- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.04.2000
Frankreich 1998
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16
Michèle Laroque
Albert Dupontel
Elise Tielrooy
Regie: James Huth
Highlight Communications (Deutschland)

Dem französischen Filmemacher James Huth ist mit seinem ersten Spielfilm ein äußerst amüsantes Horror-Kabinettstückchen geglückt. Souverän benutzt er dabei die sattsam bekannten Versatzstücke des Genres, um sie lustvoll zu demontieren und dann souverän auf die Spitze zu treiben. Ein Film, wie ihn sich Quentin Tarantino und John Waters am Telefon hätten ausdenken können: ultrastilisierte Kintoppsequenzen, rabenschwarzer Humor, perfektes Timing - eine echte Pulp-Perle.
Dem ausgelutschten Sub-Genre der Killer-Movies auf Anhieb eine ebenso perfid vergnügliche wie respektlos innovative Frischzellenkur zu verpassen, ist schon ein kleines Kunststück. Dem Franzosen James Huth, der bisher nur mit zwei Kurzfilmen und diversen Werbespots von sich reden machte, ist diese Stilübung routiniert gelungen. Im Zentrum seiner exquisiten Blutorgie steht Claire (Michele Laroque): sexy, intelligent - und so letal wie ein Herzschlag. Eigentlich will Claire nur reinen Tisch machen. Genauer gesagt will sie sich bei einem häuslichen Dinner endlich für einen ihrer drei Liebhaber entscheiden. Doch für Sasha (Antoine Basler), Hakim (Zinedino Soualem), Ruitchi (Gilles Privat) und für ihren besten Freund Charles (Michel Vuillermoz) wird das Essen schnell zum letzten Abendmal. In einem superb getimeten Küchen-Harakiri spielen ein Tranchiermesser, ein Mixer und ein Kühlschrank die entscheidenden Rollen, dann: Mördergrube Badezimmer, Fazit: Zerbrochene Spiegel bringen nicht nur sieben Jahre Pech, sondern manchmal auch den Tod. Exitus numero trois: Ein Killer-Kleinod komponiert aus Telefonkabel, Schlittschuh und Bowlingkugel. Nach einer halben Stunde Filmzeit-Apokalypse gleicht Claire einer fiebrig-hysterischen Mord-Medusa und ihr Apartment einer mega-coolen Leichenhalle. Man fragt sich besorgt, ob nach diesem temporeichen ersten Akt überhaupt noch etwas kommen kann, was einen weiter bei der Stange hält. Doch James Huth hat sein Pulver noch lange nicht verschossen. Was er in "Serial Lover" an Einfällen, Situationskomik, Verve und Horror hineingepackt hat, ist schlicht atemberaubend. Sein Film gleicht einer grandiosen Silvesterrakete, die - einmal explodiert - immer neue, spektakulärere Feuerwerksschauer an den Zelluloid-Himmel zaubert. Und ganz ehrlich: Noch nie gab es eine so irrwitzige "Only You"-Version im Kino zu sehen, und das Finale mit Claire und dem deadpan Flic Cellier (Albert Dupontel) eine Mesalliance aus Tati, Keaton und Inspektor Clouseau - setzt. "Serial Lover" hat nicht nur echtes Kult-Potential, sondern kann sich bei gezieltem Einsatz in seinem Marktsegment durchaus als kommerzielle Überraschung erweisen. ull.
| Darsteller: | Michèle Laroque | als Claire Doste | |
|---|---|---|---|
| Albert Dupontel | als Eric Cellier | ||
| Elise Tielrooy | als Alice Doste | ||
| Michel Vuillermoz | als Charles Thiriot | ||
| Zinedine Soualem | als Hakim | ||
| Antoine Basler | als Sacha Peters | ||
| Gilles Privat | als Ruitchi Di Chichi | ||
| Regie: | James Huth | ||
| Buch: | James Huth | ||
| Romain Berthomieu | |||
| Hugo Jacomet | |||
| Musik: | Bruno Coulais | ||
| Kamera: | Jean-Claude Thibault | ||
| Produzent: | Philippe Rousselet | ||
Serial Lover in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Originaltrailer, Trailergalerie
Registrieren




