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Ronin

Thriller in siebziger Jahre-Optik, in dem John Frankenheimer mit Versatzstücken des Genres spielt.


Ronin

Leihvideo

Erhältlich seit:
25.02.2008

Action/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 16

Robert De Niro
Jean Reno
Natascha McElhone

Regie: John Frankenheimer
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Ronin

Der amerikanische Stratege Sam, der deutsche Überwachungsexperte Gregor, der britische Militärberater Spence, der harte Franzose Vincent, der erfahrene Fahrer Larry - diese fünf hochspezialisierten Männer bilden ein vogelfreies Söldner-Team. Im Auftrag der mysteriösen Irin Deirdre soll das Quintett einer Verbrecherorganisation in Frankreich einen dubiosen Koffer abjagen. Nach einer Verfolgungsjagd durch die Gassen von Nizza scheint ihre Mission beendet. Doch da stellt sich heraus, daß das eigentliche Intrigenspiel noch gar nicht begonnen hat...

Regie-Veteran John Frankenheimer ("French Connection II") zieht in diesem Action-Thriller einmal mehr alle Register seines Könnens. Dabei legt er weniger Wert auf tiefgehende Figurenzeichnung und einen nachvollziehbaren Plot, stattdessen setzt er auf Schauwerte wie wüste Schießereien an der Seine oder packende Autoverfolgungsjagden in Nizza. Der von Robert Fraisse vorzüglich im Stile eines Kalter-Krieg-Thrillers der siebziger Jahre fotografierte Film bietet zudem eine absolute Top-Besetzung - von Robert De Niro über Jean Reno bis zu Natasha McElhone.

Ronin

Stets ein Garant für ebenso solide wie spannende Kinounterhaltung ist John Frankenheimer in den letzten Jahren zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und hat vornehmlich fürs Fernsehen gearbeitet. Mit "Ronin" begibt er sich jetzt wieder auf ihm bestens vertrautes Terrain. Ähnlich wie schon bei "Schwarzer Sonntag" (1978), "Powerplay" (1990) oder "Verliebt in die Gefahr" (1991) dreht sich hier alles um politische Machenschaften, wobei diese im Prinzip nur als Mantel für einen spannenden Thriller herhalten müssen. Mit Robert De Niro, Jean Reno und Jonathan Pryce hochkarätig besetzt, dürfte diese packende Reminiszenz an alte Spy-Movie-Tage auf entsprechendes Interesse beim breiten Publikum stoßen.

Im Zentrum der Geschichte stehen fünf hochspezialisierte Männer, darunter der amerikanische Stratege Sam, der deutsche Überwachungsspezialist Gregor und der britische Militärberater Spence, die im Auftrag der mysteriösen Irin Deirdre in Frankreich einer Verbrecherorganisation einen geheimnisvollen Koffer entwenden sollen.Wer diese Verbrecher sind, wer an dem Inhalt des Koffers interessiert ist und was dieser eigentlich beinhaltet, wird im Verlauf des Films nie geklärt. Der ganze Plot ist somit nichts anderes als ein klassischer McGuffin in der Tradition Alfred Hitchcocks, der zu nichts anderem dient, als Frankenheimer die Gelegenheit zu geben, höchst virtuos mit den Versatzstücken des Genres zu spielen. Obwohl "Ronin" - der Titel bezieht sich auf die japanische Legende jener 47 Samurai, die es nicht geschafft hatten, ihre Herren zu beschützen und so als Ausgestoßene ihrer Kaste zu einem Leben als Gesetzlose verurteilt waren - eindeutig im hier und heute angesiedelt ist, sieht der von Robert Fraisse vorzüglich schmutzig fotografierte Film wie ein klassischer Kalter-Krieg-Thriller der siebziger Jahre aus. Schon die erste Szene, in der sich die müden, stets qualmenden, welterfahrenen hired guns in einer verruchten Spelunke am Pariser Montmartre treffen, erinnert eher an Frankenheimers "French Connection II" aus dem Jahr 1975 als an glattes, zeitgenössisches High-Tech-Kino.

Genau diese Wiederbelebung alter Stilmittel gepaart mit modernstem Kino-Know-How macht den Reiz von "Ronin" aus. Unter Ausnützung seiner wunderbaren Schauplätze zieht John Frankenheimer alle Register seines Könnens. Ob die wüste Schießerei an der nächtlichen Seine, die Beschattungsaktion im Majestic Hotel von Cannes, die Autoverfolgungsjagden in Nizza und Paris, der Hinterhalt im Kolosseum von Arles oder das furiose Finale bei einer Eisrevue, Katarina Witt inklusive - hier kommt einem Frankenheimers "Botschafter der Angst" (1962) in den Sinn -, alles ist perfekt getimt, geschnitten und inszeniert. Gibt es bei diesem im besten Sinne des Wortes altmodischen Werk eine Schwachstelle, so ist dies das Fehlen von tiefergehenden Charakterzeichnungen. Robert De Niro und Jean Reno, Stellan Skarsgard und Sean Bean, Jonathan Pryce oder Natascha McElhone, alle Beteiligten meistern ihre Parts vorzüglich, sind im Prinzip jedoch nichts anderes als eindimensionale Typen, deren Motivation - außer, daß die Gangster schnell zu Geld kommen wollen - im Unklaren bleibt. Dieses Manko muß auch für die Produzenten offensichtlich gewesen sein, verpflichteten sie doch David Mamet, unter dem Pseudonym Richard Weisz, das Drehbuch von J.D. Zeik zu überarbeiten. Dennoch kann die UIP, dank der prominenten Besetzung, des verzwickten Plots, in dem sich die Fronten laufend ändern, und der handfesten Action im Januar 1999 mit einem soliden Einspiel rechnen. geh.

Darsteller:  Robert De Niro   als Sam
  Jean Reno   als Vincent
  Natascha McElhone   als Deirdre
  Stellan Skarsgård   als Gregor
  Sean Bean   als Spence
  Skipp Sudduth   als Larry
  Michael Lonsdale   als Jean-Pierre
  Jan Triska   als Dapper Gent
  Jonathan Pryce   als Seamus
  Féodor Atkine   als Mikhi
  Katarina Witt   als Natacha Kirilova
  Bernard Bloch   als Sergi
 
Regie:  John Frankenheimer  
Buch:  J. D. Zeik  
  Richard Weisz  
Musik:  Elia Cmiral  
Kamera:  Robert Fraisse  
Produzent:  Frank Mancuso Jr.  
 

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Robert De Niro

Ausnahmeschauspieler, Chamäleon, legitimer Nachfolger des Jahrhundertmimen Marlon Brando: Für den 1943 in New York geborenen Robert De Niro...

 

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Jean Reno

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