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Sexy Beast

Atemberaubende Thrillerkomödie über einen ehemaligen Gangster, der in London einen letzten Job erledigen soll.


Sexy Beast

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Erhältlich seit:
04.06.2010

Thriller/ Komödie

Großbritannien 2000
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 16

Ray Winstone
Sir Ben Kingsley
Ian McShane

Regie: Jonathan Glazer
Senator Home Entertainment

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Sexy Beast

Früher einmal war Gal der begehrteste Safeknacker von London. Nun lebt er an der Seite von Ex-Pornostar Deedee an der Costa del Sol in Südspanien, wo er und sein alter Kumpel Aitch sich die Sonne auf die Bierbäuche brennen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Leider macht man die Rechnung ohne Don Logan. Dieser rücksichts- und skrupelloseste aller Cockney-Bastarde hat ein dickes Ding geplant, für das er unbedingt Gals Hilfe braucht. Ein Nein konnte der ungebetene Gast noch nie akzeptieren, also ist Improvisation gefragt.

Gangsterfilme aus England sind ein internationales Markenzeichen, von den "Ladykillers" über "Get Carter" bis zu modernen Prägungen wie "Snatch" und "Gangster No.1" reicht die Erfolggeschichte. Den lieben "Schindler's Liste"-Sekretär und "Ghandi"-Darsteller Ben Kingsley als gemeingefährlichen Mörder und Frauenschläger zu zeichnen, ist allerdings etwas Neues und revolutionär genug, auch deutsche Kunden Bauklötze staunen zu lassen. Komik, Spannung und hohe Emotion liegen nah beieinander in diesem perfekten Heist Movie in großer Tradition.

Sexy Beast

Eine Bravourvorstellung von Ben Kingsley als furchterregender Cockney-Psychopath ist das Sahnehäubchen auf Jonathan Glazers fulminantem Regiedebüt, das die altbekannte Geschichte vom Gangster, der seiner Vergangenheit den Rücken zukehren will, aber zu einem letzten Job gezwungen wird, genussvoll auf den Kopf stellt und selbst dem ältesten Tough-Guy-Klischee neue Seiten abgewinnt. Angefüllt mit harten Charakterschädeln, die die Unterweltgestalten aus den Filmen Guy Ritchies wie präpubertäre Milchbubis wirken lassen, begeistert "Sexy Beast" als kompromisslos, totales Kinoerlebnis, das vor beachtlicher Selbstsicherheit und visuellen und erzählerischen Coups nur so strotzt.

Die ersten Bilder, in denen Ray Winstone, die unaufhaltsame britische Urgewalt aus "Nil By Mouth" und "The War Zone", als einstiges Einbruchsass Gary "Gal" Dove neben seinem Swimming Pool in der spanischen Sonne brät, in Großaufnahme, knallrot und benommen von der Hitze, lassen eine Komödie vermuten. Im Off stimmen die Stranglers ihre ebenso sinistre wie umstrittene Anti-Feminismus-Hymne "Peaches" an, und man weiß: Dieser Film mag Humor besitzen, aber er wird nicht hübsch werden. Dann wird Winstone in einem hochskurrilen Moment beinahe von einem Fels erschlagen, der vom Berg rollt und in seinem Pool landet: ein weiteres Vorzeichen, ein Omen, eine Ouvertüre auf das, was kommt und nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Denn Gals seit neun Jahren währende Idylle, mit seiner Frau Deedee, einer ehemaligen Pornodarstellerin, das süße Nichtstun auf der iberischen Halbinsel mit der beiseite geschafften Beute vergangener Raubzüge zu genießen, wird entscheidend gestört, als Don Logan auftaucht. Sein Auftritt ist unvergesslich: Er ist ein Mann von solch unerbittlicher Härte, dass er selbst die Gangster von Joe Pesci in Scorseses "GoodFellas" und "Casino" oder De Niros Max Cady aus "Kap der Angst" wie Warmduscher aus dem Streichelzoo wirken lässt. Wohlgemerkt: Logan wird von Ben Kingsley gespielt: Gandhi, der zerbrechliche Itzhak Stern aus "Schindlers Liste". Nur mit veränderter Körpersprache ist er auf einmal der unberechenbarste Bastard der jüngeren Filmgeschichte. So überzeugend, dass man ihm sogar abnimmt, dass ein harter Hund wie Winstone Todesangst vor ihm hat. Logan soll Gal zu einem Einbruch in die Schließfächer einer Bank abholen, für den ein nicht minder beängstigender Gangsterchef (Ian McShane als englische Antwort auf Al Pacino) die besten Männer versammeln will. Gal weigert sich. Und löst damit eine Abfolge sich stetig steigernder apokalyptischer Ereignisse aus, die ihn schließlich in Großbritannien landen lassen - allerdings aus ganz anderen Gründen, als zunächst angedeutet.

Nach dem brillanten, fiebrigen Einstand in Spanien müssten die Szenen in London eigentlich zwangsläufig abfallen, auch wenn der Bruch origineller Weise unter Wasser durchgeführt wird. Aber nach seinem atemberaubenden Duell mit Kingsley hat man diesen Gal längst liebgewonnen, dass man ihm gebannt bei seinem tragikomischen Tanz auf dem Vulkan folgt, denn nach Logan bekommt es der bedauernswerte Kerl sofort mit dem nächsten harten Burschen zu tun. Vor allem aber ist es der einfallsreichen Regie von Jonathan Glazer, davor für Videos von Blur und Radiohead verantwortlich, zu verdanken, dass "Sexy Beast" die Schärfe einer Rasierklinge hat. Mühelos bringt dieser moderne Ridley Scott verschiedene Genres und diverse Stimmungswechsel unter Kontrolle und formt daraus einen Film, dem man bis zum bitteren Ende fasziniert und angespannt folgt. ts.

Sexy Beast

Gal (Ray Winstone) ist ein Mann in den besten Jahren. Vor einem längeren Knastaufenthalt war er der berühmteste Safe-Knacker von ganz England. Jetzt will er nur noch das süße Leben an der Costa del Sol zusammen mit seiner Frau Deedee (Amanda Redman), einem ehemaligen Pornostar, genießen.
Doch die Schatten der Vergangenheit holen ihn ein: Sein ehemaliger Boss plant ein ganz großes Ding und für ihn gibt es nur einen Mann, der dafür die nötigen Kenntnisse und das richtige Fingerspitzengefühl besitzt: Gal Dove.

Umgehend wird der Profikiller Don Logan (Ben Kingsley), bei dessen Erwähnung auch die härtesten Jungs butterweiche Knie bekommen, nach Spanien geschickt mit dem Spezial-Auftrag Gal nach London zu bringen. Aber der denkt gar nicht daran sein "Dolce Vita" aufzugeben. Ein knallhartes Duell zwischen zwei eiskalten Profis beginnt...

Quelle: Senator

- Hinter den Kulissen
- Interwievs
- Deleted Scenes

Quelle: Senator

Darsteller:  Ray Winstone   als Gary "Gal" Dove
  Sir Ben Kingsley   als Don "Malky" Logan
  Ian McShane   als Teddy Bass
  Amanda Redman   als Deedee
  Cavan Kendall   als Aitch
  Julianne White   als Jackie
  Alvaro Monje   als Enrique
  Robert Atiko   als Andy
  James Fox   als Harry
  Darkie Smith   als Stan Higgins
 
Regie:  Jonathan Glazer  
Buch:  Louis Mellis  
  David Scinto  
Musik:  Roque Baños  
Kamera:  Ivan Bird  
Produzent:  Jeremy Thomas  

Kingsley jagt Donnervögel

Ben Kingsley musste lange auf die Rolle des Oberschurken warten. Erst in "Sexy Beast" durfte er sich so richtig fies geben. Eine Rolle, die ihm allem Anschein nach gefallen hat. Denn auch in seinem neuen Film "Thunderbirds" mimt er den Bösewicht.

Übt den bösen Blick:<br />Ben Kingsley

Übt den bösen Blick:<br />Ben Kingsley

Seit seinen Auftritten in "Gandhi" und "Schindlers Liste" war der mittlerweile 60-Jährige eher auf sanftere Charaktere abonniert, die keiner Fliege etwas zu Leide tun können. Hin und wieder eine komische Rolle wie in "Good Vibrations - Sex vom anderen Stern" - und das war's.

Nach seinem grandios-teuflischen Auftritt als schräger Gangster in "Sexy Beast" lotet er jetzt sein neu gewonnenes Image weiter aus. In "Thunderbirds" gibt er The Hood, den teuflischsten aller Kriminellen, und will die Welt in seine Gewalt bringen.

Gestoppt werden kann er nur von der "Internationalen Geheimorganisation" der Familie Tracy. Vater Jeff und seine fünf Söhne, Virgil, John, Gordon, Scott und Alan, sind mit den verschiedensten Weltraum-Vehikeln ausgestattet, den Thunderbirds. Diese ermöglichen es, riesige Entfernungen in kürzerster Zeit zurückzulegen.

"Thunderbirds" beruht auf der gleichnamigen, britischen Kult-Serie aus den 60ern. Neben Ben Kingsley konnte bereits ein weiterer Hollywood-Hochkaräter für das Projekt gewonnen werden. Bill Paxton ("Dämonisch") spielt Jeff Tracy, das Oberhaupt der Agenten-Familie.

 

Sexy Beast in der Fotoshow

 

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Ray Winstone

Britischer Schauspieler. Amateurboxer, Theater- und Fernsehstar und Darsteller von Malochern, Gangstern, Draufgängern, Detektiven, Polizisten,...

 

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Sir Ben Kingsley

Der indische Staatsgründer und Pazifist "Gandhi" in Richard Attenboroughs Epos (1982), für das er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde,...