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Scary Movie 4

Vierter Teil der Horrorfilmparodie mit einer Fülle an derben Exzessen und Bad-Taste-Humor, die von "Der Fluch", "Krieg der Welten" bis "The Village" inspiriert sind.


Scary Movie 4

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.04.2007

Komödie/ Horror

USA 2006
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12

Anna Faris
Regina Hall
Craig Bierko

Regie: David Zucker
Walt Disney Studios Home Entertainment

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"Die nackte Kanone"-Schöpfer David Zucker sorgt beim vierten Streich der Parodiereihe auf den Horror- und Sci-Fi-Boom erneut für eine irrwitzige Achterbahnfahrt der Gags. Wie im dritten Teil erprobt, setzt sich sein Komik-Genie mit Qualität und unaufhörlichem Witzgewitter durch.

Dieses "Million Dollar Baby" ist nicht zu stoppen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Dieses "Million Dollar Baby" ist nicht zu stoppen (Foto: Buena Vista)

David Zucker hat sich selbst übertroffen. Die 90er Jahre standen im Zeichen seiner "Nackte Kanone"-Trilogie, mit Leslie Nielsen als tollpatschigem Detective. In diesem Jahrzehnt hat er bei einer weiteren unsterblichen Serie das Zepter übernommen: Die Horror- und Science-Fiction-Götter werden von ihrem Thron gestoßen und liefern den Stoff für die wildesten Parodien.

Dabei ist den "Scary Movies" das seltene Kunststück gelungen, mit jeder Folge komischer zu werden. Wenn nun also Teil 4 die Kinos stürmt, kann man sich auf eine geballte Ladung frischer, selbstredend komplett ausgeflippter Gags, Verspottung sämtlicher neuerer Erfolgshits und geniale Cameos gefasst machen.

Die Village People leben ganz allein im finstren Wald (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die Village People leben ganz allein im finstren Wald (Foto: Buena Vista)

Kein Grund zur Sorge

Zuvorderst: Leslie Nielsen als an George W. Bush angelehnter US-Präsident, der den Besuch in einer Grundschule doch nicht abbricht, nur weil infame Aliens just den "Krieg der Welten" begonnen haben.

Gut, dass der wackere Held Tom Ryan (Craig Bierko aus "Das Comeback"), der zufällig wie Tom Cruise aussieht, den Angriff der 50 Meter großen iPods, äh, Tripods, auf dessen Playlist die Zerstörung der Menschheit steht, im Alleingang verhindert.

Ihn unterstützen die liebenswerte Cindy (Anna Faris) und ihre beste Freundin Brenda (Regina Hall. Und im Reigen der Gastauftritte bleibt Basketballstar Shaquille O'Neal sowie Bill Pullman und den Rappern Chingy und Lil' John nichts erspart.

Kein "Fluch" wird stark genug, kein "Dorf" sicher genug, keine "Säge" scharf genug sein, um die Zuschauer vor diesem absurd-lustigen Weltuntergang zu bewahren. Besser und gnadenlos komischer geht's wirklich nicht.

Scary Movie 4

Die Humor-Veteranen Jim Abrahams und David Zucker ("Die nackte Kanone") sind wieder ganz in ihrem Element und würzen wüste Blockbuster-Travestien von "Krieg der Welten" bis "Der Fluch" mit etlichen Cameo-Auftritten.

Bereits im dritten Teil der Parodien-Reihe hatte Zucker das Ruder übernommen. Viel ändern brauchte er nicht, zumal die von den Wayans-Brüdern gegründete Komödien-Franchise schon immer im Geiste Zuckers und der Farelly-Brüder stand. Insofern gehören Bad-Taste-Humor, cartoonhafte Exzesse und wüste Kalauer zum guten Ton - sowie alle erdenklichen (Horror)Klischees, die genüsslich durch den Kakao gezogen werden. Das ist übermütig, derbe gegen Kinder und Katzen, bisweilen bizarr geschmacklos und von grandioser Blödheit: Selten war ein Film so intelligent dämlich.

Längst zum Inventar gehört Anna Faris, die wieder als naive Cindy Campbell (zusammen mit Regina Hall als Brenda) einer Handlung Vorschub leistet, die nur Aufhänger für die nächste Parodie ist: zunächst findet sie eine Stelle als Altenpflegerin in einem Spukhaus à la "Der Fluch ", wo sie Nachbar Tom Ryan (Craig Bierko als Tom Cruise-Klon) kennen lernt und mit ihm und seinen Kindern während der folgenden Alien-Invasion ("Krieg der Welten") flüchtet - immer wieder unterbrochen von der nächsten Verulkung einer ganzen Armada von Hollywood-Filmen. Allen voran "Saw" (mit Shaquille O'Neal und Dr. Phil McGraw), wenn sich der Schwerpunkt auch von den Horrorhits wegbewegt: "The Village", aber auch "Brokeback Mountain" und "Million Dollar Baby" werden verhöhnt. Mehr denn je hat die Popkultur Einzug gehalten: ob ein begriffsstutziger Präsident (Leslie Nielsen) nicht die Bedeutung des Angriffs auf Amerika erkennt, oder Held Tom sich bei Oprah Winfrey in einer denkwürdigen, schier unglaublichen Schlussszene austobt - die vergleichsweise eng gesetzten Grenzen der Vorgänger sind überwunden.

Das zeigt sich auch an der Gaststar-Parade, die von Carmen Electra, Bill Pullman, Michael Madsen, über Rapper Chingy und Lil John bis zu Martin Sheen (einer der witzigsten Momente) reicht. Eine cineastische Offenbarung ist dieser in HD Video gefilmte Lachanschlag zwar nicht, doch wer auf Gaga-Avantgarde oder einfach nur ausgeflippten Unsinn steht, wird mit dem vielleicht besten Teil dieser Reihe bedient. tk.

Darsteller:  Anna Faris   als Cindy Campbell
  Regina Hall   als Brenda Meeks
  Craig Bierko   als Tom Ryan
  Simon Rex   als George
  Leslie Nielsen   als Präsident Harris
  Carmen Electra   als Holly
  Bill Pullman   als Henry Hale
  Charlie Sheen   als Tom
  Anthony Anderson   als Mahalik
 
Regie:  David Zucker  
Buch:  Craig Mazin  
  Jim Abrahams  
Musik:  James L. Venable  
Kamera:  Thomas E. Ackerman  
Produzent:  Robert K. Weiss  
  Craig Mazin  
 

Scary Movie 4 in der Fotoshow

 

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Features

 

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Anna Faris

Sie sieht aus wie die schnuckelige jüngere Schwester von Jennifer Love Hewitt und Katie Holmes, wurde in Teenie-Komödien und Horror-Parodien...

 

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Leslie Nielsen

Kult-Komiker und begnadeter Stoneface, der mit todernstem Gesicht zwischen den abgefeuerten Gag-Geschossen die albernsten, abstrusesten und...