-politisches Doku-Drama über drei junge britische Muslime, die nach einem Höllentrip von Pakistan über Afghanistan in den berüchtigten Camps von Guantanamo Bay landeten.
Präsident Bush sagt am Anfang, was Sache ist: In Guantanamo sitzen schlechte Menschen ein, die das Böse verkörpern. Dann kommen die so Gescholtenen ins Bild, Asif, Ruhel, Shafiq und Monir. Das Quartett lebt in Tipton bei Birmingham. Als Asif zur Hochzeit in Pakistan aufbricht, folgen ihm die drei Freunde. Ein Imam in der Moschee von Karachi ruft auf, den bedrängten Afghanis zu helfen und sie reisen mit dem Bus ins Nachbarland, gelangen nach Kandahar, als die US-Bombardierung beginnt, auf ihrem Weg zurück über die Taliban-Hochburg Kunduz werden sie von der Nord-Allianz gefangengenommen, von Amerikanern und Briten befragt und kurzerhand als Al-Kaida-Kämpfer nach Guantanamo verfrachtet, wo sie unter schrecklichen Bedingungen über zwei Jahre lang ausharren müssen. "Ihr seid jetzt Eigentum der Marines. Das ist eure Endstation" droht einer der Soldaten.
Winterbottom und sein Koregisseur Mat Whitecross drehten diese "Road to Hell" in England, Pakistan, Afghanistan und dem Iran, erzählen die horrende Geschichte aus der Sicht der Opfer, mischen Zeugenaussagen, Archivmaterial und fiktionale Rekonstruktionen zu einem nicht mehr auseinanderzuhaltenden Konglomerat. Wie in "In This World" ("Goldener Bär" 2003) setzen die Macher auf schnelle Schnitte, Nachrichtenstil, hämmernden Soundtrack und eine nervöse Handkamera, die immer ganz nah am Geschehen ist, emotionalisiert und auf eine analytische Distanz verzichtet. Der Naturalismus erweckt den Eindruck, einem Dokumentarfilm zuzuschauen. Die Bilder von brutalen Verhören, Schikanen und Haft unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Käfigen von Camp X-Ray und Camp Delta schockieren. Den drei Jungen wird u.a. vorgeworfen, an einer Kundgebung von Osama Bin Laden und Mohammed Atta teilgenommen zu haben, als Beweismaterial dienen wackelige Videobilder mit Tausenden von Zuhörern mit verschwommenen Gesichtern. Eine lachhafte Absurdität, zumal sie zu dem Zeitpunkt wegen Kleinkriminalität unter Bewährungsaufsicht in England standen. Asif, Ruhel und Shafiq gehören zu den wenigen, die freikommen. Nur zehn Gefangene erhielten bisher einen Prozess, 500 sind noch interniert. Man mag den jungen Leuten Blauäugigkeit vorwerfen, wenn sie kurz nach 9/11 durch Afghanistan reisen und das Abenteuer suchen, vielleicht auch mit den Taliban sympathisieren, das schmälert aber nicht die Qualität dieses notwendigen und verstörenden Films, der bewusst Partei nimmt. mk.
| Darsteller: | Farhad Harun | als Ruhel | |
|---|---|---|---|
| Arfan Usman | als Asif | ||
| Riz Ahmed | als Shafiq | ||
| Waqar Siddiqui | als Monir | ||
| Shahid Iqbal | als Zahid | ||
| Jason Salkey | als US-Verhörspezialist | ||
| Jacob Gaffney | als US-Verhörspezialist | ||
| Mark Holden | als US-Verhörspezialist | ||
| Duane Henry | als US-Wache | ||
| William Meredith | als US-Wache | ||
| Payman Bina | als US-Wache | ||
| Adam James | als US-Geheimdienstler | ||
| Ian Hughes | als Israelischer Geheimdienstler | ||
| Regie: | Michael Winterbottom | ||
| Mat Whitecross | |||
| Musik: | Molly Nyman | ||
| Harry Escott | |||
| Kamera: | Marcel Zyskind | ||
| Produzent: | Andrew Eaton | ||
| Melissa Parmenter | |||
| Michael Winterbottom | |||
Road to Guantanamo in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
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