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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.11.2004
Deutschland 2003
Laufzeit: 107 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Horst Krause
Harald Warmbrunn
Karl-Fred Müller
Regie: Michael Schorr
Paramount Home Entertainment

Im anhaltinischen Teutschenthal möchte wohl niemand sein Leben oder gar seinen Lebensabend verbringen. Nach der Frühpensionierung macht sich deshalb Schultze auf ins ferne Texas, um für seinen Volksmusikverein auf dem Wurstfest in New Braunfels aufzuspielen. Die merkwürdige Reise führt bis in die Sümpfe und Bayous von Louisiana. Freunde abseitigen Humors und einer fast altmodischen Schrulligkeit kommen hier auf ihre Kosten.
Gegen den Mainstream schwimmen die Beiträge in der Venedig-Reihe "Controcorrente" mit neuen Formen, und da ist diese schräge Geschichte durchaus gut aufgehoben. Michael Schorr kommen seine Dokumentarfilmerfahrungen (u.a. "Fisch Meer Blues" und "ferner liefen") zugute, denn er mischt in diesem Spielfilm Realität und Fiktion, bezieht die Menschen der Region mit ein, lässt Laien neben Profis auftreten.
Die Handlung ist eher minimalistisch: Protagonist Schultze wurde mit seinen zwei Kumpeln in den Vorruhestand geschickt und langweilt sich in dem kleinen Kaff zu Tode, früher arbeitete er unter Tage im Kali-Abbau, jetzt angelt der über Tage im nahen Fluss. Da trifft es sich gut, dass der örtliche Volksmusikverein das Angebot aus der texanischen Schwesterstadt New Braunfels erhält, einen der ihren zum bekannten Wurstfest ("the ten day salute to sausage")zu schicken, um dort aufzuspielen. Die Wahl fällt auf Schultze, auch wenn es den Vereinsmeiern etwas komisch vorkommt, dass der Hobby-Musiker plötzlich nicht mehr deftige Polka, sondern fremde klingende "Negermusik" - sprich heiße Südstaatenklänge - aus dem Akkordeon zaubert. Schultze macht sich auf den Weg ins Land der unendlichen Möglichkeiten und muss feststellen, die Welt ist sehr klein. Auch in Texas und Louisiana malträtieren Provinzler am Wochenende den Tanzboden und fröhnen der Volkstümelei, nichts mehr für den Alten aus Sachsen-Anhalt, der einfach allein weiterzieht und sich mit ein paar Englischbrocken durchschlägt. Weggehen, um anzukommen.
Es passiert relativ wenig. Die brillante Kamera (Axel Schneppat) folgt der nicht gerade geschwätzigen Hauptfigur auf der Suche nach irgendwas, und manchmal ähneln sich nicht nur die Freizeitgewohnheiten, sondern auch die Landschaften und skurrilen Gestalten, die in ihrer Kauzigkeit einem Kaurismäki-Film entsprungen sein könnten. Der massige Eigenbrötler ist zwar kein Sympathieträger, aber Horst Krause gibt ihm die notwendige Sturheit und Präsenz auf der Leinwand. Etwas Geduld sollten die Arthouse-Zuschauer allerdings mitbringen. mk.
| Darsteller: | Horst Krause | als Schultze | |
|---|---|---|---|
| Harald Warmbrunn | als Jürgen | ||
| Karl-Fred Müller | als Manfred | ||
| Ursula Schucht | als Jürgens Frau | ||
| Hannelore Schubert | als Manfreds Frau | ||
| Wolfgang Boos | als Pförtner | ||
| Rosemarie Deibel | als Frau Lorant | ||
| Wilhelmine Horschig | als Lisa | ||
| Alozia St. Julien | als Josephine | ||
| Anne v. Angelle | als Aretha | ||
| Leo Fischer | als Chef Musikclub | ||
| Loni Frank | als Schultzes Mutter | ||
| Elke Rümmler | als Krankenschwester | ||
| Marylu Poolman | als Rentnerin | ||
| Ilse Holtmann | als Rentnerin | ||
| Eva Bodnar | als Rentnerin | ||
| Hans-Peter Rößiger | als Arzt | ||
| Gunnar Schlafmann | als Gastgeber Kochshow | ||
| Volker Rößiger | als Pfarrer | ||
| Kerry Christensen | als Jodeler | ||
| Raimond Darilek | als Dominospieler | ||
| Freddie Hirsch | als Dominospieler | ||
| Chris Pilat | als Dominospieler | ||
| Richard Gaerkner | als Dominospieler | ||
| Frances Pilat | als Bardame | ||
| Charles Pilat | als Barkeeper | ||
| Kirk Guidry | als Capt'n Kirk | ||
| Danielle Krause | als Shareen | ||
| Carl | als Cockatoo | ||
| Regie: | Michael Schorr | ||
| Buch: | Michael Schorr | ||
| Musik: | Thomas Wittenbecher | ||
| Kamera: | Axel Schneppat | ||
Schultze Gets the Blues in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,78
Extras: Audiokommentar, Kinotrailer
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