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Seed - Zurück aus dem Jenseits

Schonungsloser Horrorfilm von Deutschlands umstrittesten Regieexport Uwe Boll.


Seed - Zurück aus dem Jenseits (Black Edition)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
30.09.2011

Originaltitel: Seed

Horror/ Thriller

Kanada 2007
Laufzeit: 86 Min.
FSK: (JK:su) - geprüft durch Juristen(kommission): strafrechtlich unbedenklich

Will Sanderson
Michael Paré
Ralf Moeller

Regie: Dr. Uwe Boll
WVG Medien

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Seed - Zurück aus dem Jenseits (Black Edition)

Ein Tierschützer-Video mit Hundeverstümmelungen in detailfreudiger Großaufnahme als Ouvertüre für einen Serienkiller-Amoklauf. Später sichten Polizisten ein Video, das von dem Täter stammt. Auf dem Film verhungert eine Ratte, verwest im Zeitraffer, wird von Maden zerfressen. Als nächstes in demselben Kellerraum: Ein Hund stromert herum, winselt, bekommt nichts zu trinken, Tod, Verwesung, Maden. Als nächstes: Ein Säugling. Krabbelt herum, schreit, kriegt keine Milch. Der wird doch nicht, denken die Cops. Er wird. Und es wird noch mehr.

Deutschlands neuestes Film-Enfant-terrible Uwe Boll wendet sich auf unnachahmliche Weise dem Slasherfilm zu, das aber in einer Form, wie man das hierzulande bestenfalls in einem Ittenbach (der steuerte die ausgezeichneten Effekte bei) schon einmal erleben durfte. Ralf Moeller und Michael Paré schauen auf ein paar Szenen vorbei, aber Hauptdarsteller ist hier nur die Unerbittlichkeit, mit der Boll seinen Zuschauer an seine Grenzen führt. Ist nicht schön und auch nicht gut, aber auf seine kompromisslose Art sehr kommerziell.

Seed - Zurück aus dem Jenseits (Black Edition)

Deutschlands umstrittener Regieexport Uwe Boll ("Postal", "Schwerter des Königs") entdeckt ausgerechnet auf der Suche nach dem maximalen Skandal die Kraft der Ruhe und gibt mit diesem Slasher-Horror den Zartbesaiteten eins auf die Zwölf. Don't say you weren't warned.

Mit allein neun Filmen seit 2005 zählt Uwe Boll sicherlich zu den fleißigen Filmkreativen der Gegenwart. Doch finden seine Computergame-Adaptionen und Vampir-Epen selten den Beifall der damit anvisierten Kreise. Im Gegenteil: Kaum ein Regisseur muss sich für sein Werk von Fans wie Feuilleton in gar nicht mehr so seltener Einmütigkeit ähnlich hämisch verunglimpfen lassen wie Boll. Deshalb hat der Ex-Boxer aus Wermelskirchen zuletzt ein paar Internet-Kritiker seine Fäuste im Boxring schmecken lassen. Doch weil das nicht reicht und zu wenige trifft, will er uns allen weh tun. Und zwar mit einem Film, wie sich das gehört.

Die böse Zunge behauptet, dass habe er ja immer schon getan. Diesmal aber meint weh tun: Verletzen, verstören, traumatisieren. So wie in "Irreversible", den Boll gesehen haben muss, oder wenigstens sein Effektzauberer Olaf Ittenbach. Doch hat einer wie Boll überhaupt das Zeug dazu, abgebrühten Genrefans eins überzubraten? Die überraschende Antwort lautet: Ja. Schließlich stimmt die Motivation. Der blanke Hass schlägt dem Zuschauer entgegen. Es beginnt mit Hundeverstümmelungen in detailfreudiger Großaufnahme, PETA-Material zur maximalen Schockwirkung, hier aus dem Zusammenhang gerissen als Ouvertüre für einen Serienkiller-Amoklauf. Später sehen Polizisten ein Video. Es stammt von dem Täter. Auf dem Film verhungert eine Ratte, verwest im Zeitraffer, wird von Maden zerfressen. Als nächstes in demselben Kellerraum: Ein Hund stromert herum, winselt, bekommt nichts zu trinken, Tod, Verwesung, Maden. Als nächstes: Ein Säugling. Krabbelt herum, schreit, kriegt keine Milch. Der wird doch nicht, denken die Cops. Denkt der Zuschauer. Er wird. Und es wird noch mehr, in diesem Sinne.

Die Geschichte ist simpelste Slasher-Formel, passend auf den Rand eines Bierdeckel. Ein kranker Killer ist nicht totzukriegen. Wie Boll die Sache umsetzt, weicht ab von der Formel und auch dem, was Boll bisher lieferte. Diesmal gibt es kein unpersönliches Tempogebolze, statt dessen schon mal fünf Minuten durchgehend eine einzige Einstellung. Schließlich sollen wir Brutalität erleben, als ob wir selbst daneben säßen, dafür braucht es weder Achterbahnkamerafahrt noch einen Schnitt inklusive Perspektivwechsel alle zwei Sekunden. Die Schauspieler, darunter Ralf Moeller und der B-Action-Veteran Michael Paré, spielen nicht besser als sonst in einem Boll-Film. Kein Wunder, sie sind ja nicht wütend. Aber es schadet weniger als sonst, zumal der Held ohnehin ein wortkarger Maskenmann ist (und Moeller bald den Abschied einreicht). Die Effekte sind, wie immer bei Ittenbach, technisch erste Sahne. Phasenweise sieht es aus wie ein Snuff Movie, das soll es auch, und man darf gespannt sein, was die Zensur davon übrig lässt. Könnte sein, das Boll hiermit ein Schritt Richtung Akzeptanz gelungen ist. Allerdings nur in Teilen jener Szene, die für Filme wie diesen zuständig ist. Bester Boll bisher. Alle anderen trifft "Seed" mit voller Wucht als das, was er neben makabrer Zerstreuung in vielerlei Hinsicht auch ist: kalt kalkulierte Körperverletzung. ab.

Seed - Zurück aus dem Jenseits (Black Edition)

Max Seed (Will Sanderson), ein zum Tode verurteilter Massenmörder, soll auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden. Als nach drei erfolglosen Versuchen bereits das kochende Blut aus seinen Augenhöhlen rinnt, lebt Seed immer noch. Obwohl das Bundesgesetz der USA besagt, dass der Verurteilte in einem solchen Fall begnadigt wird, beschließen der Gefängnisdirektor (Ralf Möller), der Henker (Michael Eklund) und der anwesende Arzt (Andrew Jackson), den qualmenden und nach Luft ringenden Seed für tot zu erklären. Lebendig begraben, kämpft er sich mit letzter Kraft und dem festen Willen an die Erdoberfläche, bittere Vergeltung zu üben ...

Quelle: WVG Medien

Making-of, Deleted Scenes, Kurzfilm, AK, Behind the Scenes

Quelle: WVG Medien

Darsteller:  Will Sanderson   als Max Seed
  Michael Paré   als Detective Bishop
  Ralf Moeller   als Gefängnisdirektor Warden Wright
  Andrew Jackson   als Dr. Parker Wickson
  Michael Eklund   als Henker
  Jodelle Ferland   als Bishops Tochter
 
Regie:  Dr. Uwe Boll  
Buch:  Dr. Uwe Boll  
Musik:  Jessica de Rooij  
Kamera:  Mathias Neumann  
Produzent:  Dr. Uwe Boll  
  Dan Clarke  
  Jonathan Shore  
  Shawn Williamson  
 

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