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Schräger als Fiktion

Skurrile Komödie über einen Steuereintreiber, der eines Tages eine Stimme in seinem Kopf zu hören beginnt, die sein Leben kommentiert.


Schräger als Fiktion

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Erhältlich seit:
10.07.2007

Originaltitel: Stranger Than Fiction

Komödie/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 6

Will Ferrell
Maggie Gyllenhaal
Dustin Hoffman

Regie: Marc Forster
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Skurrile Komödie über einen Steuereintreiber, der eines Tages eine Stimme in seinem Kopf zu hören beginnt, die sein Leben kommentiert.

Harold hört ständig diese Frauenstimme (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Harold hört ständig diese Frauenstimme (Foto: Sony Pictures)

Harold Cricks (Will Ferrell) freudloses, streng strukturiertes Leben dreht sich nur um Zahlen und Zeit. Sein einziger Lebensbegleiter ist eine Armbanduhr, nach der er sich seine exakte Routine einrichtet. Harolds Alltag wird jedoch durcheinandergebracht, als er plötzlich eine Frauenstimme in seinem Kopf hört, die alle seine Handlungen und Gefühle kommentiert.

Als die Stimme ihm mitteilt, dass seine Tage gezählt sind, sucht der von seiner Umwelt gehasste Steuereintreiber bei Literaturprofessor Dr. Jules Hilbert (Dustin Hoffman) Hilfe. Denn seit sich Harold in die Bäckerin Ana Pascal (Maggie Gyllenhaal) verliebt hat, ist das Leben plötzlich wieder lebenswert.

Gerade jetzt hat Harold sich in Ana verliebt (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Gerade jetzt hat Harold sich in Ana verliebt (Foto: Sony Pictures)

Die Lust am Leben

Ein wenig erinnert Marc Forsters skurrile Komödie an die Kopfgeburten eines Charlie Kaufman. Doch anders als "Being John Malkovich" ist die Geschichte eher eine emotionale Ode an die Lust am Leben. Slapstick-Spezialist Will Ferrell glänzt auch in melancholischen Passagen und hat einen großen Moment, wenn er den Punkhit "Whole Wide World" anstimmt.

Schräger als Fiktion

Die skurrile Dramedy mit Will Ferrell als tragikomischem Protagonisten, der in seinem Kopf einen laufenden Kommentar zu seinem Leben vernimmt, macht ihrem Titel alle Ehre.

Ferrells Komikerkollegen Jim Carrey und Adam Sandler schlugen beide mit ihren ernsthaften Rollen in den melancholisch angehauchten Existenzkomödien "Die Truman Show" und "Punch Drunk Love" eine neue Richtung ein. Slapstick-Spezialist Ferrell betritt nun sowohl mit dem Genre als auch seinem Part als tragischer Tölpel vergleichbares Neuland. Unter der versierten Regie von Marc Forster, der nach "Monster's Ball" und "Wenn Träume fliegen lernen" erneut seine Vielseitigkeit demonstriert, mimt er den einsamen Steuerberater Harold Crick.

Sein freudloses, streng strukturiertes Leben dreht sich nur um Zahlen und Zeit. Über den Bildern eingeblendete Computergrafiken veranschaulichen die mathematische Präzision, mit der Harolds "Beautiful Mind" alles in Zahlen kategorisiert: Die Anzahl seiner täglichen Zahnbürstenstriche, die Schritte zur Bushaltestelle, wie viele Minuten Kaffeepause er sich erlaubt, etc. Sein einziger Lebensbegleiter ist eine Armbanduhr, nach der er sich für seine exakte Routine einrichtet. Harolds Alltag wird durcheinander gebracht, als er plötzlich eine Frauenstimme hört, die alle seine Handlungen und Gefühle kommentiert. Als die Stimme mitteilt, dass seine Tage gezählt sind, sucht der von seiner Umwelt gehasste Steuereintreiber bei Literaturprofessor Dr. Jules Hilbert (Dustin Hoffman ähnlich existenzialistisch detektivisch wie zuvor in "I Heart Huckabees") Hilfe. Denn seit sich Harold in die steuergesetzebrechende Bäckerin Ana Pascal (Maggie Gyllenhaal top als tätowierte Anarchobraut) verliebt hat, ist das Leben plötzlich wieder lebenswert. Letztlich führt die Spur zur bekannten Schriftstellerin Karen Eiffel (Emma Thompson kreiert vorzüglich ein kettenrauchendes, neurotisches Wrack), die einen Roman über den ihr unbekannten Harold schreibt und damit sein Leben zu beeinflussen scheint. Nun gilt es eine Möglichkeit zu finden, den bereits von ihr geskripteten Tod ihres Protagonisten zu umgehen.

Diese klar übersteuerte Realität könnte der Fantasie Charlie Kaufmans entsprungen sein, wobei es hier allerdings nicht ganz so multidimensional wie in "Being John Malkovich" zugeht. Nach dem Drehbuch von Zach Helm wechseln Momente vergnüglicher Situationskomik (Ferrell beherrscht sein Fach) mit nachdenklicher Tiefsinnigkeit ab. Insgesamt zeigt sich Hauptdarsteller Ferrell weniger von seiner albernen Seite, sondern kann mit melancholischen Zwischentönen in seiner Rolle als emotional isolierter Einzelgänger überzeugen. Besonders rührend ist die Szene, in der er schüchtern für Ana auf der Gitarre den Punkhit "Whole Wide World" anstimmt und sie ihn daraufhin stürmisch in die Arme schließt. Dass die Wahrscheinlichkeit einer Romanze zwischen diesen beiden grundverschiedenen Figuren höchst limitiert anmutet, tut dem Charme dieses Subplots keinen Abbruch. Fans tragikomischer Unterhaltung, die ihre Komödien schräger lieben als sie das Leben schreibt, werden ihre Freude haben. ara.

Schräger als Fiktion

Schriftstellerin Kay Eiffel ringt mit sich, wie sie ihren letzten und möglicherweise besten Roman abschließen soll - sie muss sich nur noch ausdenken, wie sie ihre Hauptperson, Harold Crick, am besten umbringen kann, dann wäre ihr Buch fertig. Sie hat jedoch keine Ahnung, dass Harold Crick in der wahren Welt auf unerklärliche Weise tatsächlich existiert - und sich plötzlich ihrer Worte bewusst wird, die nur er hören kann! Fiktion und Realität prallen aufeinander, als der zunehmend bestürzte Harold begreift, was Kay mit ihm vor hat und sich mit Händen und Füßen dagegen zu wehren beginnt: Er muss dringend einen Weg finden, wie er das Ende ihres Romans - und sein eigenes - abwenden kann...

Kurzbewertung:
Unter der Regie von Marc Forster (Monster's Ball, Wenn Träume fliegen lernen) glänzt Will Ferrell (Ricky Bobby - König der Rennfahrer) als widerwillig Ferngesteuerter in einer komödiantischen Paraderolle vom Feinsten. An seiner Seite agieren Maggie Gyllenhaal (World Trade Center), Oscar[r]-Preisträger Dustin Hoffman (Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders), Queen Latifah (Chicago)und Oscar[r]- Preisträgerin Emma Thompson (Tatsächlich - Liebe) in dieser wunderbar absurden und skurrilen Komödie.

Quelle: Sony Pictures

Audiokommentar Regisseur & Besetzung
Audiokommentar Filmemacher
Dokumentationen: Die Schauspieler, Das Team, Die Story, Harolds Zahlenwelt - Grafische Gestaltung, Hinter den Kulissen
Entfallene & verlängerte Szenen
Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Will Ferrell   als Harold Crick
  Maggie Gyllenhaal   als Ana Pascal
  Dustin Hoffman   als Dr. Jules Hilbert
  Queen Latifah   als Penny Escher
  Emma Thompson   als Kay Eiffel
  Tony Hale   als Dave
  Tom Hulce   als Dr. Cayly
  Linda Hunt   als Dr. Mittag-Leffler
 
Regie:  Marc Forster  
Buch:  Zach Helm  
Musik:  Britt Daniel  
Kamera:  Roberto Schaefer  
Produzent:  Lindsay Doran  
 

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