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Kaufvideo
Erhältlich seit:
19.07.2005
Deutschland 2004
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12
Thomas Kretschmann
Julia Jentsch
Maria Schrader
Regie: Hans W. Geißendörfer
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Für seinen ersten Film nach über zehn Jahren dient Hans W. Geißendörfer als Vorlage der Roman "Schneeland" von Elisabeth Rynell. Fast über ein Jahrhundert erstreckt sich dieser Schicksalsreigen in Lappland, von den 1930er Jahren bis zur Gegenwart. Eine beachtliche Besetzung, darunter Ulrich Mühe, Maria Schrader, Thomas Kretschmann und Shooting-Star Julia Jentsch, bringt Gefühle in diese dramatische und manchmal drastische Lebens- und Liebesgeschichte.
Durch sein Engagement als Schöpfer, Regisseur und Produzent der "Lindenstraße", deren 1000. Folge am 30. Januar ausgestrahlt wird, ist Hans W. Geißendörfers Tätigkeit als Filmregisseur fast in Vergessenheit geraten. Nun kehrt der Macher von "Die gläserne Zelle", "Der Zauberberg" oder "Justiz" zurück auf die Leinwand mit einem epischen Werk voller entfesselter Wucht vor der Kulisse einer kargen Berg- und Schneelandschaft. Fast ein Jahr lang dauerte die Motivsuche, bevor das Team in Mittelschweden nahe der norwegischen Grenze die ideale Landschaft fand, Schauplatz mehrerer Dramen.
Es beginnt in der Jetztzeit: Die Schriftstellerin Elisabeth verliert durch einen Autounfall ihren Mann, verlässt Heim und Kinder, um in der Schneewüste Lapplands zu sterben, dort wo sie den Geliebten einst kennen lernte. Doch der Körper verweigert sich, immer wieder rappelt sie sich hoch, findet letztendlich Schutz in einem Einsiedlerhof und stößt auf eine tote alte Frau im Schnee. Aus einem Instinkt heraus kramt sie in der Schublade und entdeckt persönliche Aufzeichnungen. Daraus entwickelt sich in langen Rückblenden die Lebensgeschichte der Verblichenen. Nach dem Tod der Mutter wird Ina von ihrem Vater wie eine Sklavin gehalten und missbraucht, erst die Liebe zu einem fremden Pferdehirten löst sie aus dem Bann des dominierenden Alten - ein Akt der Gewalt.
Wie ein Mosaik setzen sich die einzelnen Wahrheiten zu einer großen zusammen. Am Beispiel der Unbekannten schöpft auch die suizidgefährdete Elisabeth neuen Lebensmut. Es dauert sehr lange, bis sich die Handlungsfäden verständlich verknüpfen, die düstere Geschichte aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die der verzweifelten Schriftstellerin. Letztere geht allerdings unter, zu sehr konzentriert sich Geißendörfer auf das Bergdrama von archaischer Kraft, betrachtet Natur und Mensch in ihrer Ursprünglichkeit als Einheit. Leid und Tod gehören hier zum Leben, da wird nichts verschwiegen oder verdrängt, selbst die niedrigsten Triebe nicht. Ambivalente Reaktionen und Abwehrhaltung sind vorprogrammiert, denn Geißendörfer guckt nicht weg, wenn es weh tut oder verzichtet auf verstörende Andeutungen, sondern setzt auf quälende Direktheit. So ist die Drastik der Darstellung - sei es die brutale Vergewaltigung durch den Vater oder die detaillierte Säuberung des in den eigenen Fäkalien liegenden Einöd-Bauern durch die Tochter - oft an der Grenze des Erträglichen. Die Erzählung über mehrere Generationen und Zeitebenen beeindruckt vor allem durch die Kamera-Arbeit (Hans-Günther Bücking) und durch streckenweise schmerzhafte schauspielerische Intensität. Ulrich Mühe spielt den Vater in seiner abgrundtiefen Bosheit und Menschenverachtung wie ein Berserker, Julia Jentsch als Opfer zeigt nicht nur Nacktheit des geschundenen Körpers, sondern auch der gepeinigten Seele. "Schneeland" - nicht nur ein Kinostoff, sondern auch Stoff für heiße Kontroversen. mk.
Als die Schriftstellerin Elisabeth ihren Mann durch einen Autounfall verliert, verlässt sie Heim und Kinder, um in der Schneewüste Lapplands zu sterben. Doch im Eis findet sie nicht den Tod, sondern die Leiche einer alten Frau. In den persönlichen Aufzeichnungen der Toten entdeckt sie die Geschichte einer bewegenden Leidenschaft: Ina, die jahrelang von ihrem Vater gedemütigt und missbraucht wurde, und Aron, der fremde Pferdhirt, der selbst ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt. Die außergewöhnliche und radikale Liebe zu Aron befähigt Ina schließlich, sich durch einen Gewaltakt ihres übermächtigen Vaters zu entledigen. Diese Liebe ist es auch, die Elisabeth die Kraft gibt zurückzukehren - zurück in ihr Leben und zurück zu ihren Kindern...
Nach dem Roman von Elisabeth Rynell erzählt "Lindenstraße"-Regisseur Hans W. Geißendörfer mit spektakulären Bildern schwedischer Originalschauplätze die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe, die durch die herausragende Darstellung von Thomas Kretschmann und Shooting-Star Julia Jentsch zutiefst berührt und beeindruckt.
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Thomas Kretschmann | als Aron | |
|---|---|---|---|
| Julia Jentsch | als Ina | ||
| Maria Schrader | als Elisabeth | ||
| Ulrich Mühe | als Knövel | ||
| Oliver Stokowski | als Salomon | ||
| Ina Weisse | als Helga | ||
| Martin Feifel | als Ingmar | ||
| Susanne Lothar | als Hilma | ||
| Joachim Król | als Rupert | ||
| Caroline Schreiber | als Britta | ||
| Beate Abraham | als Mari | ||
| Brigitte Annessy | als Tora | ||
| Regie: | Hans W. Geißendörfer | ||
| Buch: | Hans W. Geißendörfer | ||
| Musik: | Irmin Schmidt | ||
| Kamera: | Hans-Günther Bücking | ||
| Produzent: | Hans W. Geißendörfer | ||
Schneeland in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Trailer, Interview, Filmografien, Produktionsnotizen
Star
Thomas Kretschmann
Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...
Star
Julia Jentsch
Deutsche Schauspielerin. Mit stiller, verhaltener Kraft spielt sie Frauen, die aus der Rolle fallen, mutige Rebellinnen und von schmerzhaftem...
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