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Roberto Benignis Pinocchio

Roberto Benignis mit Spannung erwartete Adaption des klassischen Märchens, in der der Oscargewinner selbst in der Rolle der zum Leben erweckten Holzpuppe zu sehen ist.


Roberto Benignis Pinocchio

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.11.2003

Originaltitel: Pinocchio

Kinderfilm/ Fantasy

Italien/Frankreich/Deutschland 2002
Laufzeit: 106 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Roberto Benigni
Nicoletta Braschi
Mino Bellei

Regie: Roberto Benigni
Universum Film

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Mit seiner Adaption eines Klassikers der Weltliteratur begeistert Oscar-Preisträger Roberto Benigni im Kino.

Die Blaue Fee mit ihrer unendlichen Geduld spendet dem Bengel Trost

Die Blaue Fee mit ihrer unendlichen Geduld spendet dem Bengel Trost

Seit 120 Jahren wächst die weltweite Fangemeinde der berühmten Holzfigur, die ihren Meister Geppetto zur Verzweiflung treibt. Jetzt hat sich Oscar-Preisträger Roberto Benigni ("Das Leben ist schön") als Hauptdarsteller, Produzent und Regisseur des zeitlosen Stoffes angenommen.

Als quirliger Holzknabe geht er Betrügern auf den Leim, enttäuscht seinen Meister immer aufs neue und die unendlich geduldige Blaue Fee (Benignis Ehefrau Nicoletta Braschi), wird in einen Esel verwandelt und von einem Wal verschluckt, ehe er endlich den Wert wahrer Liebe entdeckt und zur Belohnung zu einem echten Jungen mutiert.

Die fantasievolle Ausstattung, fabelhafte Tricks und ein wie ein Derwisch wirbelnder Pinocchio machen Benignis Werk zu einem zauberhaften Kinomärchen, das Erwachsene ebenso wie Kinder begeistern wird.

Roberto Benignis Pinocchio

Als Hauptdarsteller, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent hat Italiens Superstar Roberto Benigni den Kinderbuchklassiker "Pinocchio" von Carlo Collodi verfilmt. Die ambitionierte, mit 45 Mio. Euro bislang teuerste italienische Kinoproduktion schwankt zwischen Kitsch und Klamauk, Warmherzigkeit und Gefühlskälte. Trotz fulminanter 24 Millionen Euro Einspiel in Italien dürfte das opulente für Kinder mit 108 Minuten etwas zu lange Märchen hauptsächlich Fans des zappeligen Vorzeige-Intellektuellen in die Lichtspielhäuser locken.

1881 verfasste der italienische Autor Carlo Collodi die Geschichte von Pinocchio, einer zum Leben erweckten Holz-Marionette, die sich und ihrem Meister Geppetto stets Ärger einbringt. Das Werk entwickelte sich zum Dauerbrenner, wurde mehr als ein Dutzend Mal verfilmt und läuft in seiner Zeichentrickversion seit Jahrzehnten im Fernsehen. Nun hat sich Oscar-Preisträger Roberto Benigni ("Das Leben ist schön") an den vielschichtigen Stoff gewagt. Ursprünglich wollte er das Projekt zusammen mit Federico Fellini realisieren - doch scheute der große, 1993 verstorbene Filmemacher immer wieder davor zurück, das Projekt in Angriff zu nehmen. So produzierten Benigni und dessen Ehefrau Nicoletta Braschi das Werk mit ihrer Produktionsfirma Melampo selbst - und gerieten zwischen zahlreiche Fronten. Die Linken, bei deren Anti-Berlusconi-Kundgebungen Benigni sich oft in vorderster Front einfindet, warfen dem Filmemacher vor, seine Seele zusammen mit dem Vertriebsrechten an Berlusconis Firma Medusa verkauft zu haben. Die Rechten wiederum deuten Benignis künstlerische Äußerungen als kommunistische Hatz. Aber: ob links- oder rechtsgerichtet, Kritik an "Roberto Benignis Pinocchio" ist legitim, obwohl er sich eng an die Handlung der Vorlage hält.

Dem armen Geppetto fällt - in einer wirklich gelungenen Animationssequenz - ein wildgewordener Pinienstamm vor die Werkstatttür. Daraus schnitzt der Alte eine Marionette namens Pinocchio, die sofort zu sprechen beginnt und sich in Schwierigkeiten stürzt. So geht der hölzerne Bengel unter anderem Betrügern (brillant geschminkt: Max Cavallari und Bruno Arena als Katze und Fuchs) auf den Leim, enttäuscht wieder und wieder seinen Meister und die unendlich geduldige Blaue Fee (Braschi), wird in einen Esel verwandelt und von einem Wal verschluckt, ehe er den Wert wahrer Liebe entdeckt und zur Belohnung zu einem echten Jungen mutiert.

Bereits nach den ersten Minuten wünscht man sich, Geppetto würde den hyperaktiven und un-puppenhaft wirkenden Pinocchio einmal richtig übers Knie legen. Der beinahe 50-jährige Benigni schafft es nicht, hinter seine Figur zurückzutreten und den Zauber der Geschichte wirken zu lassen. Er gestikuliert und grimassiert so exzessiv, dass man gar nicht versteht, warum der resignierte Holzschnitzer und die depressive Blaue Fee solch einen Narren an dem Holzrabauken gefressen haben und nicht froh sind, wenn dieser ein ums andere Mal verschwindet. Nur wenn Benigni, der zusammen mit Vincenzo Cerami das Drehbuch entwickelte, sich von Collodis Original entfernt oder die von Dante Spinotti wunderbar gefilmten Bilder für sich sprechen lässt, kommt Märchen-Feeling auf und man erkennt, welches Potenzial der Stoff birgt. Beispielsweise, wenn die Blaue Fee in einer von Mäusen gezogenen Kutsche durchs Dorf fährt oder Pinocchio, von Katze und Fuchs an einem Baum gehängt, vor der mondbeschienenen Landschaft baumelt. Das größte Lob gebührt jedoch Oscar-Preisträger Danilo Donati ("Casanova"), der die an Hollywood-Produktionen der goldenen Ära erinnernden Sets kreierte. Weniger Waldorfschule und mehr viktorianischer Rohrstock hätten Signore Benignis für den Auslands-Oscar vorgeschlagenes Traumprojekt nicht geschadet. geh.

Darsteller:  Roberto Benigni   als Pinocchio
  Nicoletta Braschi   als Die Fee
  Mino Bellei   als Medoro
  Carlo Giuffrè   als Geppetto
  Guiseppe Barra   als Die sprechende Grille
  Franco Javarone   als Der Feuerfresser
  Max Cavallari   als Der Fuchs
  Bruno Arena   als Die Katze
  Corrado Pani   als Der Richter
  Kim Rossi Stuart   als Freund Docht
  Luis Molteni   als Das Buttermännchen
  Alessandro Bergonzoni   als Der Zirkusdirektor
 
Regie:  Roberto Benigni  
Buch:  Roberto Benigni  
  Vincenzo Cerami  
Musik:  Nicola Piovani  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Gianluigi Braschi  
  Elda Ferri  
  Nicoletta Braschi  
 

Roberto Benignis Pinocchio in der Fotoshow

 

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Features

 

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Roberto Benigni

Kinder sind seine Liebe und seine Nemesis. In dem von ihm inszenierten, geschriebenen und gespielten Welterfolg "Das Leben ist schön"...