DVD Leihvideo

Rumba

Komödie, die mit liebenswerter Bosheit die Leidensfähigkeit eines Paares prüft und dabei Tati und Keaton ihre Referenz erweist.


Rumba

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.05.2009

Komödie/ Drama

Frankreich/Belgien 2008
Laufzeit: 74 Min.
FSK: ab 12

Dominique Abel
Fiona Gordon
Philippe Martz

Regie: Dominique Abel, ...
Warner Home Video Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Komödie, die mit liebenswerter Bosheit die Leidensfähigkeit eines Paares prüft und dabei Tati und Keaton ihre Referenz erweist.

Fiona und Dom lassen sich die Freude am Tanzen nicht nehmen (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Fiona und Dom lassen sich die Freude am Tanzen nicht nehmen (Foto: X Verleih (Warner))

Fiona (Fiona Gordon) und Dom (Dominique Abel) unterrichten an einer Grundschule, nach Feierabend tanzen sie leidenschaftlich Rumba. Ein Autounfall wegen eines Selbstmörders macht sie zum körperlichen Krüppel und ihn zu einem Mann ohne Gedächtnis.

Sie verlieren Job und Wohnung und schließlich auch noch einander, als er überfallen wird. Sie hält ihn für tot, dabei ist er vom versuchten Selbstmörder von damals aufgenommen worden.

Die drei Regisseure Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy, die auch unter eigenem Namen auftreten, liefern eine ungewöhnliche, bezaubernde Komödie, die die Tradition von Tati und Keaton wiederbelebt.

Der Unfall zieht ein kleines Handicap nach sich (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Der Unfall zieht ein kleines Handicap nach sich (Foto: X Verleih (Warner))

Clownige Tragödie

Ihr bewusst in grellen Farben und im Retro-Stil gehaltenes Clowns-Stück erzählt eigentlich eine Tragödie, testet aber mit den Mitteln der Komödie und mit liebenswerter Bosheit die Leidensfähigkeit eines Paares aus.

Rumba

Die verschüttete Tradition von Buster Keaton und Jacques Tati reanimiert eine unverfrorene französische Komödie, die mit liebenswerter Bosheit die Leidensfähigkeit eines Paares prüft.

Tagsüber lehren Fiona (Fiona Gordon) und Dom (Dominique Abel) an einer Grundschule, nach Feierabend tanzen sie leidenschaftlich Rumba und räumen auf Wettbewerben jeden Preis ab. Wer nun einen Tanzfilm erwartet, darf sich überraschen lassen, denn das gemeinschaftliche Werk von Gordon, Abel und Bruno Romy (der als rabiater Schokocroissant-Dieb auftritt) ist die ungewöhnlichste und bezauberndste Komödie der Saison.

Als ihnen ein glückloser Selbstmörder (Philippe Martz) bei der Heimfahrt vor das Auto läuft, können sie gerade noch ausweichen - und krachen in eine Mauer. Mit fatalen Folgen: Fiona erwacht als einbeinige Gipsskulptur im Krankenhaus, Dom leidet nach einem Schädeltrauma am "Memento"-Syndrom und vergisst nach wenigen Sekunden, was gerade geschehen ist.

Diese Tragödie wird mit den Mitteln einer Komödie erzählt, die von vollendet unschuldiger Bösartigkeit und gnadenloser Konsequenz ist. Kaum entlassen, erweisen sich die beiden als nicht überlebensfähig im Alltag: In kurzer Folge arbeits- und obdachlos geworden, lösen die ungeschickten Tölpel eine Katastrophe nach der anderen aus, an der vor allem sie selbst zu leiden haben. Dom wird überfallen und schließlich ausgerechnet von dem Selbstmörder aufgenommen, der ob seiner Schuld in Tränen ausbricht. Fiona indes wähnt Dom tot und kehrt nach einem Jahr zu seinem vermeintlichen Sterbeort an der Küste zurück.

Das alles erzählt das Regie-Trio als vorwiegend bühnenhaftes Clowns-Stück, das fast jede Szene als Vignette entfaltet, in der sich die Naivlinge mit der Tücke des Objekts oder den Unzulänglichkeiten des eigenen Handicaps herumschlagen. Zwischenzeitlich glaubt man, der unvergessene Jacques Tati sei auferstanden, so ungerührt, ernsthaft und dialoglos wird der Humor zelebriert. Dazwischen blitzt der halsbrecherische Slapstick eines Buster Keaton auf. Liebevolle Details und eine klasse Mise-en-Scène bieten das Podium für ein Lustspiel, das fast ausschließlich durch das Spannungsverhältnis von Komik und Tragik funktioniert. Die stilvolle Posse fällt in jeder Hinsicht aus der Zeit, denn nicht nur der Retro-Look mit seinen betont grellen Farben und Formen, sondern die gesamte Machart ist untypisch für zeitgenössisches Kino und nicht nur deshalb ein Genuss. Ganz große Kunst.

tk.

Darsteller:  Dominique Abel   als Dom
  Fiona Gordon   als Fiona
  Philippe Martz   als Der Selbstmörder
  Bruno Romy   als Der Schokocroissant-Dieb
 
Regie:  Dominique Abel  
  Fiona Gordon  
  Bruno Romy  
Buch:  Dominique Abel  
  Fiona Gordon  
  Bruno Romy  
Kamera:  Claire Childéric  
Produzent:  Marin Karmitz  
  Nathanaël Karmitz  
  Charles Gillibert  
 

Rumba in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter