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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.08.2010
Originaltitel: The Contender
USA/Frankreich 2000
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12
Gary Oldman
Joan Allen
Jeff Bridges
Regie: Rod Lurie
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Dreamworks' Oscar-Hoffnung Nummer zwei: Nachdem sich für "Hallo Mr. President" oder "Primary Colors" die Pforten des Weißen Hauses öffneten, um den mächtigsten Mann der westlichen Welt von einer menschlichen Seite zu präsentieren, greift "The Contender", der zweite Film des ehemaligen Filmkritikers Rod Lurie, die Tradition des amerikanischen Politfilms wieder auf. Im Ton näher an "Mr. Smith Goes to Washington" als an "Die Unbestechlichen", will Lurie in seiner Feelgood-Satire über den mit allen Mitteln ausgefochtenen Kleinkrieg um eine liberale Vizepräsidentschaftskandidatin die Auseinandersetzung mit (vergessenen) Inhalte und (verlorenen) Idealen. Eine ideale Spielwiese vor allem für die Darsteller, von denen sich Joan Allen, Gary Oldman und Jeff Bridges als ernst zu nehmende Oscar-Kandidaten empfehlen.
Lurie liebt Politik, liebt die Spiele und Ränke hinter den Kulissen, die ruchlosen Deals und Eine-Hand-wäscht-die-andere-Geschäfte auf dem Weg an die Macht. Von Desillusion ist in seinem Film dennoch nichts zu spüren. Luries Glaube an die ursprünglichen Werte der Demokratie ist derart ungebrochen, dass ihm sein Idealismus sogar ein wenig im Weg steht: Allzu offensichtlich ist es, für wen sein Herz schlägt während des gesamten Verlaufs dieser Schachpartie um die Zukunft Amerikas - das lässt "The Contender" manipulativ und simpler wirken als er ist. Gleichzeitig aber ist der Enthusiasmus des Filmemachers erfrischend, ansteckend gar: Mit seinem leichten Ton und wissendem Augenzwinkern ermöglicht er gerade Politlaien den Zugang zu einem komplexen Thema. Unterhaltung statt Didaktik ist sicherlich ein Ansatz, der (vor allem im politmüden Amerika) die Wirkung der effektiv erzählten Komödie sicherlich erhöht.
Als Vorbild diente Lurie der Skandal um Richter Clarence Thomas und Anita Hill (und nicht, wie gerne aber falsch kolportiert, Monicagate): Hier wird der Charakter der zu den Demokraten übergewanderten Republikanerin Senatorin Laine Hanson (Allen ladylike als Inbegriff moralischer und politischer Integrität) auf den Prüfstand gestellt. Nach dem Tod des Vizepräsidenten ist sie für den souveränen Lebemann-Präsidenten Evans (Bridges als lässige Mischung aus Bill Clinton und dem Big Lebowski) die Favoritin auf den Posten. Grund genug, für dessen einstigen Republikaner-Konkurrenten und mächtigsten Gegner Runyan (Oldman nahezu unerkennbar als wiefes Wiesel), sie kategorisch abzulehnen. Nach eifrigem Wühlen in ihrer Vergangenheit fördern Runyons Bluthunde Fotos zu Tage, die Layne Hanson bei einer Gruppensexorgie während ihrer Studienzeit zeigen sollen. Auch auf die Gefahr hin, vom amerikanischen Volk wegen dieser Verfehlung abgelehnt zu werden, lehnt es die Senatorin, Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen - und löst damit eine regelrechte Schlammschlacht um eine Reihe von politischen "Hot Buttons" aus.
Sehr geschickt lässt Lurie die finsteren Methoden, die Egos, Skrupellosigkeit und die Machtgier durchblicken, mit denen in Washington Politik gemacht wird. Gleichzeitig verdammt er den Personenkult und die absurden Charakterhinrichtungen von Persönlichkeiten, die offensichtliche Führerfiguren mit Autorität und Vision sind. Und im Vorübergehen spricht er sich noch für Gleichberechtigung, Abtreibungsrechte und gegen die Todesstrafe aus. Ein feuchter Traum für alle Liberalen, werden Zyniker anmerken. Dass "The Contender" dennoch funktioniert, ist zum einem dem Drehbuch voller brillanter Dialoge, zum anderen den wunderbaren Schauspielern zu verdanken, die allesamt Bestleistungen abliefern. Stellvertretend für den Rest des Ensembles soll hier nur Joan Allen, die gegenwärtig zweifellos beste amerikanische Schauspielerin ohne Oscar, genannt sein: Ihre Layne Hanson ist eine wunderbar gespielte Frau: entschlossen, stark, intelligent, mitfühlend und immer herrlich weiblich. Politiker sollten sich eine Scheibe von ihr abschneiden. Der erste Pickup von Dreamworks wird in den USA dank seines Starttermins kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November für Wirbel und Debatten sorgen. In Deutschland darf man auf die zu erwartenden Oscar-Nominierungen hoffen. ts.
Senatorin Laine Hanson soll nach dem unerwarteten Tod des Vizepräsidenten dessen Amt übernehmen. Doch die Frau, die einst von den Republikanern zu den Demokraten wechselte, ist den Konservativen ein Dorn im Auge. Sie ist eine Frau mit Vergangenheit und die erste, die das zweithöchste Amt im Staate übernähme. Der erzkonservative Machtstratege Runyon zettelt eine Schmutzkampagne ohnegleichen an - nur um den ihm genehmen Gouverneur Hathaway in Stellung zu bringen. Doch dieser angebliche Held und Presseliebling hat mehr Dreck am Stecken, als sein mächtiger Förderer ahnt!
Kurzbewertung: Ex-Journalist und Filmkritiker Rod Lurie (DIE LETZTE FESTUNG) inszenierte einen Polit-Thriller in der Tradition von Erfolgsklassikern wie DIE UNBESTECHLICHEN. Mit dem vierfach Oscar[r]-nominierten Jeff Bridges (THE BIG LEBOWSKI), der dreifach Oscar[r]-nominierten Joan Allen (FACE/OFF - IM KÖRPER DES FEINDES), sowie "BAFTA Film Award"-Preisträger Gary Oldman (HANNIBAL, LOST IN SPACE), Christian Slater (ZOOLANDER), Sam Elliott (THE BIG LEBOWSKI) und Mariel Hemingway (HARRY AUSSER SICH). Ein faszinierender Einblick in die Mechanismen der Macht! Prädikat besonders wertvoll!
Quelle: Sony Pictures
Verschiedene Trailer
Hinter den Kulissen
Geschnittene Szenen
Promotion Featurette
Audiokommentar mit Regisseur Rod Lurie und Hauptdarstellerin Joan Allen
Biografien: Gary Oldman, Joan Allen, Jeff Bridges, Christian Slater, Rod Lurie
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Gary Oldman | als Sheldon B. Runyon | |
|---|---|---|---|
| Joan Allen | als Senator Laine Hanson | ||
| Jeff Bridges | als President Jackson Evans | ||
| Christian Slater | als Reginald Webster | ||
| William L. Petersen | als Gouverneur Jack Hathaway | ||
| Philip Baker Hall | als Oscar Billings | ||
| Saul Rubinek | als Jerry Tolliver | ||
| Sam Elliott | als Kermit Newman | ||
| Mike Binder | als Lewis Hollis | ||
| Mariel Hemingway | als Cynthia Lee | ||
| Amit Mehta | als White House Reporter | ||
| Kathryn Morris | als Fed | ||
| Kristen Shaw | als Fiona Hathaway | ||
| David Cureton | |||
| Regie: | Rod Lurie | ||
| Buch: | Rod Lurie | ||
| Musik: | Larry Groupé | ||
| Kamera: | Denis Maloney | ||
| Produzent: | Marc Frydman | ||
| Douglas Urbanski | |||
| Willi Baer | |||
| James Spies | |||
Rufmord - Jenseits der Moral (Thrill Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Trailer, Behind the Scenes, Entfallene Szenen, Featurette, Audiokommentar, Biografien
Verschiedene Trailer
Hinter den Kulissen
Geschnittene Szenen
Promotion Featurette
Audiokommentar mit Regisseur Rod Lurie und Hauptdarstellerin Joan Allen
Biografien: Gary Oldman, Joan Allen, Jeff Bridges, Christian Slater, Rod Lurie
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