DVD (Special Edition, 2 DVDs) Kaufvideo

Robert Altman's Last Radio Show

Ensemblefilm von Robert Altman über den letzten Abend einer legendären Radioshow, die überraschend abgesetzt werden soll.


Robert Altman's Last Radio Show (Special Edition, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.11.2007

Originaltitel: A Prairie Home Companion

Komödie

USA 2006
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Marylouise Burke
Woody Harrelson
L. Q. Jones

Regie: Robert Altman
Galileo Medien AG

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Ensemblefilm von Robert Altman über den letzten Abend einer legendären Radioshow, die überraschend abgesetzt werden soll.

Yolandas letzter Auftritt (Foto: Kool (Central)) Großansicht

Yolandas letzter Auftritt (Foto: Kool (Central))

Sie lassen es noch einmal krachen hinter den Mikros, die Mitglieder der legendären Radio-Show "A Prairie Home Companion", denn ein Investor will das Theater in ein Parkhaus umwandeln. Und so ist die nächste Vorstellung auch gleichzeitig die letzte.

Aus diesem Anlass drehen sie so richtig auf, die redseligen Johnson Sisters (Meryl Streep und Lily Tomlin), die Old Trailerhands (Woody Harrelson und John C. Reilly) oder die junge Lola (Lindsay Lohan), dazu eine geheimnisvolle Fremde und ein Rächer vor dem Herrn. Während den Auftritten läuft die Sendung zunehmend aus dem Ruder.

Hinter den Kulissen ist man fassungslos (Foto: Kool (Central)) Großansicht

Hinter den Kulissen ist man fassungslos (Foto: Kool (Central))

Wehmut und große Egos

Robert Altman, der 2006 verstorbene Regie-Meister, mixt mit herrlicher Grandezza Wehmut und Übermut in dieser magischen Hommage an das Radio, macht sich lustig über kleinen Kummer, große Egos und wild sprießende Eitelkeiten, aber so liebevoll und mit augenzwinkerndem Humor, dass uns das Herz aufgeht. Wie nicht anders zu erwarten sind auch hier die noch so kleinen Nebenrollen mit Stars gespickt.

Robert Altman's Last Radio Show (Special Edition, 2 DVDs)

Die Nordwest-Version von "Nashville" zeigt Almeister Robert Altman in lässiger Form, Stars in Spiellaune, Kameraarbeit zum Niederknien und eine kultige Radioshow mit Toten und Zoten.

Schon der Anfang ist pures Augenschlecken. Zum typischen Off-Kommentar eines Film noir schreitet Kevin Kline in schwebenden Kamerafahrten als angeblicher Detektiv aus einem Diner zu einem Theater, wo er sich als kaum benötigter Sicherheitsoffizier herausstellt und wo die letzte Live-Sendung der titelgebenden Radioshow abläuft. Denn an das Theater, aus dem Countrymusik, Bluegrass und Werbespots gesendet werden, legt der Axeman genannte Mannn des Kapitals (Tommy Lee Jones) Hand an, damit auf der Ruine des Showbusiness ein Parkhaus erwachse.

Die Radioshow gibt es wirklich. Sie wurde 1978 von Garrison Keillor in St. Paul, Minnesota, ins Leben gerufen. Sie wird wöchentlich von 558 Radiostationen gesendet und von Millionen gehört. Keillor schrieb aus den Geschichten seines Lebens sich selbst als Moderator GK und den Stars ein Drehbuch nach Maß auf den Leib, würzte es mit Anekdoten und einer 15-minütigen Abfolge von dreckigen Witzen, nach denen man, wenn die alternden Cowboys Woody Harrelson und John C. Reilly sie beendet haben, erschöpft in den Sessel sinkt ("Was entsteht, wenn man Weihwasser und Lebertran mixt? - A religious movement.").

Robert Altman ("Short Cuts", "Gosford Park"), inzwischen 80 Jährchen jung, liebt Mythen mit Musik und inszeniert Keillors Steppenwitze als der Dramaturgie der Sendung folgende Mischung aus Songs, Sketchen, Dialogduellen auf und hinter der Bühne und als offen nostalgische Hommage an diese Form Populärkultur aus dem Herzen Amerikas.

Ein herrliches Vergnügen mit Stars, die übermütig, leichtfüßig, verspielt und gemütlich ihre Show abziehen. So gelangt in eine köstlich jazzige Improvisation über Isolierbandwerbung, deren Text die Assistentin verloren hat, eine famose Eifersuchtsszene von Meryl Streep als Sängerin, die mal was mit Keillor hatte. Ein Country-Star (L.Q.Jones, Veteran aus Peckinpah-Filmen) wird sterben, ein schöner reifer Todesengel (Virginia Madsen, "Sideways") gleitet durchs Theater, ein postpubertärer Teenager (Lindsay Lohan als Streeps Tochter und Nichte von Lily Tomlin) gefällt sich in Selbstmordlyrik und muss Verantwortung lernen. Einfach wunderbar entspannend und dank der herrlichen ungeschnittenen Plansequenzen der Kamera von Ed Lachman, die das Theater ausforscht, nicht nur eine Hör-, auch eine Augenweide. Für Altman-Fans der pure Genuss und ein Ensemblefilm, dem man möglichst viele Zuschauer wünscht. ger.

Darsteller:  Marylouise Burke   als Lunch Lady Evelyn
  Woody Harrelson   als Dusty
  L. Q. Jones   als Chuck Akers
  Tommy Lee Jones   als Axeman
  Garrison Keillor   als Garrison Keillor
  Kevin Kline   als Guy Noir
  Lindsay Lohan   als Lola Johnson
  Virginia Madsen   als Gefährliche Frau
  John C. Reilly   als Lefty
  Maya Rudolph   als Molly
  Meryl Streep   als Yolanda Johnson
  Lily Tomlin   als Rhonda Johnson
  Tim Russell   als Al
  Geoff Schilz   als Raucher
  Sue Scott   als Donna
  Jim Westcott   als Hilfskraft
 
Regie:  Robert Altman  
Buch:  Garrison Keillor  
  Ken LaZebnik  
Kamera:  Ed Lachman  
Produzent:  Robert Altman  
  Wren Arthur  
  Joshua Astrachan  
  David Levy  
  Tony Judge  
  Lowell Dubrinsky  
 

Robert Altman's Last Radio Show (Special Edition, 2 DVDs) in der Fotoshow

 

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