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Save the Last Dance

Auf Teenager zugeschnittene, melancholisch-romantische Mixtur aus "Dirty Dancing" und "West Side Story".


Save the Last Dance

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Erhältlich seit:
15.11.2001

Drama

USA 2000
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Julia Stiles
Sean Patrick Thomas
Kerry Washington

Regie: Thomas Carter
Paramount Home Entertainment

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Auf Teenager zugeschnittene, melancholisch-romantische Mixtur aus "Dirty Dancing" und "West Side Story".

An der neuen Schule tanzt Sara ein wenig aus der Reihe (Foto: UIP) Großansicht

An der neuen Schule tanzt Sara ein wenig aus der Reihe (Foto: UIP)

Nach dem Unfalltod der Mutter und einer verpatzten Aufnahmeprüfung an der Juilliard-School zieht das Kleinstadtgewächs Sara (Julia Stiles) zum Vater nach Chicago.

Dort findet sie sich als beinahe einzige Weiße auf ihrer Schule kaum zurecht. Alles scheint von heißen Hip-Hop-Rhythmen bestimmt, mit denen die begabte Ballett-Tänzerin wenig anzufangen weiß - bis sie den Farbigen Derek (Sean Patrick Thomas) kennenlernt.

Der weiht sie nicht nur in die Geheimnisse des "Grooves" ein, sondern erweckt in ihr auch wieder den Traum zum Leben, Tänzerin zu werden. Allmählich kommen sich die beiden näher. Doch ihr Glück hat Neider...

Derek weckt neuen Lebensmut in der angehenden Ballerina (Foto: UIP) Großansicht

Derek weckt neuen Lebensmut in der angehenden Ballerina (Foto: UIP)

Rhythmus im Blut

Eine weitere Variante des altbekannten "Romeo und Julia"-Themas. Dabei versucht Regisseur Thomas Carter ("Swing Kids") bewusst, gängige Klischees und Schwarz-Weiß-Malerei zu vermeiden.

Das Ergebnis ist ein melancholisches Teenie-Drama, das außer den Sympathieträgern Julia Stiles ("Den einen oder keinen") und Sean Patrick Thomas ("Eiskalte Engel") reichlich Rhythmus zu bieten hat. So begeistert die stimmige Mischung aus "Dirty Dancing", "Saturday Night Fever" und "West Side Story" vor allem ein junges Publikum.

Save the Last Dance

Die melancholische Teenie-Mischung aus "Dirty Dancing", "Anna" und "West Side Story" tanzte sich nunmehr bereits zum zweiten Mal auf den ersten Platz der US-Charts, nachdem am Startwochenende bereits sensationelle 27,5 Mio. Dollar erzielt wurden. Julia Stiles ("Den einen oder keinen") und Sean Patrick Thomas ("Eiskalte Engel") mimen zwei tanzbegeisterte Highschool-Schüler, deren aufkeimende Romanze bei ihrer Umwelt wegen ihrer unterschiedlichen Hautfarbe auf Ablehnung stößt. Für eine MTV-Produktion (mit Paramount) handelt es sich um ein erstaunlich ernsthaftes Drama, das vor allem junge Mädchen in seinen Bann ziehen sollte.

Der Prolog während der Opening-Credits zeigt Sara als behütetes Kleinstadt-Mädchen, das von einer Karriere als Ballerina träumt. Doch ihre Vortanzprobe für die renommierte Juilliard-Schule geht daneben, während im Gegenschnitt der dramatische Unfalltod ihrer geliebten Mutter stattfindet. Sara muss zu ihrem Vater - einem leidlich erfolgreichen Jazztrompeter - in sein schäbiges Apartment in Chicago ziehen. An ihrer neuen Schule zählt sie zur Minderheit; fast alle ihre Mitschüler sind Afroamerikaner. Allzu typische Rassenkonflikt-Klischees werden von Regisseur Thomas Carter ("Swing Kids", "Metro") wohlweislich vermieden. So freundet sich Sara alsgleich mit der coolen Chenille an, die bereits Mutter ist und für deren intelligenten Bruder Derek alle Mädchen schwärmen. Abends in der Disco fordert er Sara zum Tanzen auf, doch wenn es um HipHop geht, hat sie zwei linke Füße, wie sich herausstellt. Die beiden treffen sich fortan nach der Schule und studieren einen neuen Groove für sie ein. Dabei verlieben sie sich ineinander und Sara, die sich für den Tod ihrer Mutter verantwortlich fühlt, entdeckt ihre Liebe für Ballett wieder. Doch bevor sie eine zweite Chance für Juilliard erhält, gilt es diverse Probleme zu bewältigen. Die Beziehung von Sara und Derek stößt nicht nur bei Wildfremden in der U-Bahn auf Missachtung. Auch Dereks Exfreundin Nikki, sein bester Freund Malakai, ein hartgesottenes Gangmitglied, und schließlich selbst Chenille feinden Sara an. Es kommt zum dramatischen Showdown. Eine tränenreiche Tragödie macht Carter dennoch nicht aus seinem ernsten, ruhigen Film.

Reizvoll erweist sich die Entscheidung der Filmemacher, die altbekannte "Romeo und Julia"-Story nicht mit Hilfe all der erwartungsgemäßen Klischees zu erzählen. Vielmehr gibt man sich Mühe, nicht nur eine kontrastierende Schwarz-Weiß-Perspektive zu bieten, sondern die Motivationen der einzelnen Figuren plausibel zu erklären. Zuträglich ist zudem die Chemie zwischen den beiden Protagonisten, wobei vor allem Thomas durch seinen unaufdringlichen Charme besticht. Stiles, die bereits mit ihrem hemmungslosen Tischtanz in "10 Dinge, die ich an Dir hasse" ihr rhythmisches Tanztalent unter Beweis stellte, wird bei den Balletteinlagen dennoch offensichtlich gedoubled, macht aber ebenfalls eine gute Figur: Aus dem Gros der austauschbaren Jungstarlets ragt sie mit ihrem ehe unkonventionellen Aussehen mühelos heraus. Lediglich der unauffällige Soundtrack hätte eine stärkere Injektion von HipHop-Rythmen vertragen, womit man die urbane Atmosphäre besser komplementiert hätte. ara.

Darsteller:  Julia Stiles   als Sara
  Sean Patrick Thomas   als Derek
  Kerry Washington   als Chenille
  Fredro Starr   als Malakai
  Terry Kinney   als Roy
  Bianca Lawson   als Nikki
  Vince Green   als Snookie
  Garland Whitt   als Kenny
 
Regie:  Thomas Carter  
Buch:  Duane Adler  
  Cheryl Edwards  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Robbie Greenberg  
Produzent:  Robert W. Cort  
  David Madden  

Julia Stiles will wie ein Mädchen aussehen

Sieht so ein Junge aus: <br />Julia Stiles

Sieht so ein Junge aus: <br />Julia Stiles

Julia Stiles, der Star aus "Save the Last Dance", gefällt sich selbst nicht mehr.

Obwohl ihr Aussehen und Kleiderstil die junge Schauspielerin nicht daran hinderten, zu einer der gefragtesten Miminnen Hollywoods aufzusteigen, möchte sie einiges daran ändern. Die "O"-Hauptdarstellerin findet, dass sie viel zu jungenhaft aussieht.

Früher hatte sie ihre Gründe dafür, sich nicht zu verführerisch zu zeigen: Sie wollte sich vor sexuellen Übergriffen des starken Geschlechts schützen. In einem Interview erzählt Julia: "Es ist schon verrückt, wenn man in einer Stadt wie New York aufwächst. Man muss nämlich schon in jungen Jahren lernen, wie man sich am besten schützen kann, wenn man unbehelligt durch die Straßen laufen will. Ich habe ausschließlich weite Jungen-Klamotten angezogen, um zu verhindern, dass mich irgendwelche Typen anmachen."

Diese Zeiten sind jetzt zum Glück vorbei. Sie gab zu: "Ich bin jetzt in meiner Girlie-Phase". Das soll dann wohl heißen: Bauch frei und tiefes Dekollete statt Latzhose und Holzfällerhemd.

 

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