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Rush Hour 3

Dritter Auftritt des Copduos Carter & Lee, das die Actionkomödie aus Hollywood auch auf französischem Territorium überzeugend vertritt.


Rush Hour 3

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.12.2007

Action/ Komödie

USA 2007
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Jackie Chan
Chris Tucker
Max von Sydow

Regie: Brett Ratner
Warner Home Video Germany

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Im dritten Hit-Arrangement von Chaos, Komik und Mega-Action verschlägt es Chris Tucker und Jackie Chan nach Frankreich und der China-Mafia die Sprache.

Dumm gelaufen: Carter und Lee in der Klemme (Foto: Warner) Großansicht

Dumm gelaufen: Carter und Lee in der Klemme (Foto: Warner)

Witzige Pärchenbildung ist eine Säule der Actionkomödie, aber ein Dreierpack ist bei solchen Duos rar. Doch diese Kombi aus Hongkong- und Westküsten-Cop, aus höflich-bescheidenem Karatekünstler und nonstop geöffnetem Großmaul hat es geschafft - und das mit steigender Bilanz. In den USA knackte "Rush Hour" 1998 die 100-Millionen-, drei Jahre danach "Rush Hour 2" die 200-Millionen-Hürde.

Die Erwartungen sind also hoch, das investierte Budget auch, doch dieser flotte Dreier löst das Versprechen seiner Vorgänger auch ein. Und das in der Stadt der Liebe. Bevor aber Paris und die französische Kulturnation durch den Besuch der Cops erschüttert werden, präsentiert sich in den USA der neue Gegner.

Carter hat stets ein Showgirl zur Hand (Foto: Warner) Großansicht

Carter hat stets ein Showgirl zur Hand (Foto: Warner)

Das Abenteuer beginnt intensiv

Consul Han hält bei einem Gipfel zur internationalen Verbrechenskämpfung eine Rede über die chinesischen Triaden, die eine weltweite Bedrohung darstellen. Hans wichtigste Entdeckung aber bleibt ein Geheimnis, denn Attentäter schicken ihn auf die Intensivstation und damit Inspector Lee mit Detective Carter in das dritte gemeinsame Abenteuer.

Nach missverstandener Recherche in einem Karatestudio, die ein Martial-Arts-Riese schlagkräftig zu beenden versucht, fliegt das Duo nach Paris, wo die Triaden bereits eine Reihe französischer Agenten aus dem Verkehr gezogen haben.

Autsch, das tut doch weh! (Foto: Warner) Großansicht

Autsch, das tut doch weh! (Foto: Warner)

Gerecht geteilt

"Teilen wir uns auf, ich übernehme die Frauen", eröffnet Carter gewohnt kontaktfreudig die Ermittlungen, tarnt sich später, umringt von Pariser Showgirls, als neuer Kostümdesigner, der das Eis sofort zu brechen versteht: "Zieht erst mal alles aus". Die Rollen sind also wieder klar verteilt. Tucker ist der Spruchbeutel, der Baggerkönig, der Mann, der mit seinem losen Mundwerk Chaos stiftet.

Chan ist der zurückhaltende Ausputzer, der mit seinen Fäusten allerdings eine immer noch virtuose Kampfsprache spricht. Zwischen diese gegensätzlichen Pole gerät ein Pariser Polizist (Roman Polanski), der seine mangelnde Gastfreundschaft bitter büßen muss, und natürlich eine Flut von Halsabschneidern und Killern, die im Auftrag der Triaden die Zwei zu Brei schlagen wollen.

Reynard hält Genevieve in Schach (Foto: Warner) Großansicht

Reynard hält Genevieve in Schach (Foto: Warner)

In der Stadt der Liebe fliegen die Fäuste

Erwartungsgemäß gibt es in Frankreichs Liebesmetropole auch die schönsten Frauen. Einige suchen die Action im Bett, andere im Zweikampf. Besonders Chan hat es wieder einmal mit einer gefährlich messerscharfen Dame zu tun, doch auch er bekommt endlich, was ein Kuss im Vorgänger andeutete.

Diese in puncto Action und Amouren groß auffahrende Fortsetzung erfüllt eben Wünsche - vor und auf der Leinwand.

Rush Hour 3

Auf ihrer dritten Action-Comedy-Tour überprüfen Jackie Chan und Chris Tucker die Hierarchie der chinesischen Triaden und die Gastfreundschaft der Franzosen.

Knackig, kurzweilig, krisensicher präsentiert sich Brett Ratners Beitrag zum diesjährigen Trilogiefieber, zeigt sich weitgehend resistent gegen die Verschleißerscheinungen des Action und Komik verbindenden Kumpelkinos. Drehbuchautor Jeff Nathanson, wie Regisseur Ratner ein Veteran der Reihe, bleibt dem Erfolgskonzept treu, Party über Plot zu setzen.

So bestimmt Chris Tucker gleich im Eingangsbild den Ton, wenn er als zum Ampeldienst degradierter Ex-Detective Carter mit Prince im Ohr den Verkehrsfluss sabotiert. Carters alter Kampfgefährte, Hongkong-Cop Lee (Jackie Chan) spielt gleichzeitig Bodyguard für den chinesischen Botschafter, der fast einem Anschlag zum Opfer fällt, als er vor dem internationalen Strafgerichtshof die Identität des legendären Triadenbosses Shy Shen lüften will. Eine durch das Attentat ausgelöste Verfolgungsjagd mit riskantem Freeway-Crossing und eine anschließende Kollision mit den Triaden in einem Krankenhaus zeigen die Perfektion in Timing, Schnitt, Dynamik und Actionkreativität, die "Rush Hour 3" nicht nur auf amerikanischen Boden bietet. Die Spur Shy Shens führt schließlich nach Paris. Dort versucht ein französischer Flic (kleiner Auftritt von Roman Polanski) mit Telefonbuchschlägen und Rektaluntersuchung die Kollegen zur Rückkehr zu bewegen, ohne die Ermittlungen des Teams langfristig behindern zu können. Chan hat es in der Folge mit einem zur dunklen Seite gewechselten Jugendfreund und dessen Messer werfenden Killerin zu tun, Tucker versucht im Casino sofort sein Glück bei einem verführerischen Dekolleté, hinter dem sich der vom französischen Top-Model Noémie Lenoir verkörperte Schlüssel zum Geheimnis von Shy Shen verbirgt.

Abgeschlossen wird der selbstbewusst komplikations- und inhaltsreduzierte Fall auf den Stahlträgern des Eiffelturms, wo einen Tick zu lang, aber in überzeugender Harmonie von Realdreh und Effektbearbeitung geprügelt, geturnt und sogar geflogen wird. Wie schon in den Vorgängern übernimmt Tucker mit Worttiraden in Sopranhöhe und in gleicher Stimmlage vorgetragenen Hitcovern (etwa Roberta Flacks "The Closer I Get To You") den komischen Part des Flirtprofis und Kulturtrampels, während Chan auch mit reduzierter Agilität die Actionsequenzen stemmt. Heimlicher selbstironischer Humorhit aber ist Yvan Attals Taxifahrer, in dem sich Ratners Republikanerkritik spiegelt, wenn der anfangs amerikafeindliche Franzose am Ende durch seinen ersten letalen Abschuss zum echten Amerikaner wird. kob.

Darsteller:  Jackie Chan   als Chefermittler Lee
  Chris Tucker   als Detective James Carter
  Max von Sydow   als Reynard
  Hiroyuki Sanada   als Kenji
  Yvan Attal   als George
  Youki Kudoh   als Jasmine
  Noemie Lenoir   als Genevieve
  Jingchu Zhang   als Soo Yung
  Tzi Ma   als Ambassador Han
  Dana Ivey   als Schwester Agnes
  Mia Tyler   als Marsha
 
Regie:  Brett Ratner  
Buch:  Jeff Nathanson  
Musik:  Lalo Schifrin  
Kamera:  J. Michael Muro  
Produzent:  Arthur Sarkissian  
  Roger Birnbaum  
  Jonathan Glickman  
  Jay Stern  
  Andrew Z. Davis  

Brett Ratner dreht Beverly Hills Cop 4

Aller guten Dinge sind vier: Nach "Rambo", "Indiana Jones" und "Stirb langsam" bekommt "Beverly Hills Cop", ein weiteres Hitfranchise der 80er Jahre, einen vierten Teil spendiert - mit Brett Ratner auf dem Regiestuhl.

Will sein angeschlagenes Image aufpolieren: Brett Ratner (Foto: Kurt krieger) Großansicht

Will sein angeschlagenes Image aufpolieren: Brett Ratner (Foto: Kurt krieger)

Dass die alten Helden Hollywoods noch nicht ausgedient haben und immer noch gut für kräftigen Umsatz an den Kinokassen sind, haben in der jüngsten Vergangenheit gestandene Recken wie Bruce Willis und Sylvester Stallone bewiesen. Seit geraumer Zeit möchte auch Eddie Murphy die Schmach des missglückten dritten Teils der "Beverly Hills Cop"-Reihe wettmachen.

Jetzt scheint die Quasselstrippe ihrem Ziel einen bedeutenden Schritt näher gekommen zu sein. Nachdem die Filmbosse des Hollywood-Studios Paramount bereits mit mehreren Regiekandidaten gesprochen hatten, fiel jetzt ihre Wahl auf Brett Ratner, den Spezialisten für Actionkomödien.

Geht die Wiedergutmachung in die Hose?

Der Filmemacher hat bei seinen Fans und Kritikern einiges wieder gut zu machen. Seine beiden letzten Werke "X-Men: Der letzte Widerstand" und "Rush Hour 3" konnten nicht überzeugen. Eine gelungene Leistung würde allerdings zwei angeschlagene Karrieren wieder in Schwung bringen: die des Florida-Sohnes und die von Eddie Murphy. Problematisch sehen Kritiker nur das erneute Fehlen von Produzentenpapst Jerry Bruckheimer. Seitdem dieser seine Finger nicht mehr im "Beverly Hills Cop"-Spiel hat, ging es bergab mit der Filmreihe. Viele solcher Ausrutscher sollte sich ein Studio nicht leisten...

 

Rush Hour 3 in der Fotoshow

 

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