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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.02.2004
Originaltitel: Seabiscuit
USA 2003
Laufzeit: 134 Min.
FSK: ab 6
Tobey Maguire
Jeff Bridges
Chris Cooper
Regie: Gary Ross
Universal Pictures Germany

Das legendäre Rennpferd Seabiscuit wurde während der dreißiger Jahre für die US-Nation zum geliebten Volkssymbol, das ihr mit seinem gegen alle Chancen vollbrachten Siegeszug inspirierende Hoffnung während der Depressionsära verlieh. Klein, ungraziös und ehemals eine Enttäuschung auf der Rennbahn, avancierte es zum enthusiastisch gefeierten Sieger und verkörperte damit die Verwirklichung des amerikanischen Traums vom unverwüstlichen Underdog, der das beste aus seiner zweiten Chance im Leben macht. Diese Beschreibung trifft auch für den Besitzer (Jeff Bridges), den Trainer (Chris Cooper) und den Jockey (Tobey Maguire) von Seabiscuit zu, und basierend auf dem erfolgreichen Tatsachenroman von Laura Hillenbrand entwirft Regisseur Gary Ross ("Pleasantville") nicht nur ambitioniert ihr bewegendes Schicksalsporträt, sondern versucht damit auch die damalige Verfassung eines ganzen Volkes widerzuspiegeln.
Ross zeigte bei seinem Debüt "Pleasantwville" wie auch bei seinen Drehbüchern ("Big", "Dave", "Mr. Baseball" oder "Lassie"), stets eine Affinität zu verträumtem Idealismus. Seine gewohnte nostalgische Verklärung von ehrbarer Moral erweist sich bei seiner "Seabiscuit"-Adaption als perfektes Attribut, um ein authentisches Zeitgefühl zu beschwören. Optisch wird dies vom makellosen Produktionsdesign und den zeitgemäßen Kostümen unterstrichen, die mit ebensolcher Perfektion von Kameramann John Schwartzmann auf Film gebannt wurden . Ross, der einen Cameo-Auftritt als Rennbahnansager absolviert, hält sich insgesamt eng an den Roman und baut sein Drama in drei Akten auf. Begonnen wird mit einer Montage von Schwarzweiß-Fotografien der Depressionszeit und einem erläuternden Off-Kommentar des Historikers David McCullough. Anschließend werden leicht episodenhaft der wohlhabende Selfmademan Charles Howard (Bridges mimt wie in "Tucker" einen sympathischen Autobauer), der menschenscheue Pferdeflüsterer Tom Smith (Oscar-Gewinner Cooper grauhaarig und wortkarg) und der in Literaturklassikern belesene Jockey und Gelegenheitsboxer Red Pollard ("Spider-Man" Maguire als renitenter Rotschopf) eingeführt. Alle drei sind gebrochene Figuren. Howard muss den Unfalltod seines Sohns und seine folgende Scheidung verarbeiten, Smith verliert seinen Job als Cowboy und wird zum Drifter, und Jockey Pollard ist in jungen Jahren von seiner Familie verlassen worden und versucht seinen Schmerz in Boxkämpfen auszuleben. Nachdem die drei über den - zunächst ebenso wie Red verbitterten und unbezähmbaren - Seabiscuit zusammenfinden, wird mit atemberaubenden Rennbahneinlagen der phänomenale Aufstieg des Teams geschildert. Dies gipfelt mit dem Sieg in dem Rennen gegen den Vollblut-Champion War Lord, der mit seinem steinreichen Besitzer von der Ostküste als Metapher für das kapitalistische Establishment des "Old Money" steht. Ein etwas störender Fehlgriff in diesem Zusammenhang ist es, dass Ross diesem Höhepunkt nicht ganz erlaubt, sein volles Potenzial zu entfalten, indem er Montagen von der gebannt vor dem Radio sitzenden Nation gegenschneidet. Die folgenden Ereignisse, die einmal mehr die Parallelen zwischen Jockey Pollard und Seabiscuit ausführen, als beide verletzt werden und mit unglaublicher Willensanstrengung nochmals zum Sieg reiten, wirkt im Anschluss fast nur noch wie eine Coda.
Für willkommenen Humor sorgt der stets zuverlässige William H. Macy als schillernder Radioansager "Tick Tock" McGlaughlin, während der Kentucky-Derby-Gewinner George Stevens in seinem Filmdebüt eine gute Figur als Reds bester Freund und Kollege macht. Produktionstechnisch auf allen Ebenen exzellent realisiert, wird das Publikum sicherlich geneigt sein, gewisse kleine Mängel bei der Inszenierung zu übersehen. Im Pferde vernarrten Deutschland (siehe "Der Pferdeflüsterer", der vor fünf Jahren immerhin 4,2 Mio. Besucher in die Kinos lockte) wird das ohne große Sentimentalität auskommende Aufstiegsdrama mit großer Sicherheit an die Spitze der Charts galoppieren - und sich dort auch halten. ara.
| Darsteller: | Tobey Maguire | als Johnny "Red" Pollard | |
|---|---|---|---|
| Jeff Bridges | als Charles Howard | ||
| Chris Cooper | als Tom Smith | ||
| Elizabeth Banks | als Marcella Howard | ||
| Gary Stevens | als George "The Iceman" Woolf | ||
| William H. Macy | als Tick-Tock McGlaughlin | ||
| David McCullough | als Erzähler | ||
| Michael O'Neill | als Mr. Pollard | ||
| Michael Angarano | als Red Pollard (jung) | ||
| Annie Corley | als Mrs. Pollard | ||
| Kingston DuCoeur | als Sam | ||
| Eddie Jones | als Samuel Riddle | ||
| Ed Lauter | als Charles Strub | ||
| Royce D. Applegate | als Dutch Doogan | ||
| Valerie Mahaffey | als Annie Howard | ||
| Regie: | Gary Ross | ||
| Buch: | Gary Ross | ||
| Musik: | Randy Newman | ||
| Kamera: | John Schwartzman | ||
| Produzent: | Kathleen Kennedy | ||
| Frank Marshall | |||
| Gary Ross | |||
| Jane Sindell | |||
Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar
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