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Schwer verliebt

Romantikkomödie mit Herz und Humor über einen oberflächlichen Mann, der sich nach einer Hypnose in eine 150 Kilo-Frau verliebt.


Schwer verliebt

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Erhältlich seit:
26.08.2002

Originaltitel: Shallow Hal

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6

Gwyneth Paltrow
Jack Black
Jason Alexander

Regie: Bobby Farrelly, ...
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Schwer verliebt

Nach einer Stegreif-Hypnose in einem stecken gebliebenen Fahrstuhl erkennt der sonst von seinem verstorbenen Vater auf oberflächliche Über-Babes konditionierte Hal plötzlich die inneren Werte der Frauen. Auf einen Schlag lässt es ihn kalt, dass seine neue Angebetete 150 Kilo auf die Waage bringt, denn er sieht in ihr nur die liebenswerte Rosemary. Als sein bester Kumpel Jason Alexander die Hypnose rückgängig macht, bringt er Hal in die Bredouille. Zurück im alten Weltbild, erkennt er geschockt, was für ein Nilpferd sein Herz erobert hat...

Bobby und Peter Farrelly ("Verrückt nach Mary"), eigentlich abonniert auf Ekelgags und aberwitzige Situationen, haben für "Schwer verliebt" ihre verständnisvolle Seite entdeckt. Ohne ätzenden Sarkasmus schildern sie auf vergnügliche Weise die Nöte der Dicken und Unperfekten. "Rosemary" Gwyneth Paltrow gibt das unsichere Mauerblümchen mit einer eindringlichen Emotionalität, während Partner Jack Black in seiner ersten Hauptrolle die 180-Grad-Wandlung von Hal amüsant verkörpert. Gewichtige Romanze mit sensibler Message.

Schwer verliebt

Fett ist Fun - zumindest im Filmgeschäft. Nach Renee Zellweger, die sich für "Bridget Jones" echte Pfunde anfutterte und Julia Roberts mit künstlichen Speckprothesen in "America's Sweethearts" verkörpert Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare In Love") mit Hilfe eines "Fettanzugs" ein liebenswertes Dickerchen mit tonnenweise Herz. In der romantischen Komödie der Bad-Taste-Könige Peter und Bobby Farrelly ("Verrückt nach Mary") spielt sie die pfundige Angebetete eines ehemals extrem oberflächlichen Jedermanns (Jack Black aus "High Fidelity"), der aufgrund von Hypnose zunächst nur ihre innere Schönheit erkennt. Das US-Publikum schluckte den für Farrelly-Verhältnisse erstaunlich geschmackvollen Datemovie-Köder.

Die schwergewichtige Love Story mit PG-13-Rating geizt zwar nicht mit teils hartgesottenen Dickenwitzen, doch die Farrellys wie schon bei "Ich beide & sie" in Punkto Sentimentalität ebenfalls in die Vollen. Die Filmemacher - schon immer mit einem Faible für den Underdog - werfen dieses Mal ihr Gewicht in die Waagschale, um eine Toleranzbotschaft unters Volk zu bringen, dass auch optisch nicht dem gängigen Ideal entsprechenden Individuen (Übergewichtige, Hässliche, Brandopfer und Behinderte) durchaus wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sein können. Damit geht die Entscheidung einher, die patentierte Holzhammerhumormethode beträchtlich zu entschärfen, so dass "Schwer verliebt" nur bedingt als Bad-Taste-Komödie bezeichnet werden kann, sieht man von einem einzelnen derben visuellen Gag ab.

Die Pfunde purzeln los mit einem Prolog, der Protagonist Hal als Kind am Totenbett seines Vaters zeigt. Dessen letzten Worte haben für Hal derart gewichtige Bedeutung, dass er sich als Erwachsener nur für die bestaussehendsten Frauen interessiert - obwohl er selbst kaum als mittelmäßiger Durchschnitt bezeichnet werden kann. Die von Black hinreißend komisch porträtierte Selbstüberschätzung seiner Attraktivität sorgt für die nötige Erheiterung während der einleitenden Minuten. Sein von Jason Alexander (George Costanza aus "Seinfeld") gespielter Sidekick Mauricio ist nicht weniger verblendet. Ihre weitgehend glücklosen nächtliche Streifzüge durch Diskotheken nehmen für Hal plötzlich eine Wendung, als er in einem steckengebliebenen Aufzug von Selbsthilfeguru Tony Robbins (als er selbst) hypnotisiert wird. In einer Art "Was Frauen wollen"-Variation ist es ihm möglich, die innere Schönheit (oder Hässlichkeit) von Frauen zu sehen. Plötzlich kann er sich vor Dates mit heißen Miezen gar nicht mehr retten. Als er die 150 Kilo auf die Waage bringende Rosemary in einem Kaufhaus erblickt, erscheint vor seinem Auge nicht ihre äußere walross-ähnliche Hülle, sondern ihre gertenschlanke Inkarnation in Gestalt von Paltrow. Er macht der anfangs skeptischen Rosemary hartnäckig den Hof, bald werden sie ein Paar. Kumpel Mauricio fällt jedoch aus allen Wolken, als er sieht, was für eine Tonne Hal sich als Frau seiner Träume auserkoren hat. Er kann die Gehirnwäsche wieder rückgängig machen und stürzt seinen Freund, der seine große Liebe nun wahrnimmt, wie sie tatsächlich ist, in ein gewaltiges Dilemma.

Black amüsiert in seiner ersten Hauptrolle als tumber Tropf, der eine Charakterwandlung um 180 Grad durchläuft, und Paltrow, eigentlich abonniert auf Indierollen bei Miramax, überzeugt mit ähnlich viel Charme wie Cameron Diaz drei Jahre zuvor in "Verrückt nach Mary". Sie glänzt mit einer emotionsreichen Darstellung, in der sie die verletzten Gefühle der ewig verlachten und gehänselten Dicken eindringlich auszudrücken versteht. Die visuellen Gags, die Rosemarys Nilpferd-Status untermalen - ihr Sprung ins Wasser leert einen halben Pool, Restaurantstühle brechen unter ihr zusammen - sind recht zahm ausgefallen und nie gemein im Ton. Die Szenen der übergewichtigen Rosemary werden vorwiegend mit der Rückenansicht eines Bodydoubles bestritten, lediglich im letzten Akt ist es Paltrow, die mit "Der verrückte Professor"-würdigem Makeup und Prothesen agiert. Das Farrelly-Kernpublikum männlicher Teenager wird sich vom sensiblen Grundtenor und einem Mangel an grotesken Gags vielleicht nicht unbedingt in Scharen angesprochen fühlen, doch es sollten sich genügend andere für die mit einem poppigen Soundtrack unterlegte, gutherzige Romantikkomödie interessieren. ara.

Darsteller:  Gwyneth Paltrow   als Rosemary
  Jack Black   als Hal
  Jason Alexander   als Mauricio
  Joe Viterelli   als Steve Shanahan
  Rene Kirby   als Walt
  Bruce McGill   als Reverend Larson
  Tony Robbins   als Tony Robbins
  Susan Ward   als Jill
  Zen Gesner   als Ralph
  Brooke Burns   als Katrina
  Rob Moran   als andere Hostess
  Joshua Li'iBoy Shitani   als Li'iBoy
  Kyle Gass   als Artie
  Laura Kightlinger   als Jen
  Nan Martin   als Schwester Tanya Peeler
  Sasha Neulinger   als Hal (jung)
  John. E. Jordan   als Kellner
  Jill Christine Fitzgerald   als Mrs. Shanahan
  Fawn Irish   als Spastic Bella
  Erinn Bartlett   als Bella
 
Regie:  Bobby Farrelly  
  Peter Farrelly  
Buch:  Bobby Farrelly  
  Peter Farrelly  
  Sean Moynihan  
Musik:  Ivy  
Kamera:  Russell Carpenter  
Produzent:  Bobby Farrelly  
  Peter Farrelly  
  Bradley Thomas  
  Charles B. Wessler  

Nicholson und Pacino für Farrellys vor der Kamera

Die Farrelly-Brüder stehen in ihren Filmen für zwei Dinge ganz sicher: Massive Starpower und die wohl abwegigsten Filmideen überhaupt. Mit "Stuck On You" sind sie nun aber auf dem besten Weg, sich selbst zu übertreffen!

Ob Jack Nicholson bei den Farrellys sein berühmntes Grinsen vergehen wird?

Ob Jack Nicholson bei den Farrellys sein berühmntes Grinsen vergehen wird?

Dort wo andere Regisseure längst der Political Correctness wegen abwinken, die Kritiker die Grenzen des guten Geschmackes gesprengt sehen und das Publikum zwischen Totlachen und Brechreiz hin und her gerissen wird, geht für Bobby und Peter Farrelly der Spaß erst so richtig los. Sperma-Tollen hin, Dickenwitze her, ihr neues Projekt "Stuck On You" wird wohl alles bekannte in den Schatten stellen:

Matt Damon und Greg Kinnear werden die Hauptrollen als siamesisches Zwillingspaar übernehmen, das am Kopf zusammengewachsen ist. Einer der beiden strebt eine Hollywood-Karriere an, der andere will das mit aller Macht verhindern. Als Mentor des ungleichen Duos wird Cher auftreten. Doch damit nicht genug in Sachen Star-Rummel.

Denn wie die Farrellys nun bekannt gaben, werden auch die Hollywood-Legenden Al Pacino und Jack Nicholson mit von der Partie sein. Einzeln wohl gemerkt!

Das schein nun aber auch schon das einzig normale an diesem Film zu sein. Denn wie Insider berichteten, spielt ein Oktopus-Kostüm für die Zwillinge eine entscheidende Rolle und die Farrellys suchen verzweifelt nach weiteren Schauspielern mit extrem großen Ohren.

Beide Regisseure werden nicht müde, immer wieder zu betonten, dass die Komödie sich nicht über die Behinderung der Zwillinge lustig mache. Das Skript sei bereits zehn Jahren alt und hätte bereits früher mit Jim Carrey und Woody Allen verfilmt werden. Beide jedoch haben dankend abgelehnt. Warum nur...

 

Schwer verliebt in der Fotoshow

 

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