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Sahara - Abenteuer in der Wüste

Unterhaltsame, actiongeladene Schatzsuche in der Sahara, nach den Romanen von Clive Cussler.


Sahara - Abenteuer in der Wüste

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.10.2005

Originaltitel: Sahara

Action/ Abenteuer

USA 2004
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 16

Matthew McConaughey
Steve Zahn
Penélope Cruz

Regie: Breck Eisner
Universum Film

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Prächtige Szenerien, waffen- und wortgewandte Helden, spektakuläre Action und leichtfüßige Komik - "Sahara" bietet eine Wundertüte für zwei Stunden Kinospaß.

Die Drei stürzen sich ins Abenteuer (Foto: Universum (Buena Vista)) Großansicht

Die Drei stürzen sich ins Abenteuer (Foto: Universum (Buena Vista))

In der Titelsequenz streift eine Kamera durch eine Schiffskajüte und enthüllt die Habseligkeiten der Helden: Fotos und Zeitungsschnipsel, archäologische Utensilien und skurrilen Krimskrams. Schon in diesen Sekunden wird klar, dass "Sahara" als Abenteuerfilm geglückt ist. Denn hier zeigt sich eine Liebe zu Detail und Charakteren, die den gesamten Film durchzieht und allen Handlungswendungen emotionale Glaubwürdigkeit verschafft.

Wer würde erwarten, dass sich ein Kanonenboot aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mitten in der Sahara wiederfindet? Das genau vermuten die Schatzsucher Dirk Pitt (Matthew McConaughey) und Al Giordino (Steve Zahn). Und als ob das nicht für genug Spannungseffekte sorgt, müssen die beiden auch noch der Ärztin Eva Rojas (Penelope Cruz) beistehen, die im afrikanischen Mali dem Ursprung einer mysteriösen Seuche nachspürt.

Cruz und McConaughey: Nicht nur im Kino sind sie ein Traumpaar (Foto: Universum (Buena Vista)) Großansicht

Cruz und McConaughey: Nicht nur im Kino sind sie ein Traumpaar (Foto: Universum (Buena Vista))

Quer durch die Wüste

Nach einer Romanserie von Clive Cussler weben die Filmemacher daraus einen Erzählteppich mit allen Elementen klassischer Kinounterhaltung: Bootsjagden und Wüstenschlachten, korrupte Militärs und stolze Tuareg-Kämpfer, Selbstironie und Romantik. Und mit seinen Seitenhieben auf die Tagespolitik sorgt der Film für den nötigen Schuss Authentizität.

Dass "Sahara" funktioniert, liegt aber nicht zuletzt an Matthew McConaughey und Steve Zahn, die sich wie ein altvertrautes Team die Bälle zuspielen. So ist der Spaß, den alle Beteiligten gehabt haben müssen, auch diesem Film anzusehen. Damit verkürzt man sich gern das Warten auf den nächsten "Indiana Jones". Oder den nächsten "Dirk Pitt".

Sahara - Abenteuer in der Wüste

Als großer Fan von Cusslers Romanen war Hauptdarsteller und Produzent Matthew McConaughey treibende Kraft bei der zwischen 80 und 100 Mio. Dollar teuren Produktion. Der Einsatz hat sich gelohnt. Nicht nur, dass McConaughey mit gefärbten Haaren, grünen Kontaktlinsen und beeindruckend durchtrainiert im Film das Kommando gibt und mit Begeisterung in die Fußstapfen von Errol Flynn tritt; "Sahara" ist ein stimmiges Vergnügen, bei dem Ton und Tempo auf den Punkt getroffen sind. Nicht zuletzt dank der blendend guten Chemie zwischen McConaughey und Penelope Cruz, die anders als Monica Belluccis Ärztin in "Tränen der Sonne" auf Lippenstift verzichtet, wobei deren Leinwandromanze bis zur letzten Einstellung warten darf.

Vor den clever inszenierten Anfangscredits - zu klassischem Soulfunk streift die Kamera durch die vier Wände und über Erinnerungsstücke der Protagonisten und lässt sich genüsslich Zeit, sie auf diese Weise vorzustellen - geht der Prolog gleich mal mit einer explosiven Rückblende an: 1865 wird ein amerikanisches U-Boot namens "Texas" vor der afrikanischen Küste versenkt, mitsamt einer Unmenge an Goldmünzen, die nunmehr Dirk Pitt (McConaughey) & Co. (Steve Zahn als Al Giordino) im Auftrag der National Underwater Marine Agency unter Leitung von William H. Macys "Admiral" aufspüren wollen. Unterwegs rettet Pitt erst einmal einer schönen Ärztin (Cruz) der Weltgesundheitsbehörde das Leben, die nach den Ursachen einer Seuche forscht. Gemeinsam nehmen sie es dann in den Bürgerkriegswirren Malis mit einem afrikanischen Despoten und einem französischen Industriellen (Lambert Wilson wieder einmal als europäischer Bösewicht) auf.

Für die komischen Momente sorgt dabei die Tatsache, dass Pitt - wie Cussler-Fans wissen dürften - permanent die Ausrüstung seines "Admirals" riskiert und seinen Sidekick und Buddy seit dem Kindergarten stets die Rechnung bezahlen lässt. Gespielt von Steve Zahn, ist Letzterer der beste Freund, den ein Held haben kann: witzig, ironisch, mutig und unermüdlich. Mit ihm erlebt Pitt jede erwartbare Verfolgungsjagd zu See, zu Lande, auf Zügen, in Hubschraubern und auf Kamelen, jeden Zweikampf, jede Explosion und einen fabelhaften Showdown in einem gestrandeten U-Boot. Die bisweilen fehlende Logik (Wie ist zum Beispiel das U-Boot in den Niger geraten? Wie nimmt der Held nur mit einer Goldmünze gleich ein ganzes Auto auseinander, um sich zu befreien?) ist nicht störend - so enthusiastisch und mit stetem Augenzwinkern sind Regisseur und Cast bei der Sache, dass man ihnen gerne abnimmt, was immer sie da anstellen, und sei es lediglich um eines Running-Gags zwischen den Jungs und ihrem Admiral willen.

Für die amüsanten Dialoge haben gleich vier Skripter Sorge getragen, was in diesem Fall ein erfreuliches Ergebnis und fabelhafte Oneliner zur Folge hatte, wie Steve Zahns "I'll go for the bomb. You get the girl!" in einer Szene, in der McConaughey mit einer Hand an einem Fabrikdach hängt. Dem Zuschauer gefällt, dass die Macher offensichtlich mit ebensoviel Spaß bei der Sache waren, wie ihn das Publikum hat - "Sahara" ist purer Eskapismus, "Indiana Jones" ohne Spießigkeit und Kalkulation, mit angenehm schmutizg-staubigen und sexy Schauwerten, und da es sich in erster Linie um eine britisch-spanische Koproduktion handelt, darf Pitt die Hilfe muslimischer Freunde entgegennehmen, was dem Film wohlklingende Zwischentöne verleiht. Auf die nächsten Filme dieses Teams darf man sich jetzt schon freuen. deg.

Darsteller:  Matthew McConaughey   als Dirk Pitt
  Steve Zahn   als Al Giordano
  Penélope Cruz   als Eva Rojas
  Lambert Wilson   als Yves Massarde
  Glynn Turman   als Dr. Frank Hopper
  Delroy Lindo   als Carl
  William H. Macy   als Admiral Sandecker
  Lennie James   als Gen. Zateb Kazim
  Rainn Wilson   als Rudi Gunn
 
Regie:  Breck Eisner  
Buch:  Thomas Dean Donnelly  
  Joshua Oppenheimer  
  John C. Richards  
  James V. Hart  
Musik:  Clint Mansell  
Kamera:  Seamus McGarvey  
Produzent:  Howard Baldwin  
  Karen Baldwin  
  Mace Neufeld  
  Stephanie Austin  

"Sahara" im November als Kauf-DVD

Am 7. November veröffentlicht Universum Film "Sahara" mit vielen Extras als Kauf-DVD.

Abenteuer in der Wüste mit McConaughey und Cruz (Foto: Universum) Großansicht

Abenteuer in der Wüste mit McConaughey und Cruz (Foto: Universum)

Die Verleihversion der Abenteuerkomödie mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz erscheint vier Wochen früher, am 4. Oktober. Die DVD zur Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Clive Cussler kommt mit zahlreichem Bonusmaterial.

Dazu zählen ein Audiokommentar mit Regisseur Breck Eisner und Hauptdarsteller Matthew McConaughey, ein Making of und ein Behind-the-Scenes. Darüber hinaus sind entfernte Szenen mit Audiokommentar sowie ein Cast & Crew-Featurette zu sehen. "Sahara" lockte in Deutschland 614.000 Besucher in die Kinos.

 

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