DVD (FSK kJ) Leihvideo

Saw III

Der Jigsaw Killer lädt zum dritten perversen Spiel auf Leben und vor allem Tod.


Saw III (FSK kJ)

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.08.2007

Thriller/ Horror

USA 2006
Laufzeit: 99 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Tobin Bell
Shawnee Smith
Angus Macfadyen

Regie: Darren Lynn Bousman
Kinowelt Home Entertainment

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Der Do-it-Yourself-Folter-Horror geht in die dritte Runde. Auf das patentiert eklige Design, ausgesucht bestialische Todesfallen und atemlosen Thrill ist wieder Verlass.

Troy hängt irgendwie fest (Foto: Kinowelt) Großansicht

Troy hängt irgendwie fest (Foto: Kinowelt)

Amputation ist wieder schwer in Mode, seit der kleine, dreckige und richtig fiese "Saw" vor knapp drei Jahren das zu jener Zeit doch recht brave Gesicht des Horrors zur hässlichen Fratze verzerrte. Genau so muss es aussehen und sich anfühlen. Gleich zur Einstimmung knüpft Darren Lynn Bousman, Regisseur des zweiten Teils, an die Qualitäten des Originals an.

Bevor der Film richtig loslegt, sägt sich wieder ein Verzweifelter im dreckstarrenden Kellerverlies den angeketteten Fuß ab. Die Message ist angekommen: Auch beim dritten Mal gibt es keine Kompromisse, sondern einen knochenharten Knaller, der an groben Bluttaten und schmerzlicher Intensität noch ein gutes Stück zugelegt hat.

Kommt Kerry Jigsaw auf die Spur? (Foto: Kinowelt) Großansicht

Kommt Kerry Jigsaw auf die Spur? (Foto: Kinowelt)

Noch längst nicht erledigt

Jigsaw (immer noch ein kranker Vollpsycho: Tobin Bell) mag mittlerweile künstlich beatmet werden, seine sadistische Energie treibt den durchgeknallten Perversling weiter um. Während die Fahndung nach ihm auf Hochtouren läuft, hat er sich mit der gelehrsamen Gefolgsfrau Amanda (Shawnee Smith) im Kellergeschoss eines Hospitals verschanzt, um von dort seine makabren Mordspielchen mit garantiert tödlichem Ausgang zu organisieren.

Von ihrer Schicht weg entführt Amanda die deprimierte Ärztin Lynn Denlon (Bahar Soomekh) und zwingt sie per Halskrause, den bettlägrigen Jigsaw am Leben zu erhalten. Der sieche Krebskranke möchte nämlich per Monitor verfolgen, wie sich sein neuestes Projekt entwickelt.

Amanda erklärt Dr. Denlon ihre Alternativen (Foto: Kinowelt) Großansicht

Amanda erklärt Dr. Denlon ihre Alternativen (Foto: Kinowelt)

Früher Höhepunkt

Der trauernde Familienvater Jeff (Angus Macfadyen) steckt diesmal im Labyrinth und steht dank Jigsaws Einfallsreichtum vor schwierigen moralischen Entscheidungen: Soll er die Verantwortlichen für den Tod seiner Liebsten in ausgetüftelten Todesfallen verrecken lassen, oder ihnen verzeihen und ihr Leben verschonen?

Die Zwangsmaßnahmen zu ethischen Dilemmata erreichen einen neuen Höhepunkt, wenn man nicht nur für das eigene Überleben Hände und Füße opfern, sondern auch über ungeahnte Selbstjustizmöglichkeiten nachdenken soll. Natürlich wird dies nicht per intellektuellem Brüten, sondern am (nicht mehr allzu lange) lebenden Subjekt erörtert - im ersten Höhepunkt der Horrorsaison.

Saw III (FSK kJ)

Zum dritten Halloween-Wochenende in Folge konnte die kompromisslos knochenharte Folterfranchise um die makaberen Mordspiele eines durchgeknallten Killergespanns erneut alle Boxoffice-Konkurrenz absägen.

Die Prämisse ist bekannt und wird mit dem Prolog, in dem sich der von Donnie Wahlberg in "SAW II" dargestellte Cop in Anlehnung an Teil 1 den eigenen angeketteten Fuß amputiert, effektiv schmerzlich in Erinnerung gerufen. Nach dem Drehbuch von Leigh Whannell, der für alle drei Teile seine morbide ausgetüftelte Fantasie walten ließ, werden jedoch schnell neue Opfer in den vertrackten Folterbunker des mittlerweile bettlägerigen Jigsaw (Tobin Bell) und seiner gelehrigen Schülerin Amanda (Shawnee Smith) angekarrt. Namentlich die deprimierte Notärztin Lynn Denlon (Bahar Soomekh aus "Crash" verbreitet Niveau) und Jeff (Angus McFayden), der trauernde Vater eines überfahrenen Kindes. Lynn wird dazu verdonnert (und per explosiver Halskrause motiviert), Jigsaw am Leben zu erhalten, während es für Jeff gilt, ein groteskes Todesspiel zu absolvieren. Seine Aufgabe ist es, Vergebung zu üben an den Menschen, die mit seinem Leid über den Tod seines Sohn zu tun hatten: die nicht erschienene Zeugin (die eisig dafür büsst), der viel zu milde Richter (ihm widerfährt "schweinische" Rache) und schließlich der Unglücksfahrer selbst (dessen knochenknirschendes Martyrium neue magenumdrehende Maßstäbe setzt). Von seinem Erfolg hängt auch Lynns Leben ab, die sich gezwungen sieht an Jigsaw eine Notoperation auszuführen, bei der es mit klinischer Detailliertheit (und in Nahaufnahme) das Aufbohren, Aufsägen und Abhebeln der Schädeldecke des mit einem Gehirntumor geschlagenen kranken Kopfes zu beobachten gibt. Der wachsende Rapport zwischen dem bei vollem Bewusstsein bleibenden Jigsaw und der attraktiven Frau Doktor facht bei Amanda rasende Eifersucht an, was schließlich den ausgedehnt sadistischen Showdown auslöst. An mehreren bizarren Schlusstwists wird bei dieser unappetitlichen Blutsuppe selbstverständlich auch nicht gespart.

Im Vergleich zum Vorgänger "SAW II" kostet der wiederkehrende Regisseur Darren Lynn Bousman die expliziten Gewaltszenen nun noch mehr aus. Ohne konstanten Hackmesserschnitt wirkt die Brutalität dadurch noch verstörender. Der dreckig-ausgeblutete Look der Aufnahmen selbst blieb hingegen nahtlos der gleiche wie zuvor, ebenso wie das klaustrophische Produktionsdesign samt den innovativen Todesmaschinen. Stärker ausgeleuchtet wird diesmal der Charakter vom moralisierenden Hobbyphilosophen Jigsaw, der seine gräuslichen Taten damit rechtfertigt, dass er seinen Opfern, die grundsätzlich keine Unschuldslämmer sind, lediglich beibringen will, ihre eigenen Sünden zu überwinden und den Wert ihres Lebens wirklich zu schätzen. Ein Paradebeispiel ist sein ehemaliges Opfer Amanda, deren Werdegang mit einigen Flashbacks angeschnitten wird. Der Schluss deutet bereits das nächste Sequel an, und angesichts der enthusiastischen Resonanz des Genrepublikums wird fraglos auch die nächste Säge ihren (Studio-)Segen haben. ara.

Darsteller:  Tobin Bell   als John Cramer/Jigsaw
  Shawnee Smith   als Amanda
  Angus Macfadyen   als Jeff
  Bahar Soomekh   als Dr. Lynn Denlon
  Dina Meyer   als Kerry
  Mpho Koaho   als Tim
  Barry Flatman   als Judge Halden
 
Regie:  Darren Lynn Bousman  
Buch:  Leigh Whannell  
Musik:  Charlie Clouser  
Kamera:  David Armstrong  
Produzent:  Mark Burg  
  Oren Koules  
  Gregg Hoffman  

Das Vermächtnis des Jigsaw-Killers

Er kam, "Saw" und siegte.

Der Blutdurst des Jigsaw-Killers ist noch nicht gestillt... (Foto: Kinowelt) Großansicht

Der Blutdurst des Jigsaw-Killers ist noch nicht gestillt... (Foto: Kinowelt)

Allein in den USA spielte "Saw III" über 80 Millionen Dollar ein, in Deutschland 5,7 Millionen Euro. Schon kurz nach Kinostart kündigte Regisseur Darren Lynn Bousman das nächste Sequel an. Jetzt hat die Produktionsfirma Lionsgate erste Details verraten:

Auch wenn sich Jigsaw-Killer und Amanda einen blutigen Showdown geliefert haben, lebendige Opfer der beiden gibt es noch. Hier kommt SWAT-Commander Rigg ins Spiel. Er wird entführt und ihm bleiben nur 90 Minuten, in denen er eine Reihe grauenvoller Fallen überwinden muss, um einen alten Freund zu retten oder selbst die tödlichen Konsequenzen zu tragen.

Spiel auf Leben und vor allem Tod

Und so findet der brutale Jigsaw-Killer auch nach seinem eigenen Ableben neue Opfer für seine perversen Mordspiele. Nachdem er Anfang 2005 in "Saw" das ausgeblutete Serienkillergenre wieder zum Leben erweckt hatte, folgte ein Jahr später die nächste Schlachtplatte.

Während er im ersten Film zwei Männer in einen Keller mit Säge kettete, waren in der nicht minder gnadenlosen Fortsetzung gleich acht Todeskandidaten mit von der Partie. Und auch in der dritten Horrorshow ging das Splattergemetzel diesen Februar munter weiter, Unterstützung erhielt der dahinsiechende Mörder dabei von seiner Gefolgsfrau Amanda. Regisseur Bousman hat versprochen, dass "Saw 4" noch schockierender wird. Den Sägen seiner inzwischen eingeschworenen Fangemeinde hat er allemal.

 

Saw III (FSK kJ) in der Fotoshow

 

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