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Kaufvideo
Erhältlich seit:
27.03.2009
USA/Großbritannien 2000
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12
John Malkovich
Willem Dafoe
Cary Elwes
Regie: Elias Merhige
Splendid Film

"Das Ziel unseres Kampfes ist die Erschaffung von Kunst", gibt Friedrich Wilhelm Murnau, einer der innovativsten und atmosphärisch sensibelsten Regisseure der Filmgeschichte, zu Beginn der Dreharbeiten von "Nosferatu" das Credo aus, dessen Anspruch "Shadow of the Vampire", die fiktive Geschichte um die Entstehung dieses Klassikers, solidarisch mit dem Vorbild sehr wohl erfüllt. Der zweite Spielfilm von E. Elias Merhige verrät in seinem originellen Stoff und seiner liebevollen, durchdachten Visualisierung künstlerische Potenz, funktioniert aber auch als schwarze, satirisch getränkte Komödie, die über die direkt angesprochene Cineastenklientel hinaus auch den Fans der wunderbaren Hauptakteure John Malkovich und Willem Dafoe gefallen dürfte.
Berührungsängste mit dieser optisch düsteren, im Ton aber vorwiegend heiteren Blutsaugerstory, die Vampire und besessene Regisseure als artgleich outet, sind für Nicht-Cineasten unbegründet, auch wenn der Grad des Vergnügens zugegebenermaßen mit der Vertrautheit mit "Nosferatu" und der expressionistischen Blüte des deutschen Stummfilms korreliert. "Shadow of the Vampire" rekonstruiert zum einen liebevoll das kreative Milieu der Zeit mit ihren rücksichtslosen, alles für die Kunst opfernden Regisseuren (John Malkovich als verrücktes Genie, das im Unterschied zum Film als sanft und höflich galt), den selbstverliebten Theater-Diven (Catherine McCormack als Filmsnob) und den vielen Akteuren, die Darstellung als Theatralik definierten. Die brillante Prämisse von Steven Katz' Drehbuch spricht aus, was mancher Cineast schon immer vermutete, dass nämlich Murnaus Hauptdarsteller Max Schreck ein Vampir war und diesen nicht nur spielte. Merhiges, von Nicolas Cage und seiner Firma Saturn Films in Luxemburg produzierter Film nutzt humoristisch genießerisch die Konstellation, dass Murnau die wahre Identität Schrecks kennt, die ahnungslose Crew dessen Verhaltensauffälligkeiten aber als Zeichen eines bis zur Selbstaufgabe der Rolle verpflichteten Method-Actors deutet. Von mächtigem Make-up ver-Schreck-t, spielt Willem Dafoe Oscar-nominiert nicht den Terror, sondern die Komik von Figur und Situation aus, wie auch der Film insgesamt, der durchaus respektvoll Murnaus Kunst feiert, sich auch über Künstler lustig macht. Das Manische im Genie manifestiert sich schließlich in seiner extremsten Form in einem aberwitzigen Finale, in dem Schreck endlich mordend zur Kehle schreiten darf, solange er im Bild bleibt. Denn außerhalb davon, weiß Murnau, existiert nichts. kob.
"Shadow of the Vampire", der erste Film von
Nicolas Cages Produktionsfirma Saturn Films,
geht dieser Frage nach in einem witzigen, atmosphärischen
und fiebrigen Schocker, der von dem
großen deutschen Filmemacher F.W. Murnau und
den Dreharbeiten zu dessen unvergesslichen
Meisterwerk "Nosferatu" inspiriert wurde. Zu gleichen Teilen
düsterer Horrorfilm, Hommage an die goldene Ära des
Stummfilms, pechschwarze Komödie und Meditation über die
Opfer, die man für Kreativität bringen muss, bietet "Shadow of
the Vampire" das atemberaubende Duell von zwei der größten
Schauspieler unserer Zeit. John Malkovich als Murnau und
Willem Dafoe als Schreck laufen zu großer Form in dem zweiten
Spielfilm von E. Elias Merhige auf.
Im Osten Europas will F.W. Murnau (John Malkovich) vor Ort den
größten und realistischsten Film aller Zeiten drehen: "Nosferatu"! Um
sein Ziel zu erreichen, hat Murnau einen echten Vampir, Max
Schreck (Willem Dafoe), für die Hauptrolle engagiert. Die Crew ist
ahnungslos, erfährt nur, dass Schreck seine Rolle sehr ernst nimmt
und man ihn deshalb niemals bei Tageslicht und immer in seinem
Kostüm antreffen wird. Die ersten Aufnahmen sind phänomenal,
doch schon bald beginnen die ersten Mitglieder des Teams, sich
auffallend schwindelig und blutleer zu fühlen. Es dauert nicht lang,
bis man den ersten Toten zu beklagen hat. Entgegen aller
Abmachungen denkt Schreck nicht daran, seinen Blutdurst im Zaum
zu halten. Jetzt ist es zu spät für eine Umkehr. Murnau weiß, dass
ein Künstler Opfer bringen muss - auch wenn sich "Nosferatu" als
Angelegenheit auf Leben und Tod entpuppt...
Quelle: Splendid
| Darsteller: | John Malkovich | als Friedrich Wilhelm Murnau | |
|---|---|---|---|
| Willem Dafoe | als Max Schreck | ||
| Cary Elwes | als Fritz Wagner | ||
| John Aden Gillet | als Henrick Galeen | ||
| Eddie Izzard | als Gustav von Wangerheim | ||
| Udo Kier | als Albin Grau | ||
| Catherine McCormack | als Greta Schroeder | ||
| Ronan Vibert | als Wolfgang Müller | ||
| Regie: | Elias Merhige | ||
| Buch: | Steven Katz | ||
| Musik: | Dan Jones | ||
| Kamera: | Lou Bogue | ||
| Produzent: | Nicolas Cage | ||
| Jeff Levine | |||
Shadow of the Vampire (Special Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1, Englisch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Featurette, B-Roll, Interviews, Storyboard
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John Malkovich
Vom Schauspielstil her eher europäisch introvertiert und psychologisch differenziert seine Rollen auslotend, ist John Malkovich seit 1999...
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Willem Dafoe
Er ist Hollywoods schwarzer Engel mit dem sardonischen Lächeln des Teufels auf den Verführerlippen und dem Versprechen sexueller Lust jenseits...
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