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Salt

Atemloser Agententhriller über eine brillante CIA-Agentin, die von einem Überläufer bezichtigt wird, eine russische Spionin zu sein.


Salt

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.11.2010

Action/ Thriller

USA 2010
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Angelina Jolie
Liev Schreiber
Chiwetel Ejiofor

Regie: Phillip Noyce
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Salt

Evelyn Salt genießt bei der CIA den Ruf, eine der besten Agentinnen des Geheimdienstes zu sein. Loyalität und Patriotismus stehen bei ihr an erster Stelle. Niemand würde ihre Integrität infrage stellen. Bis ein Überläufer sie beschuldigt, eine russische Spionin zu sein. Salt setzt sich ab. Während sie ihre Fähigkeiten einsetzt, um ihre Verfolger zu täuschen und abzuschütteln, müht sie sich darum, ihre Unschuld zu beweisen. Damit bewirkt sie aber nur das Gegenteil. Offenbar gibt es ein Geheimnis, von dem keiner erfahren soll.

Nach "Mr. & Mrs. Smith" und "Wanted" nutzt Angelina Jolie ihr ikonisches Charisma erneut, um in einem Agententhriller zu glänzen. Unter der Führung des versierten Genrespezialisten Phillip Noyce ("Das Kartell") ist das raffinierte Rätselspiel aus der Feder von Kurt Wimmer ("Equilibrium") eine Spur realistischer angelegt: Look & Feel des mit Liev Schreiber und Chiwetel Ejiofor auch in den Nebenrollen hochkarätig besetzten Films erinnern an die Jack-Ryan-Filme von Noyce, ohne dass die modernsten Errungenschaften der Tricktechnik zu kurz kämen.

Salt

Frauen sind härter als Männer. Zumindest besteht daran kein Zweifel mehr, wenn man Angelina Jolie in dem atemlosen Agententhriller von Actionspezialist Phillip Noyce ("Das Kartell") gesehen hat.

Dabei war die von Kurt Wimmer ("Die Thomas Crown Affäre") verfasste Story ursprünglich einem männlichen Actionstar auf den Leib geschrieben. Für einige Zeit war Tom Cruise für die Rolle des CIA-Agenten, der als russischer Schläferspion aktiviert wird, vorgesehen. Doch aus Edwin Salt wurde Evelyn Salt in Gestalt von Jolie, die für diese weibliche Jason-Bourne-Variante aus ihrer umfangreichen Actionerfahrung aus u.a. der "Tomb Raider"-Reihe, "Mr. und Mrs. Smith" sowie "Wanted" schöpfen kann. "Salt" ist nach "Der Knochenjäger" - damals ihre erste Hollywood-Mainstream-Rolle - ihre zweite Zusammenarbeit mit Noyce. Der australische Veteran hatte dem Actiongenre für längere Zeit den Rücken gekehrt und sich stattdessen ernsteren Projekten wie "Catch a Fire" gewidmet. Jetzt kehrt er in alter Form in sein angestammtes Metier zurück und setzt seine Heldin ebenso souverän und spannungsreich in Szene wie einst Harrison Ford als Jack Ryan oder Val Kilmer als Simon Templar.

Gleich in der ersten Szene ist die nur in Unterwäsche bekleidete CIA-Agentin Salt hart im Nehmen, als sie von nordkoreanischen Soldaten gnadenlos brutal gefoltert wird. Sie hat das Glück, von der Regierung für einen koreanischen Spion getauscht zu werden. Zwei Jahre später lebt sie verheiratet mit einem deutschen Spinnenexperten (August Diehl kurz und knapp, aber wie immer einprägsam) in Washington und gilt als eine der besten Agentinnen des CIA. Doch dann wird sie von dem Überläufer Orlov beschuldigt, eine russische Agentin zu sein. Da Salt um das Leben ihres Mannes fürchtet, ergreift sie die Flucht. Diese umfasst spektakuläre Stunts (Jolie soll einen Großteil selbst übernommen haben) wie das Springen vom Dach eines fahrenden LKW auf den nächsten. Alldieweil sind ihr die Kollegen Ted Winter (Liev Schreiber, der im thematisch ähnlichen "Der Manchurian Kandidat" glänzte) und Peabody (Chiwetel Ejiofor) hartnäckig auf den Fersen. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen gelingt es Salt, ein Attentat auf den in Washington anwesenden russischen Präsidenten zu verüben. Nun wartet eine noch kompliziertere Mission im Weißen Haus, die das Schicksal der gesamten Menschheit beeinflussen könnte.

Die verschachtelte und letztlich haarsträubende Story greift die Paranoia des Kalten Krieges auf. Konventionell, aber ausgesprochen gut gemacht und deshalb so unterhaltsam gestaltet sich auch die Action mit vielen Schießereien, Handgefechten, Explosionen und Verfolgungsjagden. In den versierten Händen von Noyce, der dies mit straffem Tempo und fließenden Schnitten elegant zu inszenieren versteht, wir das zum entscheidenden Pluspunkt. Zudem verkörpert Jolie meisterlich die taffe Actionheroine, der mit Rückblenden über ihr Kindheitstraining und ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann auch eine emotionale Komponente verliehen wird. Kurzweilige und dramatische Unterhaltung ist auf alle Fälle garantiert. Die Stunde der Patriotin wird somit auch an Kinokasse schlagen. Teil zwei kann gerne kommen. ara.

Darsteller:  Angelina Jolie   als Evelyn Salt
  Liev Schreiber   als Ted Winter
  Chiwetel Ejiofor   als William Peabody
  Daniel Olbrychski   als Orlov
  Andre Braugher   als Verteidigungsminister
  August Diehl   als Mike Krause
  Daniel Pearce   als junger Orlov
  Hunt Block   als U.S. Präsident Lewis
 
Regie:  Phillip Noyce  
Buch:  Kurt Wimmer  
  Brian Helgeland  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
  Sunil Perkash  

Clint Eastwoods Regie-Tipps für Angelina Jolie

Wer in Hollywood erfolgreich Filme drehen will, muss ausgeschlafen sein. Buchstäblich. Deshalb schickt Clint Eastwood die Regieanfängerin Angelina Jolie früh ins Bett ...

Film-Legende Clint Eastwood ist von Regie-Newcomerin Angelina Jolie überzeugt (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Film-Legende Clint Eastwood ist von Regie-Newcomerin Angelina Jolie überzeugt (Foto: Kurt Krieger)

Weltweit die Nummer 1: Derzeit kommt keine Schauspielerin an Angelina Jolie vorbei, das hat sie jüngst mit "Salt" erneut bewiesen. Zumindest nicht vor der Kamera. Jetzt versucht es der 36-jährige Superstar mal dahinter - und kriegt als Anfängerin prima Tipps vom Regie-Veteranen Clint Eastwood.

"Mein Rat für sie ist, immer mehr Schlaf zu bekommen als die Schauspieler," meinte Eastwood bei der Premiere zu seinem jüngstem Werk "Hereafter - das Leben danach" beim internationalen Filmfest in Toronto. Und der vierfache Oscar-Gewinner hat noch eine weitere Empfehlung für Angelina Jolie in petto: "Immer gut organisiert sein. Genau wissen, was man erreichen will, und stur auf dieses Ziel zusteuern."

Clint Eastwood ist von "Anfängerin" Angelina Jolie überzeugt

Wie ausgeschlafen und strukturiert der Meister im Regiesessel zu Werke geht, davon konnte sich Angelina Jolie schon selbst überzeugen: Sie spielte 2008 die Hauptrolle in Clint Eastwoods Drama "Der fremde Sohn". Einen ähnlich packenden Stoff will sie nun selbst auf die Leinwand bringen.

In ihrem Regie-Debut erzählt Angelina Jolie die Geschichte einer verbotenen Liebe: In den Wirren des Bosnien-Krieges kämpfen eine bosnische Frau und ein serbischer Soldat um eine gemeinsame Zukunft. Das Drehbuch hat sie selbst geschrieben.

"Sie ist ein hochintelligentes Mädchen", lobt Clint Eastwood die Newcomerin. "Sie hat eine tolle Arbeitseinstellung und ist sehr smart. Angelina wird ihre Sache gut machen und ich bin sehr gespannt darauf, ihren Film zu sehen." Reichlich Vorschusslorbeeren von dem Veteranen, der selbst bereits 30mal Regie geführt hat.

 

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