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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.03.2003
USA 2002
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 16
Regie: Sam Mendes
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Da es sich bei Sam Mendes' erstem Film seit seinem Oscar-Gewinn "American Beauty" um ein ästhetisch-atmosphärisches Gangsterdrama mit kaum zu überteffendem Staraufgebot handelt, sind Vergleiche zum definitiven Genreklassiker "Der Pate" nicht ohne Grundlage. In der Tradition von Marlon Brando und Al Pacino werden mit Tom Hanks und Paul Newman vor der Kamera zwei Oscar prämierte Meisterschauspieler vereint, denen man mit großer Spannung zusieht. Atemberaubende visuelle Exzellenz wird dabei vom ebenfalls Oscar ausgezeichneten Kamera-Ass Conrad L. Hall garantiert.
Das Drehbuch von David Self ("Thirteen Days") basiert auf dem Comicroman von Max Adam Collins, der auch für die Pulp Fiction der Dick-Tracy-Comics verantwortlich ist. Das thematisch komplexe Mafiamelo mit biblischen Untertönen ist in der Prohibitionsära angesiedelt und beschäftigt sich mit tiefgreifenden Emotionen wie Loyalität, (Vater/Sohn-)Liebe und Rache. Die zentrale Figur ist der von Hanks gespielte Hitman Michael Sullivan, der dem irischen Mobster John Rooney (Newman) - seinerseits ein Unterboss von Al Capone - treu ergeben ist. Rooney liebt Sullivan mehr als seinen eigenen missratenen Sohn Connor, der von Daniel Craig ähnlich ambivalent und explosiv wie James Caans Sonny Corleone angelegt wird. Fatale Komplikationen ergeben sich, als Sullivans zwölfjähriger Sohn Michael (beachtlich solide: Tyler Hoechlin) Zeuge wird, wie Connor in Überreaktion einen Rivalen erschießt und Vater Sullivan mehrere Männer mit dem Maschinengewehr niedermäht. Psychopath Connor beschließt daraufhin, den Zeugen ihres Verbrechens samt seiner Mutter (Jennifer Jason Leigh absolviert lediglich einen Kurzauftritt) auszuschalten. Doch er erschießt Sullivans jüngeren Sohn und so ist es Michael Jr., der sich mit seinem Vater auf den Weg nach Perdition (veralteter Ausdruck für Verderben, Hölle) zu den Ahnen begibt. Sullivan wird fortan von brennenden Rachegefühlen angetrieben, doch gleichzeitig gerät der Roadtrip zu einer Annäherung zwischen Vater und Sohn, die bislang ein distanziert-unpersönliches Verhältnis hatten.
Amerikas beliebtester Filmstar Hanks übernimmt erstmals eine negative Rolle als Berufskiller, der laut Mendes' Zusammenfassung ein "schlechter Mann und schlechter Vater ist, der sich zum guten Vater wandelt, aber ein schlechter Mann bleibt". Da dieser von Mr. "Forrest Gump" porträtiert wird, ist der Zuschauer geneigt, einen guten Kern in Sullivan zu suchen. Eine gewisse Ambivalenz wird also allein durch das Casting heraufbeschworen, ohne dass Hanks diesem durch sein Spiel entgegen kommt. Newman brilliert als alternder Patriach, für den Blut letztlich dicker ist als Wasser, selbst wenn dies mit verheerenden Konsequenzen verbunden ist. Jude Law ("A.I. - Künstliche Intelligenz") ist erinnernswert als abstoßend degenerierter Verbrechensfotograf, der nebenher als Killer arbeitet und beauftragt wird, Sullivan unschädlich zu machen. Diese schräge Type wird von Law mit verkrümmter Haltung gespielt und ist nur eines von vielen Beispielen, die die minuziös durchdachte Detailgenauigkeit von Sam Mendes' Metaphern reichen Regiestil demonstrieren. Dem passt sich auch die düster-dunkle Kameraarbeit von Kameraveteran Hall (filmte Newman bereits in den Klassikern "Der Unbeugsame" und "Zwei Banditen") an. Die Unterwelt der Gangster wird als symbolische Schattenwelt kreiert, in der deprimierende Grau- und Brauntöne dominieren, die von grellem Blutrot (das durch die zumeist im Off ausgetragene Gewalt hervorgerufen wird) kontrastiert werden. Selbst die Kostüme, in denen der Heavy Sullivan stets in schwere Stoffe gehüllt ist, unterstreicht das methodische Kalkül des Films. Diese durchexerzierte Strenge erschwert bisweilen den emotionalen Zugang zum Gangsterepos, weswegen das Klassenziel "Der Pate" letztlich unerreicht bleibt - einer der bislang besten Filme des Jahres ist dieser Highway to Hell dennoch. ara.
Amerika, im Winter 1931: Michael Sullivan (Tom Hanks) lebt, der Zeit der großen Depression zum Trotz, mit seiner Familie in bescheidenem Wohlstand. Nur wissen seine Frau und seine beiden Söhne nicht, womit ihr schweigsamer Vater sein Geld verdient: Er arbeitet als Killer für den Gangsterboss John Rooney (Paul Newman). Doch dann wird Sullivans älterer Sohn Michael Jr. (Tyler Hoechlin) eines Nachts Zeuge, wie sein Vater einen Job erledigt - und Zeugen kann Rooneys Clan nicht brauchen. Sullivans Frau und sein jüngerer Sohn werden ermordet, er selbst und Michael Jr. kommen nur durch Zufall davon.
Gejagt von dem Auftragskiller Maguire (Jude Law) fliehen sie wochenlang quer durchs Land. Während Sullivan seinen Racheplan schmiedet, kommen er und sein Sohn sich langsam näher. Doch auch Sullivan kann den Tag nicht endlos hinzögern, an dem die Entscheidung fällt, ob er alleine auf seinem Weg in die Verdammnis weitergeht - oder ob Michael Jr. ihn begleitet...
Quelle: Fox
| Darsteller: | Tom Hanks | als Michael Sullivan | |
|---|---|---|---|
| Paul Newman | als John Rooney | ||
| Jude Law | als Maguire | ||
| Jennifer Jason Leigh | als Annie Sullivan | ||
| Stanley Tucci | als Frank Nitti | ||
| Daniel Craig | als Connor Rooney | ||
| Tyler Hoechlin | als Michael Sullivan Jr. | ||
| Liam Aiken | als Peter Sullivan | ||
| Dylan Baker | als Alexander Rance | ||
| Ciarán Hinds | als Finn McGovern | ||
| Kevin Chamberlin | als Frank | ||
| Regie: | Sam Mendes | ||
| Buch: | David Self | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Kamera: | Conrad Hall | ||
| Produzent: | Richard D. Zanuck | ||
| Dean Zanuck | |||
| Sam Mendes | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, 11 unveröffentlichte Szenen, Making of (HBO Special)
Star
Tom Hanks
Mit dem modernen Simplicissimus und uramerikanischen "Forrest Gump" schuf er eine Kinofigur von mythischen Ausmaßen, die schnell sprichwörtlich wurde...
Star
Paul Newman
Respektlos und ironisch, rebellenhaft und großspurig, idealistisch und zweifelnd, zurückhaltend und hyperprofessionell, stand der 1925 geborene...
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