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Schlaraffenland

Wilde Mischung aus Teenager-Drama und Psycho-Thriller um Jugendliche, die nachts in einem Einkaufszentrum eine Fete feiern wollen.


Schlaraffenland

Kaufvideo

Erhältlich seit:
14.02.2002

Drama

Deutschland 1999
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Heiner Lauterbach
Franka Potente
Jürgen Tarrach

Regie: Friedemann Fromm
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Schlaraffenland

Sieben Kids lassen sich eines Nachts in einem gigantischen Einkaufszentrum einsperren. Dort wollen sie eine Party der Extraklasse feiern. Doch die Jugendlichen haben die Rechnung ohne Pops gemacht. Denn der gerissene Schwarze Sheriff hat es ausgerechnet in jener Nacht auf den Tresor des Konsumtempels abgesehen. Als Pops und seine Helfershelfer zufällig auf die Bande stoßen, sieht er dies als willkommene Gelegenheit, den Kids den Raub in die Schuhe zu schieben. Doch so leicht lässt sich die "Young Generation" nicht aufs Kreuz legen.

Mit seiner ersten großen Kinoarbeit zeigt sich "Tatort"-Regisseur Friedemann Fromm ganz auf der Höhe der Zeit und präsentiert einen brutalen und kompromisslosen Actioner zum Thema Jugendkriminalität. Der illustre Schauplatz und einige spektakuläre Stuntsequenzen sorgen für Hochspannung, während Dauer-Bösewicht Heiner Lauterbach, Publikumsliebling Franka Potente und Jung-Star Tobias Schenke die schauspielerischen Akzente setzen. Das blutige Rendezvous nach Ladenschluss konnte an der Kinokasse nicht reüssieren.

Schlaraffenland

Nicht auf dem Campus wie in amerikanischen Teenie-Filmen, sondern im Kaufhaus herrscht bei Friedemann Fromm Mord und Totschlag. Im glitzernden Konsum-Paradies kommt es zum Showdown zwischen einer Jugendclique und einigen Schwarzen Sheriffs mit Heiner Lauterbach als Oberfiesling.

Das Gewaltpotential bei Jugendlichen steigt. Von diesem Faktum aus entwickelt Friedemann Fromm das irritierende Porträt einer Jugend ohne Orientierung auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Sieben Kids machen sich keinen Kopf über die Zukunft. Sie wollen Fun, hier und jetzt nach der Devise "buy now, pay later" und lassen sich in ein Einkaufscenter (beeindruckend das aufwendige Produktionsdesign) einsperren, um eine Nacht lang mit jeder Menge Drugs die Party ihres Lebens zu feiern. Die anfängliche Hochstimmung zwischen Videospielen, Designer-Klamotten und CDs findet ein jähes Ende, als ein Mädchen zu Tode stürzt und plötzlich vier Privat-Cops auftauchen, die unter Leitung ihres skrupellosen Anführers den Tresor leerräumen wollen. Die Youngster glauben, sich mit den Erwachsenen anlegen zu können , ein fataler Irrtum, der zu einem brutalen Kampf ausartet, bei dem nur wenige überleben. Friedemann Fromm verwischt in seinem Kinodebüt die Grenzen zwischen Gut und Böse, die Menschen sind Opfer ihrer selbst und der Umstände. Er erzählt in schnellem Rhythmus, atemlosen Beat und schockierenden Bildern von der Entstehung von Gewalt und dem Aufbau von Gegengewalt. Dabei geht er drastisch nach dem Prinzip der "zehn kleinen Negerlein" vor. Wie Schießbudenfiguren wird einer nach dem anderen liquidiert, Freundschaft und Liebe gelten nichts mehr. Unter Druck lösen sich zivilisatorische Strukturen auf, fallen die letzten Hemmungen, in diesem "Krieg aller gegen alle" wirken alle Beteiligten wie Bilderbuch-Protagonisten des Philosophen Thomas Hobbes. Um das Lebensgefühl von Jugendlichen kurz vor dem Millennium aufzuspüren, führten Regisseur und sein Bruder Christoph, der das Drehbuch schrieb, zahlreiche Gespräche in Szene-Treffs und Clubs. Auf dieser Grundlage schufen sie sieben künstliche Charaktere, mit denen sich jedoch wohl die wenigsten identifizieren können. Eine weitere Schwierigkeit liegt in der hohen Anzahl von elf Hauptfiguren, die eine Hinwendung und Konzentration auf einen wirklichen (hier fehlenden) Sympathieträger erschweren. Friedemann Fromm hat sich in seiner Kompromisslosigkeit zuviel vorgenommen, die Mischung aus Psychogramm, hartem Krimi, blutigem Action-Movie und karthatischer Gewaltexplosion ist wenig ausbalanciert, Heiner Lauterbach als "bad guy" erinnert an eine Karrikatur. Die Jugendlichen gehen durch die Hölle. Der Zuschauer auch. mk.

Darsteller:  Heiner Lauterbach   als Mark Popp
  Franka Potente   als Mona Wendt
  Jürgen Tarrach   als Wolfi Berner
  Roman Knizka   als Michi Holzner
  Ken Duken   als Laser
  Daniel Brühl   als Cheko
  Tom Schilling   als Dannie
  Tobias Schenke   als Blocker
  Susanne Bormann   als Lana
  Camilla Renschke   als Mary
  Denise Zich   als Pia
  Bernd Tauber   als Worzig
  Joe Bausch   als Maier
  Ulrike Kriener   als Lasers Mutter
 
Regie:  Friedemann Fromm  
Buch:  Christoph Fromm  
Musik:  Johnny Klimek  
  Manu Kurz  
Kamera:  Jo Heim  
Produzent:  Kirsten Hager  
  Eric Moss  
 

Fassungen

 

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Features

 

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