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Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette

Gaunerkomödie mit Herz um zwei gegensätzliche Gauner, gespielt von Jean Reno und Gérard Depardieu.


Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (Special Edition)

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Erhältlich seit:
26.09.2008

Originaltitel: Tais-toi!

Komödie

Frankreich/Italien 2003
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Jean Reno
Gérard Depardieu
André Dussollier

Regie: Francis Veber
Splendid Film

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Komödie mit Starbesetzung: Ein Profi-Gangster gerät an einen Partner, der ihm mit Eifer jeden Coup vermasselt.

Zwei Gangster auf der Flucht: Vor dem Gesetz, aber irgendwie auch voreinander (Foto: Splendid (Rekord-Film)) Großansicht

Zwei Gangster auf der Flucht: Vor dem Gesetz, aber irgendwie auch voreinander (Foto: Splendid (Rekord-Film))

Ausgerechnet Blödmann Quentin (Gérard Depardieu) sitzt mit dem eiskalten Profi-Gangster Ruby (Jean Reno) in einer Zelle. Das ist kein Zufall, denn die Gefängnisleitung hofft, Ruby mit dessen nie versiegendem Redefluss zu zermürben.

Doch was andere zum Wahnsinn treibt, trägt der mit stoischer Gelassenheit, auch als ihm die Klette fast den Ausbruch vermasselt. Selbst in Freiheit weicht Quentin nicht von seiner Seite. So werden die beiden ein unfreiwilliges Paar.

Doch während Ruby den Mörder seiner Frau jagt und die Polizei an die Beute von seinem letzten Überfall kommen will, träumt Quentin davon, gemeinsam ein Bistro zu eröffnen!

Jean Reno sammelt unfreiwillig Freunde (Foto: Splendid (Rekord-Film)) Großansicht

Jean Reno sammelt unfreiwillig Freunde (Foto: Splendid (Rekord-Film))

Aus und ein

So schlittern sie von einer Slapstick-Nummer in die nächste, egal ob es sich um Ausbrüche oder um Einbrüche handelt.

"Tais-toi" - "Halt die Klappe" heißt der Film im Original, und das trifft den Kern der Story, denn Gérard Depardieu redet wie nie zuvor in dieser charmanten französischen Variante eines Buddy-Movies voll Action und Witz, gezaubert von Altmeister Francis Veber.

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (Special Edition)

Wenn es um die französische Komödie geht, ist Francis Veber nicht weit. Mit flotten Gags und populärem Humor lässt er "Ruby & Quentin" aufeinander los, die beiden französischen Schauspiel-Ikonen Jean Reno als eiskalten Profi-Gangster und Gérard Depardieu als tolpatschigen Kleinkriminellen. Zwar erreicht diese Gaunerkomödie mit Herz nicht die Ironie von Vebers "Dinner für Spinner", aber Top-Unterhaltung ist garantiert.

Gegensätzlicher könnten diese Herren nicht sein - Ruby, der Killer und Quentin, die Klette. Die erfolgreiche Veber-Mischung, die völlig verquere Bildung eines Paares, funktioniert auch hier - wie schon in den frühen 70ern als Autor Veber in "Die Filzlaus" den meckernden Profikiller Lino Ventura mit dem suizidgefährdeten Sensibelchen Jacques Brel kombinierte. Das Gespann Gérard Depardieu/Pierre Richard machte in den 80ern mit drei Kinoerfolgen die Leinwand unsicher - "Ein Tolpatsch kommt selten allein", "Zwei irre Spaßvögel" und "Zwei irre Typen auf der Flucht". Diesmal mimt Jean Reno den unfreiwilligen Partner von Gérard Depardieu, gemeinsam sind sie unausstehlich, aber liebenswert. Der nicht gerade helle Quentin wird von der Polizei bei einem dilettantischen Banküberfall einkassiert und landet mal wieder im Knast. Für seine Zellengenossen ist er mit seinem ständigen Gequatsche so etwas wie der verbale Vorhof zur Hölle. Da kommt dem Gefängnispsychologen (André Dussollier, eine Mischung aus Mutter Theresa und Frankenstein) eine tolle Idee. Warum die Plaudertasche nicht zum Profigangster Ruby verlegen, der mit niemandem ein Wort redet. Vielleicht könnte die Nervensäge Hintergründe zu einem Mord und einem Überfall aus dem einsamen Wolf herauskitzeln? Schließlich liquidierte der örtliche Pate aus Eifersucht Rubys Geliebte, der ihm aus Rache die Beute eines Geldtransportes vor der Nase wegschnappte. Nicht genug damit, dass die Quasselstrippe dem Schweigsamen den exakt geplanten Ausbruch vermasselt und durch seine Dummheit völlig auffallend mit ihm in der Freiheit landet, der naive Quentin hält den emotionalen Eisblock auch noch für seinen Freund und weicht nicht von seiner Seite. Und das bei der gefährlichen Jagd nach Mörder und Moneten.

Nicht ganz fein gesponnen ist der Humor, aber dafür amüsiert der treuherzige (und abgespeckte) Depardieu, der es wie mit Himmelskraft schafft, Gangsterlimousinen und Polizeiwagen im richtigen Moment abzugreifen und den coolen Reno, der seine Rolle als "Leon - der Profi" komödiantisch variiert, mit Furzkissen nervt und der bizarren Idee verfolgt, ausgerechnet mit ihm ein Bistro in der Provinz zu eröffnen. Natürlich ist das alles nur das Vorspiel für den Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die beiden Schwergewichte des französischen Kinos spielen augenzwinkernd dieses seltsame Paar, das zusammengehört wie zwei Seiten einer Medaille. Es macht einfach Spaß, ihnen zuzugucken, wie sie sich trickreich durchs Gangsterleben lavieren. Fragt sich nur, wann Hollywood, das schon Veber-Stoffe wie "Die Filzlaus" oder "Ein Käfig voller Narren" zu einem Remake verarbeitete, hier zugreifen wird. mk.

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (Special Edition)

Frankreichs Spezialist für turbulente Krimi-
komödien, Regie-Ikone Francis Veber (u.a. "Der
große Blonde mit dem schwarzen Schuh", "Dinner
für Spinner"), liefert erneut einen schwungvollen
Beweis dafür ab, dass ihm keiner die legendäre Veber-
Mischung aus Komödie, Slapstick, furiosen Dialogen, Action und schwarzem Humor nachmacht.
Mit Jean Reno und Gerard Depardieu in den Hauptrollen lässt Veber zwei Charaktere aufeinander treffen, die unterschiedlicher nicht sein können und strapaziert damit die Lachmuskeln.

Es ist kein Zufall, dass der eiskalte Profikiller Ruby (Jean Reno) ausgerechnet die naive Plaudertasche Quentin (Gérard Depardieu) als Mitbewohner in seine Gefängniszelle bekommt. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen (André Dussollier) hofft Kommissar Vernet (Richard Berry), dass Blödmann Quentin den Eisblock Ruby, zum Ausflippen und damit zum Reden bringt. Ruby hat noch ein dickes Ding gedreht und dem Paten Vogel (Jean-Pierre Malo) jede Menge Geld gestohlen, bevor er geschnappt wurde. Vernet hofft, dass Ruby ihn auf die Spur des Paten führt, der den Tod von Rubys Liebster (Leonor Varela) auf dem Gewissen hat und ebenfalls hinter Rubys Beute her ist. Doch dann brechen Ruby und Quentin aus - gemeinsam.

Während Ruby den Mord an seiner Liebsten rächen will, träumt Quentin davon, mit Ruby ein Bistro zu eröffnen. Der Killer wird die Klette nicht mehr los: Bonjour, le désastre!

Quelle: Splendid

Making-of
- B-Roll
. Interview mit Francis Veber

Quelle: Splendid

Darsteller:  Jean Reno   als Ruby
  Gérard Depardieu   als Quentin
  André Dussollier   als Psychiologe
  Richard Berry   als Vernet
  Leonor Varela   als Katia/Sandra
  Aurélien Recoing   als Rocco
  Jean-Pierre Malo   als Vogel
  Jean-Michel Noirey   als Lambert
  Ticky Holgado   als Martineau
  Michel Aumont   als Nosberg
 
Regie:  Francis Veber  
Buch:  Francis Veber  
Musik:  Marco Prince  
Kamera:  Luciano Tovoli  
Produzent:  Saïd Ben Saïd  
 

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (Special Edition) in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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