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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.09.2008
Originaltitel: Tais-toi!
Frankreich/Italien 2003
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12
Jean Reno
Gérard Depardieu
André Dussollier
Regie: Francis Veber
Splendid Film

Wenn es um die französische Komödie geht, ist Francis Veber nicht weit. Mit flotten Gags und populärem Humor lässt er "Ruby & Quentin" aufeinander los, die beiden französischen Schauspiel-Ikonen Jean Reno als eiskalten Profi-Gangster und Gérard Depardieu als tolpatschigen Kleinkriminellen. Zwar erreicht diese Gaunerkomödie mit Herz nicht die Ironie von Vebers "Dinner für Spinner", aber Top-Unterhaltung ist garantiert.
Gegensätzlicher könnten diese Herren nicht sein - Ruby, der Killer und Quentin, die Klette. Die erfolgreiche Veber-Mischung, die völlig verquere Bildung eines Paares, funktioniert auch hier - wie schon in den frühen 70ern als Autor Veber in "Die Filzlaus" den meckernden Profikiller Lino Ventura mit dem suizidgefährdeten Sensibelchen Jacques Brel kombinierte. Das Gespann Gérard Depardieu/Pierre Richard machte in den 80ern mit drei Kinoerfolgen die Leinwand unsicher - "Ein Tolpatsch kommt selten allein", "Zwei irre Spaßvögel" und "Zwei irre Typen auf der Flucht". Diesmal mimt Jean Reno den unfreiwilligen Partner von Gérard Depardieu, gemeinsam sind sie unausstehlich, aber liebenswert. Der nicht gerade helle Quentin wird von der Polizei bei einem dilettantischen Banküberfall einkassiert und landet mal wieder im Knast. Für seine Zellengenossen ist er mit seinem ständigen Gequatsche so etwas wie der verbale Vorhof zur Hölle. Da kommt dem Gefängnispsychologen (André Dussollier, eine Mischung aus Mutter Theresa und Frankenstein) eine tolle Idee. Warum die Plaudertasche nicht zum Profigangster Ruby verlegen, der mit niemandem ein Wort redet. Vielleicht könnte die Nervensäge Hintergründe zu einem Mord und einem Überfall aus dem einsamen Wolf herauskitzeln? Schließlich liquidierte der örtliche Pate aus Eifersucht Rubys Geliebte, der ihm aus Rache die Beute eines Geldtransportes vor der Nase wegschnappte. Nicht genug damit, dass die Quasselstrippe dem Schweigsamen den exakt geplanten Ausbruch vermasselt und durch seine Dummheit völlig auffallend mit ihm in der Freiheit landet, der naive Quentin hält den emotionalen Eisblock auch noch für seinen Freund und weicht nicht von seiner Seite. Und das bei der gefährlichen Jagd nach Mörder und Moneten.
Nicht ganz fein gesponnen ist der Humor, aber dafür amüsiert der treuherzige (und abgespeckte) Depardieu, der es wie mit Himmelskraft schafft, Gangsterlimousinen und Polizeiwagen im richtigen Moment abzugreifen und den coolen Reno, der seine Rolle als "Leon - der Profi" komödiantisch variiert, mit Furzkissen nervt und der bizarren Idee verfolgt, ausgerechnet mit ihm ein Bistro in der Provinz zu eröffnen. Natürlich ist das alles nur das Vorspiel für den Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die beiden Schwergewichte des französischen Kinos spielen augenzwinkernd dieses seltsame Paar, das zusammengehört wie zwei Seiten einer Medaille. Es macht einfach Spaß, ihnen zuzugucken, wie sie sich trickreich durchs Gangsterleben lavieren. Fragt sich nur, wann Hollywood, das schon Veber-Stoffe wie "Die Filzlaus" oder "Ein Käfig voller Narren" zu einem Remake verarbeitete, hier zugreifen wird. mk.
Frankreichs Spezialist für turbulente Krimi-
komödien, Regie-Ikone Francis Veber (u.a. "Der
große Blonde mit dem schwarzen Schuh", "Dinner
für Spinner"), liefert erneut einen schwungvollen
Beweis dafür ab, dass ihm keiner die legendäre Veber-
Mischung aus Komödie, Slapstick, furiosen Dialogen, Action und schwarzem Humor nachmacht.
Mit Jean Reno und Gerard Depardieu in den Hauptrollen lässt Veber zwei Charaktere aufeinander treffen, die unterschiedlicher nicht sein können und strapaziert damit die Lachmuskeln.
Es ist kein Zufall, dass der eiskalte Profikiller Ruby (Jean Reno) ausgerechnet die naive Plaudertasche Quentin (Gérard Depardieu) als Mitbewohner in seine Gefängniszelle bekommt. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen (André Dussollier) hofft Kommissar Vernet (Richard Berry), dass Blödmann Quentin den Eisblock Ruby, zum Ausflippen und damit zum Reden bringt. Ruby hat noch ein dickes Ding gedreht und dem Paten Vogel (Jean-Pierre Malo) jede Menge Geld gestohlen, bevor er geschnappt wurde. Vernet hofft, dass Ruby ihn auf die Spur des Paten führt, der den Tod von Rubys Liebster (Leonor Varela) auf dem Gewissen hat und ebenfalls hinter Rubys Beute her ist. Doch dann brechen Ruby und Quentin aus - gemeinsam.
Während Ruby den Mord an seiner Liebsten rächen will, träumt Quentin davon, mit Ruby ein Bistro zu eröffnen. Der Killer wird die Klette nicht mehr los: Bonjour, le désastre!
Quelle: Splendid
Making-of
- B-Roll
. Interview mit Francis Veber
Quelle: Splendid
| Darsteller: | Jean Reno | als Ruby | |
|---|---|---|---|
| Gérard Depardieu | als Quentin | ||
| André Dussollier | als Psychiologe | ||
| Richard Berry | als Vernet | ||
| Leonor Varela | als Katia/Sandra | ||
| Aurélien Recoing | als Rocco | ||
| Jean-Pierre Malo | als Vogel | ||
| Jean-Michel Noirey | als Lambert | ||
| Ticky Holgado | als Martineau | ||
| Michel Aumont | als Nosberg | ||
| Regie: | Francis Veber | ||
| Buch: | Francis Veber | ||
| Musik: | Marco Prince | ||
| Kamera: | Luciano Tovoli | ||
| Produzent: | Saïd Ben Saïd | ||
Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (Special Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1, Französisch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Outtakes, Interview
Making-of
- B-Roll
. Interview mit Francis Veber
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