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Shaft

Zeitgemäßes Update des klassischen Blaxploitation-Films von 1970, in dem Samuel Jackson als Neffe des Original-Shafts eine blendende Figur abgibt.


Shaft

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Erhältlich seit:
12.04.2001

Action/ Thriller

USA 2000
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Samuel L. Jackson
Vanessa L. Williams
Jeffrey Wright

Regie: John Singleton
Paramount Home Entertainment

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Shaft

Nach einem heftigen Streit über die korrekte Behandlung dringend tatverdächtiger junger Herren aus hohen Häusern wirft Inspektor John Shaft seinen Vorgesetzten die Polizeimarke vor die Füße, um hinfort wie sein legendärer Onkel als Privatdetektiv für Gerechtigkeit zu sorgen bzw. einen zu Unrecht auf freiem Fuß befindlichen, rassistischen Mörder seiner gerechten Strafe zuzuführen. Letzterer war in der Zwischenzeit nicht untätig und hat ein Zweckbündnis mit einem gefürchten Druglord geschlossen. Shaft ist davon nicht beeindruckt.

Knappe dreißig Jahre, nachdem Richard Roundtree und sein Regisseur Gordon Parks dem unangepassten Fahnder weißer Prägung ein adäquates schwarzes Gegenmodell entgegensetzten, treten "Pulp Fiction"-Killer Samuel L. Jackson und John Singleton ("Boyz N the Hood") in legendäre Fußstapfen, um nach bester Hollywood-Actionmanier vorgesetzten Sesselwärmern (weiß) die Meinung zu geigen und dem ewigen amerikanischen Psycho (noch weißer: Christian Bale) den blutigen Garaus zu machen.

Shaft

In den frühen 70er Jahren geriet die schwarze Antwort auf James Bond zur Gallionsfigur des Blaxploitation-Genres und mit dem slicken Remake wird bewiesen, dass John Shaft immer noch der Mann für den Job ist. Im neuen Jahrtausend tritt Samuel L. Jackson selbstsicher in die Fußstapfen des superlässigen Gesetzeshüter und kann mit seinem nonchalanten Charisma und seiner patentierten Coolness die "badass"-Attitüde des Original-Shafts noch übertreffen. Das Paramount-Studio durfte sich am Startwochenende über ein Einspiel von 21,7 Mio Dollar freuen und auch im europäischen Markt kann man solide Ergebnisse erwarten.

Der afro-amerikanische Regisseur John Singleton ("Boyz 'N The Hood") meldet sich nach "Higher Learning" und "Rosewood" mit seinem bislang kommerziellsten Film zurück, ohne dabei sein sozialkritisches Anliegen zu vergessen. Singleton verfasste das auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Tidyman gemeinsam mit Richard Price und Shane Salerno. Trotz kontemporären Zusätzen hat die Story nicht viel von ihrem Blaxploitation-Appeal eingebüßt und wird mehr von ihren Figuren als von ausgefallenen Actionsequenzen vorangetrieben. Das Buch webt ein mehrschichtiges Netz um Kriminalität und Korruption, doch Singleton versteht es die Plotstränge miteinander zu verknüpfen. Rassismus ist die Motivation für einen brutalen Mord an einem Schwarzen (Mekhi Phifer). Der Täter ist der reiche Schnösel Walter Wade Jr. (Christian Bale in diabolischem "American Psycho"-Modus), der von Detective Shaft mit Blut an den Händen verhaftet wird. Doch Wade wird auf Kaution freigelassen und verzieht sich in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt Wade zurück und Shaft beginnt seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Mörder, korrupte Cops (u.a. Dan Hedaya) und den hispanischen Drogendealer Peoples (Jeffrey Wright als exzentrischer Bösewicht). Alle sind sie auf der Suche nach der einzigen Zeugin (Toni Collette), was einigen von Shaft gestifteter Verwirrung und Verfolgungsjagden Vorschub leistet.

Zu den Nebendarstellern rechnen des weiteren Rapstar Busta Rhymes, der als Shafts schusseliger Assistent für einigen "comic relief" zuständig ist, sowie Vanessa Williams in einer eher unauffälligen Rolle als Polizeikollegin. Die volle Aufmerksamkeit zieht Jackson auf sich, der statt mit Afro-Look und Schlaghose ausgestattet, Glatze und Designer-Ledermantel trägt. Mit Eastwoodscher Kaltschnäuzigkeit, lockerem Ladykiller-Charme und augenzwinkerndem Humor stilisiert er sich zum ultracoolen urbanen Helden. Die unvergessene Titelmelodie steuert erneut Isaac Hayes bei und auch der Rest des Scores fügt sich weitgehend in guten alten Blaxploitation-Standard von Funk und Soul ein. ara.

Darsteller:  Samuel L. Jackson   als John Shaft
  Vanessa L. Williams   als Carmen Vasquez
  Jeffrey Wright   als Peoples Hernandez
  Christian Bale   als Walter Wade Jr.
  Busta Rhymes   als Rasaan
  Dan Hedaya   als Jack Roselli
  Toni Collette   als Diane Palmieri
  Richard Roundtree   als Onkel John Shaft
  Ruben Santiago-Hudson   als Jimmy Groves
  Josef Sommer   als Curt Fleming
  Lynne Thigpen   als Carla Howard
  Philip Bosco   als Walter Wade Sr.
  Pat Hingle   als Dennis Bradford
  Lee Tergesen   als Luger
  Mekhi Phifer   als Trey Howard
 
Regie:  John Singleton  
Buch:  Richard Price  
  John Singleton  
  Shane Salerno  
Musik:  David Arnold  
  Isaac Hayes  
Kamera:  Donald E. Thorin  
Produzent:  Scott Rudin  
  John Singleton  

Ist Samuel L. Jackson obdachlos?

Eigentlich ist er ja als "Mr. Cool" bekannt.

Samuel L. Jackson - kann auch ganz anders aussehen (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Samuel L. Jackson - kann auch ganz anders aussehen (Foto: Kurt Krieger)

Seine Rollen in "xXx", "Shaft" und "Jackie Brown" brachten Samuel L. Jackson den Ruf als einen der lässigsten Schauspieler Hollywoods ein. Jules Winnfield, der Killer mit der Afromähne, den Jackson in "Pulp Fiction" spielt, wurde sogar zur coolsten Filmfigur aller Zeiten gewählt.

Umso erschütternder war die Erfahrung, die Sam bei den Dreharbeiten zu seinem neuesten Werk machen musste. Im Sportlerdrama "Resurrecting The Champ" spielt der 58-Jährige einen ehemaligen Boxer, der seit dem Karriere-Aus sein Dasein auf der Straße fristet. Als Jackson einmal in seinem Kostüm und mit Make-up das Set verließ, erkannten ihn nicht einmal mehr seine Fans wieder. Mit seinen zerrissenen Kleidern und einer Zigarette im Mundwinkel hielt ihn eine Gruppe von Landstreichern sogar für einen von ihnen.

Niemand erkennt Sam

"Wir sind dann zusammen zu dem Obdachlosenheim gegangen, wo die Jungs immer Mittag essen. Auch dort konnte ich viele Leute mit meiner Tarnung täuschen", berichtet der Schauspieler. Mit dem Leben am Rande der Gesellschaft kennt sich Jackson aus: Bei seinem Durchbruch mit "Pulp Fiction" war er bereits 44 Jahre alt, zuvor hatte er mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Der coole Killer Jules Winnfield hat Sam also ein ganz neues Leben ermöglicht.

 

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Samuel L. Jackson

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Jeffrey Wright

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