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S.F.W. - So Fucking What?

Böse Mediensatire: Prolet Cliff Spab avanciert als Überlebender eines Geiseldramas mit dem Motto "So Fucking What" zum Fernsehhelden, bis eine Attentäterin ihn niederschießt und seine Position übernimmt.


S.F.W. - So Fucking What?

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Erhältlich seit:
14.01.2005

Originaltitel: S.F.W.

Komödie/ Drama

USA 1994
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

Stephen Dorff
Reese Witherspoon
Jake Busey

Regie: Jefery Levy
Warner Home Video Germany

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"S.F.W." steht für "So Fucking What". Dieses Motto macht sich der 20jährige Prolet Cliff Spab zu eigen und avanciert damit über Nacht zum amerikanischen Fernsehhelden. Grund: Er und eine verwöhnte Göre aus reichem Hause sind die einzigen Überlebenden eines blutigen Geiseldramas. Als der Quotenheld wenig später von einem Mädchen niedergeschossen wird, jubilieren die TV-Produzenten erneut: nun bauen sie kurzerhand die Attentäterin zum neuen Medienstar auf.

Nach Oliver Stones blutrünstiger Mediensatire "Natur Born Killers" schlägt sein junger US-Kollege Jefery Levy in dieselbe Kerbe und präsentiert mit seinem dritten Spielfilm eine weitere spektakuläre Satire aus der Fernsehwelt. Obwohl das komödiantische Element etwas zu kurz kommt, dürfte der Film dank seiner hochbrisanten Thematik und einem großartig überdrehten Stephen Dorff ("Backbeat") vor allem das nach Tarantino-ähnlichen Stoffen süchtige Publikum vollauf zufriedenstellen.

Nicht nur renommierte Regisseure wie Oliver Stone oder Robert Redford haben sich in der jüngsten Vergangenheit kritisch mit dem Medium Fernsehen auseinandergesetzt. Auch "S.F.W.", der dritte Spielfilm von Jefery Levy, schlägt in die Kerbe von Stones "Natural Born Killers": Er greift den Zuschauer frontal an und versetzt ihn in Angst und Schrecken. Seine brutale Medienschelte erreicht zwar nur selten inszenatorische Brillanz, könnte aber angesichts ihrer noch immer hochbrisanten Thematik insbesondere eingefleischte Tarantino-Fans in die Kinos locken. "S.F.W." steht für "So Fucking What", was milde übersetzt etwa "Scheißegal" heißt. Dieses Motto macht sich der 20jährige Prolet Cliff Spab zu eigen und avanciert damit über Nacht zum modernen amerikanischen Fernseh- und damit auch zum Volkshelden. Grund: Er und die gleichaltrige Wendy Pfister, verwöhntes Töchterlein aus reichem Hause, sind die einzigen Überlebenden eines Geiseldramas, das sich 36 furchtbare Tage lang in einem Supermarkt abspielte. Auch nach dem Spektakel geht für Cliff und Wendy der Medienrummel weiter. Während die beiden traumatisierten Kids wie dressierte Affen von einer Show zur nächsten gereicht werden, entpuppt sich insbesondere Cliff dank seines makaberen No-Future-Humors als Quotenrenner. Just in dem Moment, als das Publikumsinteresse an dem Helden mit der profanen "S.F.W."-Philosophie nachzulassen beginnt, wird Spab von einem Mädchen über den Haufen geschossen. Die TV-Produzenten jubilieren: Ein neuer Star mit der Weisheit "Alles ist wichtig" ist geboren. Wie Stone stellt auch Jefery Levy ein junges Pärchen in den Mittelpunkt seiner Story. Doch in "S.F.W." treten die Protagonisten nicht als Killer, sondern als Opfer ins Rampenlicht. Levy spart dabei nicht mit effekthascherischen Schaueffekten, auch bei ihm spritzt der rote Saft meterweit. So kann man diesem Film vorwerfen, ins Spekulative zu verfallen und dabei das satirische Element zu vernachlässigen. Obwohl sich "Backbeat"-Star Stephen Dorff und seine Partnerin Reese Witherspoon bei dem Versuch mühen, ihren Figuren Tiefe zu verleihen, wirken sie doch wie Comic-Figuren, die keine Bindung zur Realität haben. Trotzdem übt "S.W.F." eine Faszination aus - jene gefährliche Mischung aus schaulustigem Voyeurismus und blankem Entsetzen, das immer dann auftritt, wenn man sich selbst beim unreflektierten Zugucken ertappt. lasso.

Darsteller:  Stephen Dorff   als Cliff Spab
  Reese Witherspoon   als Wendy Pfister
  Jake Busey   als Morrow Streeter
  Joey Lauren Adams   als Monica Dice
  Pamela Gidley   als Janet Streeter
  David Barry Gray   als Scott Spab
  Jack Noseworthy   als Joe Dice
  Richard Portnow   als Gerald Parsley
  Edward Wiley   als Bob Spab
  Lela Ivey   als Mrs. Spab
  Natasha Gregson Wagner   als Kristen
  Annie McEnroe   als Dolly
  Virgil Frye   als Earl
  Francesca P. Roberts   als Kim Martin
  Oh Soon-Teck   als Milt Morris
  Blair Tefkin   als Allison Ash
  Steven Antin   als Dick Zetterland
  Melissa Lechner   als Sandy Hooten
  Lenny Wolpe   als Phil Connors
  Natalie Strauss   als Rita Connors
  Tobey Maguire   als Al
  Amber Benson   als Babs Wyler
  China Kantner  
  Caroline Barclay   als Mindy Lawford
  Gary Grossman  
  Frank Collison  
  Ben Slack   als Bürgermeister
  Gary Coleman   als Gary Coleman
 
Regie:  Jefery Levy  
Buch:  Danny Rubin  
  Jefery Levy  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Peter Deming  
Produzent:  Dale Pollock  
 

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