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S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

Cleverer und fesselnder High-Tech-Actionthriller nach der gleichnamigen TV-Serie, in dem eine Elite-Einheit der L.A.P.D. bei einem Verbrechertransport unter schwersten Beschuss gerät.


S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

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Erhältlich seit:
14.11.2006

Originaltitel: S.W.A.T.

Action/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 16

Samuel L. Jackson
Colin Farrell
Michelle Rodriguez

Regie: Clark Johnson
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Allein die Besetzung mit Colin Farrell, Samuel L. Jackson, Michelle Rodriguez, LL Cool J und Olivier Martinez ist eine solche Powermischung, dass ein Actionspektakel garantiert ist.

Das Eliteteam: Colin Farrell, Brian Van Holt und Michelle Rodriguez (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Das Eliteteam: Colin Farrell, Brian Van Holt und Michelle Rodriguez (Foto: Columbia TriStar)

Was ein Hit wird, bestimmen die Zuschauer. Und die machten schon die Krimiserien der 70er zum Kult, der bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

Ein Traumstoff also für Hollywood. "S.W.A.T - Die Spezialeinheit" überzeugte in den USA Publikum und Kritik gleichermaßen, konnte sich gegen eine starke Konkurrenz in den Kinos durchsetzen und spielte rund 110 Millionen US$ ein.

Dabei bietet das adrenalintreibende Actionfeuerwerk um die berühmte Elite-Einheit von Los Angeles den Zuschauern nicht nur eine spannende Story, sondern liefert auch einen Blick hinter die Kulissen von der knallharten Auswahl des Teams bis zum nervenaufreibenden Alltag, in dem nicht nur gegen ausgebuffte Kriminelle, sondern auch gegen die Schikanen der Vorgesetzten gekämpft werden muss.

Vor S.W.A.T. Polizisten ist kein Verbrecher sicher (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Vor S.W.A.T. Polizisten ist kein Verbrecher sicher (Foto: Columbia TriStar)

Zurück auf Anfang

Drehbuchautor David Ayer ("Training Day") beweist erneut sein Gespür fürs Polizeimilieu. Und Regisseur Clark Johnson sorgt in seinem Kinoerstling mit gekonnten Handkameraszenen für packenden Realismus. Anstatt ihre Helden durch ein sinnloses Actiongetöse zu schleusen, führen die Filmemacher ihre Figuren sorgfältig ein.

Im Zentrum des Geschehens steht der junge Polizist Jim Street, der nach einer umstrittenen Geiselbefreiung aus der Top-Einheit gefeuert wird. Doch dann gibt ihm der schon legendäre SWAT-Teamführer Hondo eine neue Chance in einem neuen Team. Zwar muss er sich dafür noch einmal durch die ganze harte Grundausbildung quälen, er findet sich jedoch in einem Team wieder, das unschlagbar scheint.

S.W.A.T. Mitglieder Deacon und Jim Street im Einsatz (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

S.W.A.T. Mitglieder Deacon und Jim Street im Einsatz (Foto: Columbia TriStar)

Geld vom Franzosen

Und schon bald wartet eine fast nicht zu bewältigende Bewährungsprobe auf sie: Denn während die SWAT-Mitglieder in ihren Alltagseinsätzen stecken, fasst die Polizei einen französischen Gangsterboss - eine kleine Hommage an den Thriller-Klassiker "French Connection".

Doch der Top-Häftling ("Untreu"-Beau Olivier Martinez) hat für seine Befreiung eine Belohnung von 100 Mio. Dollar ausgesetzt, und so ist hinter seinem Transport eine Bande bewaffneter "Kopfgeldjäger" her, die unglaubliches Chaos in den Straßen von L.A. anrichten.

Festgesetzt: Drogenbaron Montel (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Festgesetzt: Drogenbaron Montel (Foto: Columbia TriStar)

Jung und cool

Passend zur Geschichte vereint die Besetzung aufstrebende Jungstars wie Michelle Rodriguez ("Fast & Furious"), LL Cool J, Olivier Martinez oder Colin Farrell ("Nicht auflegen!") als Jim Street. Der hartgesottene Hondo wird gespielt von Coolness-Ikone Samuel Jackson.

Glaubwürdige Figuren und ein cleveres Drehbuch stehen hinter diesem spektakulären Actionthriller, der sich für eine ungewöhnliche Fortsetzung empfiehlt: Zum Kinofilm wird wieder eine Fernsehserie produziert.

S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

"S.W.A.T." ist sozusagen die Bezeichnung für die Navy SEALS Abteilung der amerikanischen Polizeikräfte, die "Special Weapons and Tactics"-Elite-Einheit für gefährliche Sonderaufträge, die High-Tech-Waffen und speziell ausgebildeter Anti-Terror-Spezialisten bedürfen. Außerdem ist "S.W.A.T." eine mäßig erfolgreiche TV-Serie der Siebziger, die Cop-Movie-Spezialist David Ayer ("Dark Blue", "Training Day") und David McKenna ("Blow", "American History X") nun zum Drehbuch von Clark Johnsons testosteron- und adrenalintreibendem Regiedebüt inspirierte, das vom Original jedoch lediglich Ausgangssituation und Score entleiht.

Als Regisseur zahlreicher Serien im US-Fernsehen hat sich Johnson einen Namen gemacht. Mit seinem hochbudgetierten Erstling kocht er nun erstmals auf hoher Flamme - und findet die richtige Temperatur für ein Cop-Action-Thriller, der zwar das Genre nicht neu erfindet, doch gemessen an den grenzwertigen Gewaltorgien à la "Bad Boys 2" über weite Strecken selbst mit zwei ausgedehnten und bisweilen überkochenden Actionsequenzen eine - sogar an der Realität messbare - Glaubwürdigkeit und Natürlichkeit findet.

Diese bestimmt insbesondere die erste Stunde von "S.W.A.T.", in der sich eine Sondereinheit der "Special Weapons and Tactics" um den "pretty bad boy" Jim Street alias Colin Farrell zusammenfindet. Dessen leicht reizbarer Ex-Partner Brian (Jeremy Renner) hat, wie der dramatische Prolog zeigt, ein paar Jährchen zuvor beim Beenden eines Banküberfalls versehentlich eine Geisel angeschossen und wurde daraufhin von Captain Thomas Fuller (Larry Pointdexter) vom Polizeidienst suspendiert. Jim dagegen ließ sich für den Preis von Brians ewiger Feindschaft in der Hoffnung auf eine zweite Chance vorübergehend hinter den Schreibtisch verbannen. Nun erregt er die Aufmerksamkeit des coolen Sergeants Dan "Hondo" Harrelson (Samuel L. Jackson), der ein frisches S.W.A.T.-Team zusammenstellen soll, und - um seinem früheren Partner Fuller eins auszuwischen - umgehend den smarten Street ganz oben auf seine Liste setzt. Die weiteren muskulösen Kandidaten sind James Todd Smith alias LL Cool J, Brian van Holt, Josh Charles und Michelle "Girlfight" Rodriguez als überhaupt erste Frau in einer S.W.A.T.-Einheit. Das entsprechend der unterschiedlichen Charaktere angelegte Konfliktpotential wird von Johnson jedoch nur angedeutet, er konzentriert sich stattdessen auf die Ausbildung der Gruppe, die Inszenierung verschiedener Testsituationen, bis hin zu einer in Echtzeit gefilmten Simulation einer Flugzeug-Entführung. Bis hierhin tragen Schauspieler und Figuren das Unternehmen - erst mit dem Auftauchen des gesuchten Schwerverbrechers Alex Montel (der "Untreue" Olivier Martinez) wechselt Johnson die Tonlage vom eher episodischen Erzählcharakter zum Actionszenario: Hondos Team soll den Transfer Montels in die staatliche Vollzugsanstalt sichern. Nachdem der jedoch bei seiner Festnahme vor laufender Kamera 100 Millionen Dollar auf seine Befreiung aussetzt, bricht kurz nach Start des High-Tech-gesicherten Konvois das Höllenkommando der "Kopfgeldjäger" los - erst recht, als sich der immer noch verbitterte Brian und ein ambitioniertes S.W.A.T.-Mitglied wie zu erwarten als Verräter entpuppen. Aber auch dabei hält Johnson trotz aller Vorhersehbarkeit des Plots noch die ein oder andere überraschende Wendung bereit.

Weshalb man ihm auch den ein oder anderen mit saftigen Klischees gewürzten Dialog nachsieht: Die ausgesprochen menschlichen, geradezu "normalen" Charaktere wirken dennoch stets wie Cops, die ihren Job ausüben, durchaus fehlbar sind und ihren Feierabend bei Frau und Kindern bzw. Kindern und einer Flasche Bier verbringen. Den Rest besorgt der effektiv zusammengestellte Soundtrack mit Songs von den Rolling Stones, Jimi Hendrix oder Apollo Four Forty. Selbst wenn das Drehbuch über die unzähligen Einschusslöcher des Finales hinaus zuweilen Leerstellen aufweist, bleibt "S.W.A.T." am Ende ein erfreuliches "Old school"-Beispiel für gut verdauliche Genrekost, bei der die Action zur Abwechslung aus der Story heraus motiviert ist - und nicht umgekehrt. cm.

S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

Jim Street (Colin Farrell) ist ein L.A.P.D.-Officer, der nach einer Degradierung nur noch einen Büro-Job hat. Er ergreift seine zweite Chance, als der Kommandant Hondo (Samuel L. Jackson) fünf erstklassige Polizisten für ein neues Team sucht: Jim erhält die Uniform der S.W.A.T. (Special Weapons and Tactics) Elite-Einheit! Nach wochenlangem, radikalem körperlichen Training erhalten die Rekruten umgehend ihre erste, höchst brisante Aufgabe: Ein berüchtigter Drogenbaron (Olivier Martinez, "Untreu"), bietet dem, der ihn aus dem Polizeigewahrsam befreien kann, eine Belohnung von 100 Millionen Dollar. Während das S.W.A.T.-Team den Transport des Drogenbarons aus der Stadt hinaus begleitet, um ihn in die Hände der Regierung zu übergeben, heftet sich eine Bande von äußerst gefährlichen und extrem bewaffneten "Kopfgeldjägern" an ihre Fersen.

Kurzbewertung:
Ein adrenalintreibendes Actionfeuerwerk von Regisseur Clark Johnson! Neben Samuel L. Jackson (xXx - Triple X) und Colin Farrell (Daredevil) u. a. Michelle Rodriguez (Girlfight), Rapstar LL Cool J und Brian Van Holt (Black Hawk Down). Der explosive Thriller basiert auf der 70er-Jahre-TV-Serie S.W.A.T. - Die knallharten Fünf.

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Samuel L. Jackson   als Sgt. Dan "Hondo" Harrelson
  Colin Farrell   als Jim Street
  Michelle Rodriguez   als Chris Sanchez
  LL Cool J   als Deacon "Deke" Kaye
  Josh Charles   als T.J. McCabe
  Jeremy Renner   als Brian Gamble
  Brian Van Holt   als Michael Boxer
  Olivier Martinez   als Alex Montel
  Reg E. Cathey   als Lt. Greg Velasquez
  Larry Poindexter   als Capt. Thomas Fuller
  Page Kennedy   als Travis
 
Regie:  Clark Johnson  
Buch:  David Ayer  
  David McKenna  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Kamera:  Gabriel Beristain  
Produzent:  Dan Halsted  
  Neal H. Moritz  
  Chris Lee  

"Ich wollte immer einen coolen Cop abgeben"

In Hollywood hat sich der taffe Schauspieler bereits ganz nach oben gearbeitet. Nun beweist Samuel L. Jackson als Teamleader der S.W.A.T.-Einheit erneut, dass er zu Recht in der ersten Liga spielt.

Eine beeindruckende Hollywoodgröße: Samuel L. Jackson (Foto: Fox) Großansicht

Eine beeindruckende Hollywoodgröße: Samuel L. Jackson (Foto: Fox)

» Was reizte Sie daran, in S.W.A.T. mitzuspielen?

SAMUEL L. JACKSON

: Ich hatte einfach Lust ein Popcorn-Movie zu machen. Ich habe es satt, mir dauernd zu überlegen, ob eine Story genügend Tiefgang und Bedeutung hat, um die Rolle anzunehmen, oder nicht. Ich mache das, wonach mir gerade ist.

» Verbinden Sie mit dem Film irgendwelche Erinnerungen?

Schon als Kind haben mich Polizeifilme dieser Art fasziniert. Meine Freunde und ich wollten immer mal so einen coolen Polizisten abgeben wie in diesen Filmen. Da gibt es die Bösen und die Guten. Die Grenzen sind klar abgesteckt. Ganz einfach.

Actionreiches Spektakel in "S.W.A.T." mit Colin Farrell (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Actionreiches Spektakel in "S.W.A.T." mit Colin Farrell (Foto: Columbia TriStar)

"MAN HAT SCHON EINE GEWISSE VORBILDFUNKTION"

» Wie war für Sie als etablierter Star die Zusammenarbeit mit den jungen, am Beginn ihrer Karriere stehenden Kollegen?

Sie sind zwar alle ein ganzes Stück jünger als ich, aber alles fantastische, professionelle Schauspieler. Und die meisten kenne ich aus früheren Projekten: Mit LL Cool J spielte ich in "Deep Blue Sea", Brian Van Holt war in "Basic" dabei.

Josh Charles kenne ich aus seinen TV-Shows - außerdem spielen wir zusammen Golf. Mit Michelle Rodriguez bin ich schon lange privat bekannt. Und Colin Farrell ist mit seinen vier Nummer-Eins-Hits bereits ein richtiger Star.

Regisseur Clark Johnson gibt Jackson am Set von "S.W.A.T." letzte Instruktionen (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Regisseur Clark Johnson gibt Jackson am Set von "S.W.A.T." letzte Instruktionen (Foto: Columbia TriStar)

» Hatten Sie als Ältester auch am Set die Rolle des Teamleaders?

Klar, schließlich habe ich auch am meisten Geld bekommen! [lacht] Nein, aber man hat schon eine gewisse Vorbildfunktion und wird von Kollegen und Produzenten anders behandelt. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass ich weitaus mehr Filme gemacht habe als alle, die an "S.W.A.T. - Die Spezialeinheit" beteiligt waren - egal ob Regisseur, Produzent oder Schauspielkollegen. Du weißt einfach, wie der Hase läuft.

» Wie ist Ihre Erinnerung an die TV-Serie. War Sie wichtig für Ihre Vorbereitung?

Wir haben sie vor und während des Drehs angeschaut. Ich persönlich kenne sie noch aus dem Fernsehen. Die anderen waren da ja zum Teil noch nicht mal geboren. Aber das einzige, was im Film geblieben ist, sind die Namen der Figuren und die Thematik.

Gefordert in "Rules - Sekunden der Entscheidung" (Foto: Buena Vista) Großansicht

Gefordert in "Rules - Sekunden der Entscheidung" (Foto: Buena Vista)

"WIR HABEN GELERNT, WIE MAN MENSCHEN UND SEIN TEAM BESCHÜTZT"

» Bestand nie die Gefahr, lediglich eine Kinoversion der Fernsehserie zu machen?

Wir hatten ja eine ganz andere Ausgangssituation. Die S.W.A.T.-Einheit hat sich seit ihrer Gründung in den 70ern weiterentwickelt, vor allem was Technologie, Vorgehensweise und Equipment betrifft. Die Serie war damals spannend, weil sie den Leuten zum erstenmal eine ungewöhnliche, sehr professionelle und spezialisierte Art von Polizeiarbeit zeigte.

Heute wissen alle, was S.W.A.T. ist. Deshalb gewichteten wir die Story des Kinofilms anders, zeigen nicht nur die Jagd nach dem Bad Guy, sondern das Zusammenstellen eines neuen Teams, die harte Ausbildung, der sich jedes Mitglied unterziehen muss, und wie es im Privatleben der Figuren aussieht. So kann sich der Zuschauer besser in die Personen einfühlen.

Nur im Film ist eine Frau Teil der S.W.A.T.-Elite (Foto: Columbia) Großansicht

Nur im Film ist eine Frau Teil der S.W.A.T.-Elite (Foto: Columbia)

» Wie empfanden Sie die "Ausbildung" zu einem S.W.A.T.-Mitglied?

Das war cool. Wir verbrachten zwei Wochen in der S.W.A.T.-Schule, durften mit echten Waffen schießen, jagten allerlei Ziele in die Luft, lieferten uns nervenaufreibende Katz-und-Maus-Spiele, lernten, wie man Gebäude stürmt und wie man Menschen und sein Team beschützt. Das hat riesig Spaß gemacht und uns als Gruppe eng zusammen geschweißt.

» Haben Sie schon mal einen Film nur des Geldes wegen gemacht?

Wie soll ein Schauspieler auf diese Frage antworten? Natürlich sagen die meisten erst mal nein. Aber ich glaube schon, dass jeder ab einer gewissen Summe käuflich und für fast alles zu haben ist. Einem jungen, noch wenig erfolgreichen Schauspieler dürfte es egal sein, ob er den Film nun 100%ig mag oder nicht. Du brauchst nun mal Geld zum Leben. So war's damals auch bei mir.

Samuel L. Jackson als gläubiger Killer im Kultfilm "Pulp Fiction" (Foto: Buena Vista) Großansicht

Samuel L. Jackson als gläubiger Killer im Kultfilm "Pulp Fiction" (Foto: Buena Vista)

"BEI EINER TOLLEN STORY SPIELT DIE GAGE KEINE ROLLE"

» Und später, nachdem Sie sich als Hollywood-Star etabliert hatten? Wie suchen Sie sich heute Ihre Rollen aus?

Ich lese die Drehbücher und gehe dabei immer vom Kinozuschauer aus, frage mich, ob ich für diese Story ein Kinoticket kaufen würde oder nicht. Dann spielt der Charakter der Figur eine ausschlaggebende Rolle. Wenn ich feststelle, dass Rolle X viel besser zu mir passen würde als Rolle Y, die mir angeboten worden ist, dann will ich natürlich nicht Y sondern X spielen.

Entweder die Produzenten akzeptieren das dann oder nicht. Und es kommt natürlich immer darauf an, wie sehr mir ein Projekt am Herzen liegt. Habe ich zwei Projekte zur Auswahl, die mir nicht so viel bedeuten, dann entscheide ich mich für das, das mehr Geld bringt. Handelt es sich jedoch um ein Projekt, das mir aufgrund der tollen Story oder des Regisseurs gut gefällt, spielt die Höhe der Gage keine Rolle.

"S.W.A.T.": Unterwegs in gefährlicher Mission (Foto: Columbia) Großansicht

"S.W.A.T.": Unterwegs in gefährlicher Mission (Foto: Columbia)

» Welche Art von Filmen wollen Sie noch machen?

Ich denke immer an die Filme, die ich als Kind gerne mochte und habe die Genres und meine Rollen immer danach ausgesucht. Was noch fehlt, was ich gerne machen würde, ist ein Western. Außerdem wollte ich immer einen Piratenfilm machen.

Aber jetzt, nach "Star Wars", bin ich nicht so scharf darauf, schon wieder mit einem Schwert hantieren zu müssen. Ich bin ganz froh, dass ich dieses Schwert endlich los bin. Außerdem würde ich gerne so etwas wie "The Texas Chainsaw Massacre" machen. Ich liebe Slasher Movies.

Ein gewaltiges Fernsehprogramm in "Jackie Brown"? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ein gewaltiges Fernsehprogramm in "Jackie Brown"? (Foto: Buena Vista)

"GEWALT IST TEIL DES ENTERTAINMENT"

» Was sind ihre Lieblingsfilme?

"Hard-Boiled" von John Woo finde ich großartig. Außerdem sammle ich Hong Kong Actionfilme, v.a. von den Shaw Brothers, die ich viel in den 60ern und 70ern angeguckt habe. Ich habe immer zehn bis 15 Stück in meiner Reisetasche, damit ich sie überall anschauen kann.

» Was sagen sie zu der verbreiteten Meinung, Amerika sei eine Gun Society?

Klar haben wir viele Waffen. Das haben Sie ja in "Bowling for Columbine" gesehen. Und es ist auch korrekt, Amerika als Gun Society zu bezeichnen. Aber wenn ich mir die Nachrichten ansehe und über Krisengebiete - egal ob in Somalia, Jerusalem oder sonst wo - berichtet wird, dann siehst du, dass jeder Idiot mit dem Maschinengewehr rumläuft. Dass jeder seinen Platz auf der Welt mit einem Gewehr verteidigt. Und wenn ich das Pauschalurteil höre, die Amerikaner würden so gewalttätige Filme machen, kann ich nur lachen.

Es sind nicht nur amerikanische Filme, die so extrem viele Waffen zeigen. Es ist also absoluter Quatsch, nur Amerika dafür zu verurteilen. Gewalt ist Teil des Entertainment.

» Wie fühlen Sie sich mit einer Waffe in der Hand?

Das ist ein unbeschreiblich cooles Gefühl. Ich bin mit Waffen aufgewachsen. Es ist unamerikanisch, keine Waffe zu haben.

 

S.W.A.T. - Die Spezialeinheit in der Fotoshow

 

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