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Leihvideo
Erhältlich seit:
27.09.2011
Deutschland 2010
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12
Sascha Kekez
Tim Bergmann
Predag Bjelac
Regie: Dennis Todorovic
Salzgeber & Co. Medien

Das im Kölner Multi-Kulti-Milieu angesiedelte tragikomische Coming-Out-Melo um einen 19-Jährigen im emotionalen Schleudergang hat Klasse.
"Ich bin schwul", sind nur drei Worte, aber die schwersten und folgereichsten, die der 19-jährige Sascha (Sascha Kekez) aussprechen muss, so dass er sich mutlos davor drückt. Er hat auch allen Grund: Im homophoben Kulturkreis seiner montenegrinischen Sippe sind solche Bekenntnisse lebensgefährlich. Also lebt der sensible Junge die Lüge und leidet. Was seine Identitätsfrage geradewegs potenziert. Als die Familie nach einem dreiwöchigen Heimaturlaub nach Köln zurückkehrt, wo der Vater eine Kneipe betreibt, wird Sascha vom angekündigten Fortzug seines Klavierlehrers Gebhard (nach "Mondscheintarif" wieder im Kino: Tim Bergmann), in den er heimlich verliebt ist, schwer geschockt. Mit derartigem Liebeskummer steht die Aufnahmeprüfung am Konservatorium für den jungen Pianisten unter keinem guten Stern.
Dabei setzt seine ehrgeizig-überspannte Mutter Stanka alle Hoffnungen auf die Künstlerkarriere, während Macho-Vater Vlado, der innerlich noch nicht in Deutschland angekommen ist, ihn sich lieber als Sport-As wünscht. So stehen alle Jugendlichen unter dem hohen Erwartungsdruck der Elterngeneration, während ihre Hormone im Schleudergang sind: Saschas beste Freundin, die chinesischstämmige Jiao, ist unglücklich in ihn verliebt, sein Bruder Boki wiederum in Jiao. Bald gibt es gebrochene Herzen, wohin man nur blickt. Debütant Dennis Todorovic begutachtet amüsiert die Wirren, die sich aus diesen Spannungsfeldern ergeben. Die enge Sexualmoral der Immigranten wird zwangs-liberalisiert, was nicht ohne Kultur-Schock abläuft.
Selten gab es eine traurigere Komödie als Todorovics fabelhaften Erstling, mit der er Familie, Erwachsenwerden, Homosexualität, Integration und Identität spielerisch unter einen Hut bringt. Das gelingt mit beschwingter Leichtigkeit, ohne damit ernste Themen und die Figuren in all ihrer Tragik zu verraten. Im Gegenteil: Dank präziser Milieuzeichnung, glaubhaften Charakteren und einem starken Newcomer-Ensemble leidet man mit allen mit - und das nicht zu knapp. Es ist eine Reifeprüfung, bei der viele Träume platzen. Sie löst Erschütterungen aus, die bis ins Innerste reichen, Umwälzungen anstoßen und endlich Klarheit schaffen. Daraus schlägt Todorovic unzählige Pointen, die zwar satirisch, aber sympathisch sitzen und neben Karikaturen von typischen Deutschen auch Vlados unterzivilisierten Bruder Pero als Höhlenmenschen zum Besten geben. Dazu gesellt sich nuancierter Romcom-Humor sowie schmissiger Balkan-Pop, der für einen folkloristischen Kusturica-Touch sorgt und eine auch handwerklich ganz hervorragende Tragikomödie hervorbringt, die einen Parforceritt im Culture-Crossing hinlegt. tk.
Das Leben kann verdammt kompliziert sein! Erst recht, wenn man neunzehn ist, schwul und heimlich verliebt in seinen Klavierlehrer. Schwulsein in Köln ist eigentlich kein Problem, es sei denn, man hatte noch kein Coming-Out, blendet aus, dass der Schwarm nicht sehr vertrauenserweckend ist, wird von der Mutter als Konzertpianist und vom Vater für die Familienheimkehr nach Montenegro verplant. Und wenn für den Vater Homosexualität eine große Schande und absolutes Tabu ist, die beste Freundin sich etwas mehr von den gemeinsamen Treffen erwartet und der Klavierlehrer verkündet, für immer aus Köln weg zu gehen, dann wird es höchste Zeit, Entscheidungen zu treffen trotz aller Angst vor den Konsequenzen - und es gehört schon eine große Portion Mut dazu, endlich zu sich selbst zu stehen! SASCHA ist eine Tragikomödie über Immigranten in einer deutschen Großstadt, den Alltag einer Familie in einem multikulturellen Viertel, die Schwierigkeit, seinen eigenen Weg zu finden.
Quelle: Salzgeber
| Darsteller: | Sascha Kekez | als Sascha | |
|---|---|---|---|
| Tim Bergmann | als Gebhard | ||
| Predag Bjelac | als Vlado | ||
| Zeljka Preksavec | als Stanka Petrovic | ||
| Ljubisa Lupo Grujcic | als Pero | ||
| Jasin Mjumjunov | als Boki | ||
| Yvonne Yung Hee | als Jiao Wang | ||
| Arno Kempf | als Peter Boning | ||
| Fang Yu | als Herr Wang | ||
| Petra Nadolny | als Frau Strattmann | ||
| Stefan Preiss | als Herr Meier | ||
| Regie: | Dennis Todorovic | ||
| Buch: | Dennis Todorovic | ||
| Musik: | Peter Aufderhaar | ||
| Kamera: | Andreas Köhler | ||
| Produzent: | Ewa Borowski | ||
Sascha in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9
Extras: Erweiterte Szenen, Featurettes, Behind the Scenes, Trailer
Star
Tim Bergmann
In Rainer Matsutanis Kinoerfolg "Nur über meine Leiche" gab Tim Bergmann 1995 sein Kinodebüt. Ein Jahr später schaffte er in "Echte Kerle" von...
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