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Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

Leichtes Amüsement und totales Beziehungschaos nach bekannter deutscher Vorlage.


Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.04.2009

Komödie

Deutschland 2008
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12

Tom Schilling
Maruschka Detmers
Christian Sengewald

Regie: Leander Haußmann
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Herzensbrecher Tom Schilling verfällt einer reifen Frau und muss sich fürs erste Date mit ihr mächtig ins Zeug legen.

Es war Liebe auf den ersten Blick - zumindest für Robert (Foto: Delphi) Großansicht

Es war Liebe auf den ersten Blick - zumindest für Robert (Foto: Delphi)

Jung, trendy, cool. Robert Zimmermann ist 26 und erfindungsreicher Computerspieldesigner, hat gerade eine Wahnsinns-Spielkonsole nebst Ego-Shooter entwickelt. Kurz vor deren Präsentation versaut ihm sein Kumpel am Hot Dog-Stand das lässige Jackett. Letzte Rettung - die Schnellreinigung um die Ecke. Dort blickt er der wunderschönen, doch deutlich älteren Monika in die Augen und die Liebe bricht ohne Vorwarnung aus. Leider vorerst nur bei ihm. Seiner blonden Freundin gibt er kurzerhand den Laufpass und hat nur einen Wunsch, das Objekt der Begierde schnellstmöglich wieder zu sehen. Gar nicht einfach bei einer Frau, die nicht auf bekannte Maschen reinfällt und deren Sohn ihm die rote Karte zeigt. Aber mit Geduld und tollen Tricks gelingt das erste romantische Date.

Die liebe Familie an einem Tisch (Foto: Delphi) Großansicht

Die liebe Familie an einem Tisch (Foto: Delphi)

Alles spielt verrückt

Robert schwebt auf Wolke Sieben, auch wenn eine gemeinsame Zukunft noch in den Sternen steht. Auch bei den Menschen um Robert herum scheint die Liebe verrückt zu spielen: sein Vater hat sich eine Jüngere geangelt, seine lesbische Schwester wird schwanger und sein bester Freund kämpft mit den Tücken der Kontaktanzeigenwelt. Die total schmackhafte "Haußmann-Kost" ist angerichtet mit viel Gefühl, familiären Turbulenzen und skurril-witzigen Szenen, dazu der smarte Tom Schilling, der um die hinreißende Maruschka Detmers wirbt. Riesenspaß ist bei dieser herzergreifend komisch-melodramatischen Geschichte einer verrückten Liebe garantiert.

Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

Nach der Verfilmung eines Bestseller-Ratgebers kümmert sich Leander Haußmann bei der Adaption eines Gernot-Gricksch-Romans erneut um paarungswillige Großstädter.

Leichtes Amüsement, totales Beziehungschaos und überlange Filmtitel - nach "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" ist sich Leander Haußmann in beinahe jeder Hinsicht treu geblieben. Adaptierte der Experte für partnerschaftliche Interaktionen zuletzt einen internationalen Ratgeber-Bestseller, dient nun Gernot Grickschs "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" als Vorlage. Die Messlatte für Haußmann lag hoch, schließlich wurde das Werk selbst als "Bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres" mit dem Literaturpreis DeLIA ausgezeichnet, und das Drehbuch, das ebenfalls aus der Feder des Kinokritikers Gricksch - er schreibt unter anderem für "Bild" - stammt, erhielt den Norddeutschen Filmpreis.

So fackelt der Regisseur nicht lange und taucht sogleich ein in die wunderbare Welt der Spieleentwickler, in der Geld keine Rolle spielt und man vorzugsweise coole Sprüche in hippen Klamotten vor extravagantem Ambiente loslässt. Auch Robert Zimmermann, 26, ist so einer. Doch dann lernt er in einer Schnellreinigung die beinahe doppelt so alte Monika kennen und lieben. Ganz klar: Das ist Liebe auf den ersten Blick. Während der besonders trickreiche Robert, nicht umsonst ist er Videospieldesigner, versucht, das Herz der attraktiven Dame fortgeschrittenen Semesters mit unzähligen Kniffen aus dem Marketing-Maßnahmen-Katalog zu erobern, beginnt er erstmals selbst über das Mysterium der Liebe nachzudenken. Dabei entdeckt er, dass sich just in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis ein paar Exemplare prototypischer Beziehungsgeschädigter befinden: Da ist der senile Papa, der sich eine viel zu junge Geliebte hält, die lesbische Schwester, die unbedingt schwanger werden will, oder der schüchterne WG-Genosse, der hofft, über ein Inserat endlich an ein weibliches Wesen heranzukommen.

Haussmann und Gricksch decken also möglichst jede unmögliche Partnerschaftsvariante ab und bemühen sich in der Folge, mit Dialogwitz und Situationskomik die Handlung voranzutreiben. Das ist mal witzig, wenn etwa Detlev Buck sein Cameo beim Trivial-Pursuit-Spiel absolviert, mal verstörend, wenn nicht gar unpassend, wenn Gricksch einen Kurzauftritt als Choleriker hinlegt. Dennoch sind es vor allem die Nebenrollen, die überzeugen, weniger die beiden Protagonisten. Sowohl Tom Schilling als leidenschaftlicher Lover als auch Maruschka Detmers, dank Filmen wie "Teufel im Leib" einst ein Sexsymbol der achtziger Jahre, als attraktive Mittvierzigerin bleiben weitgehend unter ihren Möglichkeiten. Wer jedoch ein weiteres Mal das merkwürdige Verhalten paarungswilliger Großstädter analysieren möchte, wird mit den amourösen Abenteuern des kleinen Herrn Zimmermann viel Freude haben. lasso.

Darsteller:  Tom Schilling   als Robert Zimmermann
  Maruschka Detmers   als Monika
  Christian Sengewald   als Ole
  Sammy Steward   als Nat
  Julia Dietze   als Lorna
  Marlen Diekhoff   als Roberts Mutter
  Johann Adam Oest   als Roberts Vater
  Annika Kuhl   als Pia
  Bettina Stucky   als Marga
  Steffi Kühnert   als Inga
  Kirstin Hesse   als Anka
 
Regie:  Leander Haußmann  
Buch:  Gernot Gricksch  
Musik:  Element of Crime  
Kamera:  Jana Marsik  
Produzent:  Claus Boje  
  Sonja Schmitt  
  Detlev Buck  
 

Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe in der Fotoshow

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