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Scoop - Der Knüller

Woody Allens wieder in London gedrehter "Match Point"-Nachfolger über eine amerikanische Studentin, die einen Mörder überführen will, sich aber in den Verdächtigen verliebt.


Scoop - Der Knüller

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.05.2007

Originaltitel: Scoop

Komödie/ Kriminalfilm

Großbritannien/USA 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 6

Ian McShane
Scarlett Johansson
Woody Allen

Regie: Woody Allen
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Unschlagbar witzig: Woody Allen und Scarlett Johansson sind in London dem geheimnisvollen "Tarotkarten-Killer" auf den Fersen. Die Spur führt in die High Society.

Journalistin Sondra und Zauberer Sid Waterman spielen Detektiv (Foto: Concorde) Großansicht

Journalistin Sondra und Zauberer Sid Waterman spielen Detektiv (Foto: Concorde)

Eigentlich will die angehende Journalistin Sondra (Scarlett Johansson) nur Freunde in London besuchen. Als die Amerikanerin vom Zauberer Sid Waterman (Woody Allen) bei einer Show auf die Bühne gerufen wird, erscheint ihr der kürzlich verstorbene Starreporter Joe Strombel (Ian McShane). Eigentlich auf dem Weg ins Totenreich, gibt er ihr aus dem Jenseits einen heißen Tipp über den unheimlichen "Tarotkarten-Killer".

Der Superstory muss Sondra natürlich nachgehen. Mit dem etwas konfusen Künstler im Schlepptau macht sie sich als rasende Reporterin auf die Suche nach dem Mörder und fällt dabei in die Arme des attraktiven Aristokraten Peter ("X-Man" Hugh Jackman). Der Sohn eines Lords verdreht ihr gründlich den klugen und äußerst hübschen Kopf. Kann ein so charmanter Mann ein Killer sein? Das muss die sinnliche Schöne erst einmal herausfinden.

Sondra verguckt sich in den möglichen Mörder Peter (Foto: Concorde) Großansicht

Sondra verguckt sich in den möglichen Mörder Peter (Foto: Concorde)

London Murder Mystery

Woody Allen kehrt zu früherer Höchstform zurück, führt nicht nur Regie, sondern spielt auch den zum Schreien komischen, tütteligen Magier "Splendini". Der Meister der intelligenten Komödie und seine Muse stolpern bei der gefährlichen Verbrecherjagd mit heißem Romantikfaktor in sämtliche Fallen, bleiben aber bis zum überraschenden Ende hartnäckig am Ball. Beste "Murder Mystery", in London mindestens so spannend wie in Manhattan.

Scoop - Der Knüller

"Stadtneurotiker" Woody Allen serviert das Komödienpendant zu seinem erfolgreichen Comeback "Match Point", bei dem ebenfalls eine Murder Mystery von seinem angestammten Manhattan in die High Society Londons verlegt wird.

Nach einer Reihe von mittelprächtigen Projekten sah man sich vom Altmeister selbstironischer Satire letztjährig mit dem sarkastischen Klassen-Krimi "Match Point" erstmals wieder ernsthaft gut unterhalten. Seiner Hauptdarstellerin Scarlett Johansson schrieb er daraufhin speziell die Rolle der naiven Amateurdetektivin Sondra Pransky auf den drallen Leib. Dabei erkennt man Spurenelemente seiner ehemaligen Musen Diane Keaton und Mia Farrow, sowie (gewohnte) Indizien der Schöpfung eines weiblichen Alter Egos des Woodman höchstpersönlich. Erstmals seit "Hollywood Ending" bedachte sich Allen auch wieder selbst mit einem gewichtigen Part, wobei er auf eine Filmromanze mit seiner wesentlich jüngeren Protagonistin verzichtet. Stattdessen schlüpft er als der Bühnenmagier Sid Waterman aka Splendini in die Rolle einer konstant lamentierenden Vaterfigur, um der (zumindest in seinen Augen) hilfsbedürftigen Heroine mit gestammeltem Rat und sie zumeist enervierender Tat zur Seite zu stehen, den berüchtigten Tarotkarten-Killer zu überführen. Den Tipp, dass der privilegierte Sohn Peter (ein exzellenter Hugh Jackman) von Lord Lyman der Mörder mehrerer Prostituierter sei, erhält die unbedarfte amerikanische Journalismusstudentin ausgerechnet vom Geist des verstorbenen Starreporters Joe Strombel, während sie für einen Bühnentrick Watermans "dematerialisiert" wird. Um die fraglich erfahrene unerhörte Anschuldigung zu beweisen, gilt es zunächst die Bekanntschaft des Verdächtigen zu machen, woraufhin sich eine Romanze und die zu erwartenden Komplikationen entspinnen.

Dass diese leichtgewichtige Krimifarce um einen nicht übermäßig schwer zu knackenden Fall von verspieltem Humor getragen wird, macht sich schon mit den zu Beginn angestimmten Klängen aus Tschaikowskys Nussknacker-Ballett bemerkbar. Klassische Töne schlägt auch der Rest des Scores an, klassisches Understatement charakterisiert die Society-Schauplätze, klassisch kompetent gestaltet sich erneut die Kameraarbeit von Remi Adefarasin. Gepaart mit Allens patentiertem Wortwitz und den für ihn typischen Drolligkeiten wird auf kurzweilig-kalorienarmes Entertainment gesetzt, das nicht an "Match Point" heranreicht, aber allemal einen Woody Allen in komödiantischer Form zeigt. ara.

Darsteller:  Ian McShane   als Joe Strombel
  Scarlett Johansson   als Sondra Pransky
  Woody Allen   als Sid Waterman
  Hugh Jackman   als Peter Lyman
 
Regie:  Woody Allen  
Buch:  Woody Allen  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Letty Aronson  
  Gareth Wiley  
 

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