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Rock'N'Rolla

Vertrackte Krimikomödie aus dem Londoner Unterweltmilieu, in der sieben Mio. Pfund und ein gestohlenes Gemälde für Irrungen und Wirrungen sorgen.


Rock'N'Rolla

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.07.2009

Originaltitel: RocknRolla

Kriminalfilm/ Komödie

Großbritannien 2008
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Gerard Butler
Tom Wilkinson
Thandie Newton

Regie: Guy Ritchie
Warner Home Video Germany

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Mit einem Action-Highlight aus Londons Unterwelt meldet sich Guy Ritchie zurück: Ein knalliger Spaß voller Sex, Crime und Rock'N'Roll.

Stella hat den Gauner One Two engagiert, der auf eigene Kasse jobt (Foto: Warner) Großansicht

Stella hat den Gauner One Two engagiert, der auf eigene Kasse jobt (Foto: Warner)

Drogen sind längst nicht mehr das lukrativste Geschäft für Londons Unterwelt. An ihre Stelle ist der Handel mit Immobilien gerückt. Und die erfolgreichsten Unternehmer der Branche sind, ganz klar, die größten Verbrecher. Lenny Cole (Tom Wilkinson), ein Gangster alter Schule, hält die Fäden straff in der Hand.

Ihm gehört ein Stück Land, das sieben Millionen Pfund wert ist, und an dem der milliardenschwere russische Investor Obamavich (Karel Roden), dessen Buchhalterin Stella (Thandie Newton) und der Kleinganove One Two (Gerard Butler) großes Interesse zeigen.

Lenny würde sich gerne zur Ruhe setzen (Foto: Warner) Großansicht

Lenny würde sich gerne zur Ruhe setzen (Foto: Warner)

Die alten Zeiten sind vorbei

Jeder betrügt jeden, und Lenny merkt, dass sich die guten alten Zeiten für Verbrecher im Königreich geändert haben. Mächtige Mafiosi und hungrige Straßengauner schnappen gierig nach ihrem Stück vom Kuchen. Doch am Ende gefährden nicht diese Gauner Lennys sorgfältig geplanten, letzten großen Coup. Ausgerechnet sein tot geglaubter, drogenabhängiger Stiefsohn fährt ihm mächtig in die Parade.

Madonnas Ex Guy Ritchie ("Bube, Dame, König, grAs", "Snatch") kehrt mit seinem fünften Spielfilm zurück zu seinen fulminanten Wurzeln als Großbritanniens Antwort auf Quentin Tarantino. Mit hohem Tempo, knalligen Bildern und stimmigem Soundtrack erzählt er eine sensationell vertrackte Geschichte aus der Londoner Unterwelt, die seinem blendend aufgelegten und gewohnt gut gekleideten Ensemble Gelegenheit gibt, cool aufzuspielen.

Gerard Butler, Tom Wilkinson und Thandie Newton haben sichtlich Spaß an dem verzinkten Spiel, das nicht nur gut unterhält, sondern auch von einer Halbwelt erzählt, die massiven Veränderungen ausgesetzt ist.

Rock'N'Rolla

Nach Jahren der kreativen Irrungen und Wirrungen kehrt Guy Ritchie auf den Pfad der Tugend und damit zur betont coolen wie britischen Unterweltkomödie zurück, die ihn einst zum heißesten Regisseur des Königreichs werden ließ.

Woran erkennt man, dass ein Mann cool ist? Er lässt sich von Madonna scheiden, aber nimmt keinen Pfennig von ihrem Geld. Und/oder er dreht Filme wie "RocknRolla", für Ritchie tatsächlich eine Rückkehr zum Rock'n'Roll seiner beiden ersten Filme, "Bube, Dame, König grAs" und "Snatch", nachdem er zuletzt mit seinem unsäglichen Wertmüller-Remake "Swept Away" und dem verrätselnden Gangster-Durcheinander "Revolver" vom rechten Pfad abgekommen war. In farbentsättigten und doch sehr satten Bildern schickt Ritchie wieder eine Auswahl extrem gut gekleideter Herren aus verschiedenen Schichten der Unterschicht durch eine Handlung, in deren labyrinthischen Wendungen man sich kurz nach dem knalligen Vorspann bereits verloren hat. Irgendwie geht es um ein wertvolles Gemälde, um Loyalitäten und schmutzige Geschäfte, in die alle Beteiligte verstrickt sind, was zu Abhängigkeiten unterschiedlicher Art führt.

Es geht um Alles. Und um Nichts. Und irgendwie ist es egal, weil der eigentliche Spaß darin besteht, wie Ritchie all die verschiedenen Bälle jongliert und dabei kunstvoll immer wieder aneinander klackern lässt. Am Schluss gibt es eine Auflösung, die alles erklärt, aber so vertrackt ist, dass sie sich bis in den Abspann erstreckt. Aber auch das ist egal, es geht nicht um die Story, sondern ihre Figuren. Und die sind so stark wie eben seit den frühen Filmen des Meisters nicht mehr. Da ist der kleine Gauner One Two, gespielt von "300"-Star Gerard Butler, und seine Kumpels Handsome Bob und Mumbles, die sieben Mio. Pfund benötigen, um sich ein Stück Land unter den Nagel zu reißen. Da ist Tom Wilkinson als verschlagener Londoner Unterwelt-Don Lenny Cole, der ihnen das Geld leiht, aber wieder stehlen lässt, um sie in der Hand zu haben. Da ist der russische Investor Obamavich, der nicht nur so ähnlich heißt wie Roman Abramovich, sondern von Karel Roden auch gespielt wird, als handelte es sich um den Zwillingsbruder des Chelsea-Besitzers. Der wiederum zahlt sieben Mio. Pfund an Cole für besagtes Stück Land und das Versprechen, bei einem gekauften Politiker Bauvorhaben zu beschleunigen. Da ist Obamavichs Buchhalterin Stella, von Thandie Newton interpretiert als Inbegriff der Femme fatale, die die sieben Mio. gerne für sich hätte und für den Raub One Two und seine Crew anheuert. Und schließlich gibt es als unberechenbaren Joker noch Coles Stiefsohn Johnny Quid, das schwarze Schaf der Familie, ein gescheiterter und bis unter die schmale Hutkrempe zugedröhnter RocknRoll-Star, der instinktiv dumme Dinge tut, die allen das Leben schwer machen.

Dazu kommen die zwei hartnäckigsten russischen Killer der Filmgeschichte, zwei gewiefte Musikpromoter, die Bekanntschaft mit ein paar wirklich schweren Jungs machen, ein Unbekannter, der Männer aus der Unterwelt an die Polizei verpfeift, und so viele Haken und Ösen, dass man einen rechten Spaß daran hat, den Überblick zu verlieren. Dass am Schluss wirklich nur noch die Frage offen ist, ob One Two seinen Kompagnon Handsome Bob nach dessen Geständnis, er sei schwul und stehe auf seinen Boss, tatsächlich geküsst hat, ist die größte Leistung von Ritchie, der wieder einen auf dicke Hose macht, aber bei aller ausufernden Überzeichnung durchaus eine Demimonde skizziert, die längst nicht mehr unter sich ist: Nur wer versteht, sich der veränderten Welt anzupassen, in der die Herren Gangster nicht mehr unter sich sind, kann überleben. Wer es mit Stil macht, ist ein RocknRolla. Wie Guy Ritchie. Welcome back. ts.

Rock'N'Rolla

"Die Stadt gehört mir", sagt der etablierte Londoner Gangster Lenny Cole (Tom Wilkinson) - doch das kommt ihn teuer zu stehen. Denn jetzt drängt sich eine ausländische Mafia in seine dunklen Geschäfte mit wertvollen Immobilien am Ufer der Themse. Außerdem glaubt ein Kleinganove (Gerard Butler), beide Seiten gegeneinander ausspielen zu können und so selbst in die erste Liga aufzusteigen. Mit dabei sind auch eine beinharte Buchhalterin (Thandie Newton), ein Rocker, der seinen angeblichen Tod inszeniert, um die Umsätze anzukurbeln, und zwei Möchtegern-Musik-Tycoons (Jeremy Piven und Chris Bridges). Fehlen nur noch ein verschwundenes Gemälde, ein paar Männer fürs Grobe und buchstäblich Schwindel erregende Bankbeträge? alles zusammen ergibt einen echten RocknRolla. Guy Ritchie (Bube, Dame, König, grAS und Snatch) inszenierte ein ganz großes Ding: rabiat, urkomisch, ein filmischer Kinnhaken um Sex, Gangster und Rock'n'Roll.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Gerard Butler   als One Two
  Tom Wilkinson   als Lenny Cole
  Thandie Newton   als Stella
  Mark Strong   als Archie
  Idris Elba   als Mumbles
  Tom Hardy   als Handsome Bob
  Toby Kebbell   als Johnny
  Ludacris   als Mickey
  Geoff Bell   als Fred the Head
  Karel Roden   als Uri Obomavich
  Jeremy Piven   als Roman
 
Regie:  Guy Ritchie  
Buch:  Guy Ritchie  
Musik:  Steve Isles  
Kamera:  David Higgs  
Produzent:  Guy Ritchie  
  Steve Clark-Hall  
  Susan Downey  
  Joel Silver  
 

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