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Kaufvideo
Erhältlich seit:
11.11.2010
Deutschland 2010
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12
Veronica Ferres
Fritz Karl
Mathilde Bundschuh
Regie: Franziska Buch
Lighthouse Home Entertainment Vertriebs GmbH & Co. KG

Ein mutiger Film: Das ausgezeichnet gespielte Familiendrama kommt ohne echte Sympathieträger aus; jede der Figuren hat ihre Ecken und Kanten.
Schon die erste Einstellung dieses Films ist von unangenehmer Intensität: Ein Mädchen liegt auf einer Wiese. Man spürt, dass die Ruhe trügerisch ist. Plötzlich quillt Blut aus ihrem Mundwinkel. Dann kippt die Kamera, der Blick öffnet sich, und man sieht ein völlig demoliertes Auto, das gegen einen Baum gerast ist. Gegen Ende wird der Film das Eingangsbild zitieren; erneut ist das Mädchen dem Tod nahe. Zwischen diesen beiden Momenten liegt ein Drama, das eine unbequeme Geschichte erzählt. Dass man ihr dennoch bereitwillig folgt, ist den herausragenden Leistungen der drei Hauptdarsteller zu verdanken. Sie verkörpern ausnahmslos Charaktere mit Schattenseiten: Anwalt Josch (Fritz Karl) opfert sich zwar für seine asylsuchenden Klienten auf, ist im privaten Umfeld dafür um so rücksichtsloser. Als seine frühere Lebensgefährtin Rosanna bei einem Autounfall stirbt, will er die 14jährige Tochter Aimée zu sich nehmen. Die Begeisterung von Gattin Nela (Veronica Ferres) hält sich in Grenzen: Gerade sind die Gelder für ihr Forschungsprojekt bewilligt worden. Sie wollte ohnehin nie Kinder; erst recht kein fremdes. Die schwierigste Rolle in dieser Konstellation hat jedoch Mathilde Bundschuh. Ihrem Namen zum Trotz ist Aimée alles andere als liebenswert; sie wirkt wie ein Wesen aus einem Horrorfilm. Mit tiefgründigem Lächeln treibt das Mädchen konsequent einen Keil zwischen Josch und Nela, weil sie den Ziehvater für sich allein haben will. Der jungen Schauspielerin gelingt der Balanceakt zwischen Provokation und Mitgefühl beängstigend gut. Da die Geschichte bevorzugt aus Nelas Perspektive erzählt wird, vergisst man bald, dass das zunächst stumme Mädchen innerlich zerbrochen ist und ihr Verhalten selbst dann ein Hilferuf ist, als sie sich Josch wie eine Lolita an den Hals wirft. Am Ende sollen Drogen helfen, über den schmerzlichen Verlust hinwegzukommen. Erneut beweist die kürzlich für "Die Drachen besiegen" mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnete Franziska Buch, Regisseurin diverser Kinder- und Familienfilme ("Emil und die Detektive", "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen"), ihr herausragendes Talent bei der Führung junger Schauspieler. Das auf dem gleichnamigen Roman von Amelie Fried basierende Drehbuch stammt von Grimme- und Fernsehpreisträger Christian Jeltsch ("Einer geht noch"); ein größerer Kontrast zu seinem Krimi "Kreutzer kommt" ist kaum denkbar. tpg.
Rosannas Tochter" erzählt die Geschichte von Nela (Veronica Ferres) und Josch (Fritz Karl) und davon, wie zerbrechlich Glück und wie stark Liebe sein kann: Das bisher erfüllte Leben des jungen, kinderlosen Paares ändert sich schlagartig, als Joschs Ex-Freundin Rosanna bei einem Autounfall stirbt und er und Nela deren 14-jährige Tochter Aimée (gespielt von Mathilda Bundschuh) bei sich aufnehmen. Selbstlos und einfühlsam versuchen die bisher eher karriereorientierte Primatenforscherin und der gestresste Anwalt, dem traumatisierten Mädchen bei der Bewältigung seines Schicksals zu helfen. Doch der pubertierende Teenager, der lange nicht spricht, störrisch und unberechenbar ist, treibt systematisch einen Keil in die Beziehung seiner Zieheltern. Nelas unermüdliche Fürsorge, obwohl sie selbst nie Kinder wollte, dankt ihr Aimée nicht. Sie beginnt stattdessen mit allen Mitteln, für Joschs Liebe und gegen ihre vermeintliche Rivalin Nela zu kämpfen. Nela droht nicht nur diese Schlacht, sondern alles, was ihr in ihrem Leben lieb ist, zu verlieren. Verzweifelt und obendrein enttäuscht von ihrem Mann, der sich über ihren Kopf hinweg um die Vormundschaft für Aimée bemüht, flüchtet sich Nela in ihren Job ins Ausland. Doch als Aimée an die falschen Freunde gerät, ist ausgerechnet Nela die Einzige, die ihr helfen kann....
Quelle: Lighthouse
| Darsteller: | Veronica Ferres | als Nela | |
|---|---|---|---|
| Fritz Karl | als Josch | ||
| Mathilde Bundschuh | als Aimée | ||
| Hans-Michael Rehberg | als Aimées Großvater | ||
| Dietrich Mattausch | als Nelas Vater | ||
| Monika Baumgartner | als Aimées Großmutter | ||
| Karin Neuhäuser | als Lydia | ||
| Joel Basman | als Ruben | ||
| Judith Rosmair | als Johanna | ||
| Ella Maria Gollmer | als Lisa | ||
| Felix Vörtler | als Tom | ||
| Nicole Marischka | als Elionor | ||
| Martin Stührk | als Till | ||
| Esther Seibt | als Sanitäterin | ||
| Hildegard Schmahl | als Inge | ||
| Katja Brenner | als Rosanna | ||
| Regie: | Franziska Buch | ||
| Buch: | Christian Jeltsch | ||
| Musik: | Ulrich Reuter | ||
| Kamera: | Axel Block | ||
| Produzent: | Prof. Nico Hofmann | ||
| Sascha Schwingel | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,40/16:9
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