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Rollerball

Geradliniges, tempo- und stunt-reiches Action-Spektakel. Frei nach Norman Jewisons Film von 1974.


Rollerball

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Erhältlich seit:
22.10.2002

Action

USA 2001
Laufzeit: 94 Min.
FSK: nicht unter 18

Chris Klein
Jean Reno
LL Cool J

Regie: John McTiernan
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Bild 1 von 81

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Rollerball

Jonathan Ross, suspendierter Eishockeyspieler, steigt binnen kürzester Zeit zum Star des brutalen, besonders in den russischen Teilrepubliken beliebten Kampfsports "Rollerball" auf. Auf Rollschuhen und Motorrädern hetzen zwei Teams hinter einer Metallkugel her und bieten dem vom Staat unterdrückten, nach blutiger Unterhaltung lechzenden Publikum Ablenkung der härtesten Art. Um die geldbringenden Einschaltquoten anzukurbeln, scheut Ross' zwielichtiger Boss Petrovic nicht einmal davor zurück, das Leben seiner Kämpfer zu riskieren.

In seinem aalglatten Remake des gleichnamigen Norman-Jewison-Films von 1974 setzt John McTiernan ("Stirb langsam") besonderes Augenmerk auf den Machtkampf der Individualisten Ross (Chris Klein) und Petrovic (gewohnt unverwüstlich: Jean Reno). Der hämmernde Soundtrack, das exzellente Produktionsdesign von Norman Garwood ("Hook") sowie Augenweide Rebecca Romijn-Stamos als Ross' Geliebte sorgen dennoch dafür, dass vor allem Freunde knallharter, solide umgesetzter Action auf ihre Kosten kommen dürften.

Rollerball

1974 machte Norman Jewison sein Publikum erstmals mit "Rollerball", einer brutalen Mischung aus Hockey, Football und Motorradrennen, bekannt. In dem im Jahre 2018 angesiedelten Sci-fi-Abenteuer wurden mittels dieses modernen "Volkssports" jene Konflikte beigelegt, die in früheren Zeiten noch auf dem Schlachtfeld ausgetragen wurden. John McTiernan, Regisseur des Remakes, interessiert sich jedoch im Gegensatz zu seinem kanadischen Kollegen nicht für die politische Dimension des vielschichtigen Stoffes. Er hat die Vorlage vielmehr zu einem geradlinigen Action-Spektakel umgearbeitet, das dank seines hohen Tempos, spektakulärer Stunts und furios inszenierter Kampfszenen gerade beim jugendlichen Publikum gut ankommen dürfte.

Jewison und McTiernan, diese Kombination hat sich 1999 schon einmal als sehr fruchtbar erwiesen, als der Regisseur von Blockbustern wie "Stirb langsam" oder "Jagd auf Roter Oktober" Jewisons raffiniertes heist movie "Thomas Crown ist nicht zu fassen" überaus stilsicher neu auflegte. Und auch McTiernans "Rollerball" braucht den Vergleich zum Original nicht zu scheuen. Hier wie da hat der Filmemacher lediglich das Grundgerüst der Geschichte übernommen und sie dann den Zeichen der Zeit entsprechend adaptiert. Vor allem aber hat McTiernan - wie in seinen Arbeiten immer - den (Willens-)Kampf seiner Antagonisten ins Zentrum der Handlung gerückt. Lebt "Stirb langsam" vor allem von der mörderischen Auseinandersetzung zwischen Bruce Willis und Alan Rickman, "Thomas Crown" vom eheähnlichen Ringen Pierce Brosnans mit Rene Russo, reduziert sich hier letztlich alles aufs Kräftemessen zwischen den verschiedene Ziele verfolgenden Individualisten Chris Klein und Jean Reno.

Klein spielt Jonathan Ross, einen leidenschaftlichen Eishockeyspieler, dessen halsbrecherische Risikobereitschaft und ausgeprägter Eigensinn ihn um einen Vertrag in der NHL gebracht haben. Durch seinen alten Freund Ridley macht er mit dem In-Sport Rollerball Bekanntschaft, der sich in den neuen russischen Republiken größter Beliebtheit erfreut. Schnell steigt Jonathan als moderner Gladiator zum Superstar der Liga und Liebling der Massen auf. Während Jonathan, seine heimliche Geliebte Aurora und ihr Team auf Rollerskates und Motorrädern unter Lebensgefahr einer kleinen, schweren Metallkugel hinterherjagen und dabei von Sieg zu Sieg eilen, erfreut sich ihr Chef, der zwielichtige, machthungrige Clubbesitzer Petrovich, satter Gewinne. Als dieser dann bemerkt, dass sich durch Blut die geldbringenden TV-Einschaltquoten durchaus noch weiter in die Höhe treiben lassen, scheut er nicht einmal davor zurück, das Leben seiner Stars aufs Spiel zu setzen...

Wie schon im antiken Rom wird auch im fernen Kasachstan der nahen Zukunft das Volk durch Brot und Spiele ruhig gehalten. Die ganze Woche lang schuften die Männer in den Minen, um am Wochenende bei Bier, Heavy Metal und Rollerball für kurze Zeit ihren trostlosen Alltag vergessen zu können. Wer nun aber ob dieses vielleicht etwas unglücklich gewählten Rahmens ein tristes Sozial-Drama um Masse und Macht, Revolution und Unterdrückung vermutet, liegt falsch. McTiernan steht der Sinn vielmehr nach perfekt gestaltetem Oberflächenkino. Obwohl durchaus auf zwei Ebenen lesbar, besticht "Rollerball" in erster Linie als geradliniger High-Speed-Actionthriller, bei dem größten Wert auf Ausstattung und Schauwerte, Tempo und Stunts gelegt wurde. Frei nach dem Spruch "Sport ist Mord" liefern sich die Athleten, die Gladiatoren des 21. Jahrhunderts, zum hämmernden Soundtrack und in modernster Clip-Ästhetik die sprichwörtlichen Kämpfe bis aufs Messer, während die kurvenreiche Rebecca Romijn-Stamos mit markanter Narbe und auffälligem Tattoo als Aurora für Sex and Recreation zuständig ist. Rap-Größe LL Cool J gibt als Ross' Sidekick Ridley eine gute Figur ab, Keanu-Reeves-Klon Chris Klein bleibt dagegen als mutiger Held leider etwas farblos. Schauspielerisch am ehesten zu überzeugen vermag der unverwüstliche Jean Reno, der den Bösewicht Petrovich, in typischer vierziger-Jahre B-Picture-Manier, mit viel Manierismus anlegt.

Helkon hat mit "Rollerball" ein finanziell vielversprechendes Werk im Verleih, das - zielgruppengerecht vermarktet - dem Untertitel entsprechend im Kino schnell, aufregend, hart und gefährlich einschlagen sollte. geh.

Darsteller:  Chris Klein   als Jonathan Cross
  Jean Reno   als Alexi Petrovich
  LL Cool J   als Marcus Ridley
  Rebecca Romijn   als Aurora
  Naveen Andrews   als Sanjay
  Oleg Taktarov   als Denekin
  David Hemblen   als Serokin
  Janet Wright   als Trainerin Olga
  Andrew Bryniarski   als Halloran
  Paul Heyman   als Englischer Sportkommentator
  Kata Dobó   als Katya
 
Regie:  John McTiernan  
Buch:  Larry Ferguson  
  John Pogue  
Musik:  Eric Serra  
Kamera:  Steve Mason  
Produzent:  Charles Roven  
  Beau St. Clair  
  John McTiernan  
  Norman Jewison  

Witherspoon in "Bunny Lake"-Remake

Alter Wein in neuen Schläuchen! Hollywood bedient sich für seinen Filmstoff immer häufiger bei sich selbst. Nun ist Otto Preminger an der Reihe. Sein "Bunny Lake ist verschwunden" wird mit Reese Witherspoon neu verfilmt.

Produziert das Remake selbst: Multi-Talent: Reese Witherspoon (Foto: Buena Vista) Großansicht

Produziert das Remake selbst: Multi-Talent: Reese Witherspoon (Foto: Buena Vista)

Ob "Rollerball" "Ocean's Eleven", "Mr. Deeds" oder "The Italian Job" - neu aufgelegte Filmklassiker sind in Hollywood eine gern genommene Alternative zu Neuentwicklungen. Das jüngste Projekt ist nun ein Remake von "Bunny Lake ist verschwunden" des 1986 verstorbenen Regie-Derwisches Otto Preminger.

Preminger erzählt in seinem mysteriösen Thriller von 1965 die Geschichte einer jungen Mutter, damals gespielt von Carol Lynley, die das Verschwinden ihrer kleinen Tochter bei der Polizei anzeigen will. Bei seinen Nachforschungen stößt der Detektiv (Laurence Olivier) auf zahlreiche Ungereimtheiten. Es finden sich keinerlei Hinweise auf die Existenz der Tochter und die verzweifelt um ihr Kind kämpfende Mutter steht bereits mit einem Bein in der Anstalt.

Dreharbeiten Non-Stop

Den Part der Mutter wird nun Reese Witherspoon übernehmen, die den Film mit ihrer eigenen Firma auch noch produzieren wird.

Über weitere Schauspieler oder die Regie ist noch nichts bekannt, widmet sich die vielbeschäftigte Frau Witherspoon nach den gerade abgeschlossenen Dreharbeiten zu "Vanity Fair" doch erst einmal ihrer Rolle als June Carter in dem Johnny Cash-Biopic "Walk the Line".

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Chris Klein

Sport ist das schauspielerische Lebenselixier von Chris Klein. Als er den an seiner Schule nach geeigneten Drehorten für die High School-Satire "...

 

Star

Jean Reno

Er IST "Der Profi": Der Hüne mit der imposanten Statur, dem strengen Blick und der Kunst des Minimalismus, die Reno an seinem erklärten Vorbild Lino...