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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.07.2007
Deutschland 2006
Laufzeit: 90 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Sebastian Bezzel
Michael A. Grimm
Simon Schwarz
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Highlight Communications (Deutschland)

Mit dem kurzweiligen Nachfolger seines Sleeper-Hits "Wer früher stirbt, ist länger tot" empfiehlt sich HFF-Absolvent Marcus H. Rosenmüller für höhere Aufgaben.
Kaum hat Marcus H. Rosenmüllers Erstling, die bajuwarisch-makabre Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot", die Eine-Million-Besucher-Hürde genommen, da ist auch schon ein Nachfolger des Überraschungshits 2006 in Sicht. "Schwere Jungs" heißt er, bedient das gleiche Genre und ist dank der leichtfüßigen Inszenierung und der eingängigen Story kommerziell sogar noch höher einzuschätzen als der Vorgänger. Die Handschrift von Shooting Star Rosenmüller, der hier im Gegensatz zu "Wer früher stirbt..." nur Regie führte und ein Drehbuch von Philipp Roth adaptierte, ist dennoch deutlich zu erkennen: Der virtuose Umgang mit den Darstellern, das aufmerksame Ohr für pointierte Dialoge und das exakte Gespür fürs Timing. Erzählt wird im Grunde eine Success Story wie man sie aus US-amerikanischen Filmen bereits dutzendweise her kennt: Seit er denken kann, steht der Möchtegern-Bobfahrer Gamser (sympathischer Newcomer: Sebastian Bezzel) aus Garmisch-Partenkirchen, ein Underdog wie er im Buche steht, im Schatten seines großen Konkurrenten, dem Dorfler, einem einflussreichen Brauereibesitzer (adäquater Widerpart: Nicholas Ofczarek). Doch 1952, dem Jahr der Olympischen Winterspiele in Oslo, will er es noch einmal wissen. Gemeinsam mit seinen drei Freunden aus Jugendtagen stampft der Gamser einen wettbewerbsfähigen Vierer-Bob aus dem Boden und schafft das Unmögliche - die Qualifikation für Olympia, die natürlich auch sein hochdekorierter Erzrivale in der Tasche hat. Doch vor Ort in Oslo wird den beiden Kontrahenten schnell klar, dass nur ein Team eine reelle Chance hat, eine Medaille für Deutschland nach Hause zu bringen. Und so raufen sich der Gamser und der Dorfler zusammen und stellen gemeinsam eine siegfähige Mannschaft zusammen - mit sensationellem Erfolg.
Gerade die Auflösung des Plots, der auf wahren Gegebenheiten basiert, unterscheidet diese "schweren Jungs" von vergleichbaren US-Produktionen. Denn hier ist es eben nicht der Stärkere, sondern der Klügere, der Kompromissbereite, der letztlich den Sieg davonträgt. Doch wichtiger als diese pathetische Botschaft ist die Tatsache, dass diese Komödie kaum Schwächen zeigt, das Kolorit der fünfziger Jahre amüsant überzeichnet eingefangen und bayerische Lebensart mit all ihren Klischees - von der Blasmusik über derbes Abwatschen bis hin zu orgiastischen Wettfressen - ausgewalzt wird. Rosenmüller ist sich auch nicht zu schade, den einen oder anderen Gag bis zur Schmerzgrenze auszureizen - wie etwa homosexuelle Anspielungen, deren Opfer ein wild grimassierender Bastian Pastewka als stocksteifer Delegationsassistent von Hase ist. Das Publikum der 40. Hofer Filmtage, die "Schwere Jungs" eröffnen durfte, hat diesen nostalgischen Ritt durch den Eiskanal mit frenetischem Applaus quittiert. Vielleicht auch deshalb, weil das Ganze weniger Sportkomödie als vielmehr in den guten alten Zeiten schwelgendes Feelgood-Movie ist. lasso.
| Darsteller: | Sebastian Bezzel | als Gamser | |
|---|---|---|---|
| Michael A. Grimm | als Franzl | ||
| Simon Schwarz | als Leusl Peter | ||
| Antoine Monot, Jr. | als Gustl | ||
| Nicholas Ofczarek | als Dorfler | ||
| Andreas Harwarth | als Kaspar | ||
| Stefan Betz | als Basti | ||
| Daniel Zillmann | als Toni | ||
| Rike Schmid | als Anna Dorfler | ||
| Liane Forestieri | als Rosi | ||
| Denise Zich | als Eislaufprinzessin Mücke | ||
| Lisa Maria Potthoff | als Gerdi | ||
| Bastian Pastewka | als von Hase | ||
| Horst Krause | als Delegationsleiter | ||
| Barbara Bauer | als Ursel | ||
| Maximilian Brückner | als Reporter Robert | ||
| Martin Walch | als Schiedsrichter | ||
| Sylvester Leo | als Schieler Waschtl | ||
| Florian Thompson | als Leusl mit 12 | ||
| Josef Friedl | als Gustl mit 10 | ||
| Philipp Epping | als Franzl mit 13 | ||
| Regie: | Marcus H. Rosenmüller | ||
| Buch: | Philipp Roth | ||
| Musik: | Gerd Baumann | ||
| Kamera: | Torsten Breuer | ||
| Produzent: | Molly von Fürstenberg | ||
| Viola Jäger | |||
| Harry Kügler | |||
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Making of, Interviews, Featurettes, Bio- und Filmografien
Sebastian Bezzel wird gern und oft in TV-Krimiserien und -reihen besetzt. War er zunächst hauptsächlich in Nebenrollen zu sehen,...
Michael A. Grimm ist seit Ende der 90er-Jahre ein viel beschäftigter Theaterschauspieler. Daneben war er immer wieder auch in kleineren...

