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Salsa & Amor

Liebesgeschichte um einen jungen Franzosen, der um jeden Preis als Salsa-Musiker anerkannt werden will.


Salsa & Amor

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Erhältlich seit:
19.02.2001

Originaltitel: Salsa

Komödie

Frankreich 1999
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Christianne Gout
Vincent Lecoeur
Catherine Samie

Regie: Joyce Bunuel
Highlight Communications (Deutschland)

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Salsa & Amor

Rémi Bonnet verfügt über eine klassische Konzertausbildung, frönt aber eigentlich dem Salsa. Sein Traum ist es, in der Salsa-Szene von Paris Fuß zu fassen. Doch als Weißer erntet er in der von Kubanern beherrschten Domäne nur Spott und Hohn. Aber Rémi gibt nicht auf. Er "erfindet" sich eine neue Identität, färbt das Haar und besucht regelmäßig ein Sonnenstudio. So kommt er schließlich als Tanzlehrer im "Casa Cubana" unter, wo er sich in die bildhübsche Natalie verliebt. Die ist aber schon vergeben, und ihr Verlobter mag Kubaner nicht besonders...

Nach dem erfolgreichen "Buena Vista Social Club" und dem missratenen Tanz-Marathon "Dance With Me" eine weitere Zelluloid-Variante zum abflauenden Kuba-Fieber. Hier versucht Regisseurin Joyce Sherman Bunuel, heiße Rhythmen, tiefes Gefühl, Humor und Poesie miteinander zu vereinen - und trotz aller Leichtigkeit nicht die soziale Wirklichkeit von Exil-Kubanern zu verschweigen. In der Idee originell, von der Musik her mitreissend, schwächelt das Werk in Bezug auf Story und Dramaturgie. Trotzdem ein Tipp für alle Tanz-Fans.

Salsa & Amor

Märchenhafte Sommerunterhaltung aus Frankreich im Kuba-Trend: Musik, Tanz und Liebe und die Verwirrung der Gefühle im Sturm und Drang zwischen Illusion und Wirklichkeit. Gleichzeitig berührt der Film von Joyce Sherman Bunuel auch das Thema des multikulturellen Miteinander in der Story von dem Franzosen, der lieber Kubaner sein möchte. Die mitreissende Latino-Musik macht gute Laune und Durst auf "Mojitos".

Was Ry Cooders Buena Vista Social Club anrichtet, war sicher nicht vorauszusehen. Immerhin hat es den Bunuel-Drehbuch-Autor Jean-Claude Carrière ("Dieses obskure Objekt der Begierde") zu seinem bisher konventionellsten Szenario inspiriert, das er zusammen mit Regisseurin Joyce Bunuel schrieb. Wie in einer Hollywood-Operette der vierziger, fünfziger Jahre läuft die vorhersehbare Story ab, die durch die Mitwirkung kubanischer Musiker und Tänzer den animierenden Schwung bekommt. Wenn Rémi (Vincent Lecoeur), der Bürgerssohn aus Toulouse, die klassische Pianisten-Karriere aufs Spiel setzt und lieber bei Kubanern als Salsa-Musiker anheuert und sogar Haar- und Hautfarbe verdunkelt, ist das ein rührend-symathischer Akt jugendlichen Protests gegen elterliche Bevormundung. Und es ist natürlich nur eine Frage der Drehbuchdramaturgie, bis die unscheinbare Bürokraft Nathalie (Christianne Gout), die einen rassistischen Vater (Roland Blanche) und einen langweilig pingeligen Verlobten hat, in das kubanische Ambiente kommt und dort in den Armen von Rémi, der sich jetzt Mongo nennt, zur temperamentvoll erotischen Salsa-Tänzerin mit Feuer im Blut und Seele wird. Emotionale Verwicklungen, Eifersucht, Polizeirazzien bleiben nicht aus und sorgen für Momente freundlicher Spannung. Denn schließlich geht es Joyce Sherman Bunuel um eine romantische Komödie, die den Gedanken an die Realität nicht ganz ausschalten will. Und so berührt eine Liebesgeschichte, die sich erst nach Jahrzehnten im hohen Alter erfüllen soll zwischen einer Französin und einem Kubaner, auf eine besondere, melancholische Weise. Schließlich gibt es ein doppeltes Happy End nach bester Hollywood-Tradition. So dürfte der Film ein großes Publikum begeistern, hat er doch auch die richtigen heißen Rhythmen für unsere nasskalten Sommertage. fh.

Darsteller:  Christianne Gout   als Nathalie
  Vincent Lecoeur   als Rémi
  Catherine Samie   als Letty
  Michel Aumont   als Monsieur Redele
  Roland Blanche   als Henry
  Alexis Valdés   als Félipe
  Eliza Maillot   als Francoise
  Aurora Basnuevo   als La Goya
  Estéban Socrates Cobas Puente   als Barreto
  Christiane Cohendy   als Madame Redele
  Naim Thomas   als Stéphane
  Pierre-Arnaud Juin   als Jean-Charles
 
Regie:  Joyce Bunuel  
Buch:  Joyce Bunuel  
  Jean-Claude Carrière  
Musik:  Sierra Maestra  
  Jean-Marie Sénia  
  Yuri Buenaventura  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Produzent:  Eric Hubert  
  Farid Lahouassa  
  Manuel Munz  
 

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