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Sharkwater - Wenn Haie sterben

Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai.


Sharkwater - Wenn Haie sterben (Einzel-DVD)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
21.11.2008

Originaltitel: Sharkwater

Dokumentarfilm/ Tiere

Kanada 2006
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Regie: Rob Stewart
polyband Medien GmbH

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Engagierte Dokumentation und Liebeserklärung an den als Menschenfresser verrufenen Hai.

Aus Profitgier werden täglich Haie getötet (Foto: polyband (24 Bilder)) Großansicht

Aus Profitgier werden täglich Haie getötet (Foto: polyband (24 Bilder))

Das erste Anliegen des kanadischen Fotografen Rob Stewart ist es, mit dem Mythos vom "weißen Hai" aufzuräumen. Die Dämonisierung des scheuen Raubtieres zur menschenverschlingenden Bestie enttarnt er in seiner engagierten Aufklärungsarbeit als fatalen Fehler und beweist dies mit harten Fakten: Fünf Haiopfer pro Jahr - selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote. Und das, obwohl ein schwimmender Mensch dem Lieblingsimbiss des Hais - der Robbe - in Silhouette und Bewegung täuschend ähnelt.

Legale und illegale Fischer nehmen die Angst vor dem Raubtier jedoch als Freibrief, um täglich Millionen der Tiere in internationalen Gewässern zu verstümmeln und achtlos ins Meer zum Sterben zurück zu werfen. Haifischflossensuppe gilt in Asien als heiß begehrte Delikatesse - ein Riesenmarkt und ganzer Industriezweig, für den unter anderem korrupte Händler aus Costa Rica heimlich zuliefern. Aber zu unabsehbar sind die Folgen für das Ökosystem Ozean, wenn man die Spitze seiner Nahrungskette vernichtet. Und letztlich fällt alles auf uns Menschen zurück.

Hai und Mensch könnten wunderbar miteinander auskommen (Foto: polyband (24 Bilder)) Großansicht

Hai und Mensch könnten wunderbar miteinander auskommen (Foto: polyband (24 Bilder))

Fischmafia-Skandal

Was zunächst als biografisch gefärbte Unterwasserreise zu den von Stewart innig verehrten Raubtieren beginnt, wird rasch zu einem Greenpeace-Aktivisten-Thriller mit dem Regisseur als Hauptdarsteller, der schließlich in Mittelamerika einen Skandal der Fischmafia aufdeckt. Ein mitunter sehr plakatives Plädoyer für den Artenschutz einer Spezies ohne Lobby, teils so drastisch-polemisch wie Michael Moore, nur bar jeden Spotts.

Sharkwater - Wenn Haie sterben (Einzel-DVD)

Eine Liebeserklärung an den Hai liefert Rob Stewart in seiner engagierten Dokumentation, die aufrüttelt und den Massenmord an einer vom Aussterben bedrohten Kreatur anklagt.

So viele Naturdokus haben sich in letzter Zeit mit großer Publikumsresonanz im Kino versammelt - man könnte meinen, sie wollten ein letztes Mal die einzigartige Schönheit unseres Planeten besingen, bevor er zur lebensfeindlichen Einöde wird. Den Hai nicht als Monster beschreiben, sondern als Opfer eines viel grausameren Raubtieres: dem Menschen - das ist das erste Anliegen des kanadischen Fotografen Rob Stewart, nämlich mit dem Mythos vom "weißen Hai" aufzuräumen. Die Dämonisierung des scheuen Raubtieres zur menschenverschlingenden Bestie enttarnt er in seiner engagierten Aufklärungsarbeit als fatalen Fehler und beweist dies mit harten Fakten: Fünf Haiopfer pro Jahr; selbst Getränkeautomaten fordern mehr Tote. Und das, obwohl ein schwimmender Mensch dem Lieblingsimbiss des Hais - der Robbe - in Silhouette und Bewegung täuschend ähnelt. Diese üble Fama bedeutet einen Freibrief für legale und illegale Fischer, die in internationalen Gewässern täglich Millionen der Tiere verstümmeln und achtlos ins Meer zum Sterben zurückwerfen. Haifischflossensuppe gilt in Asien als heiß begehrte Delikatesse - ein Riesenmarkt und ganzer Industriezweig, für den unter anderem das korrupte Costa Rica heimlich zuliefert. Aber zu unabsehbar sind die Folgen für das Ökosystem Ozean, wenn man die Spitze seiner Nahrungskette vernichtet. Und letztlich fällt alles auf uns Menschen zurück.

Was zunächst als biografisch gefärbte Unterwasserreise zu denen von Stewart innig verehrten Raubtieren beginnt, wird rasch zu einem Greenpeace-Aktivisten-Thriller mit dem Regisseur als Hauptdarsteller, der schließlich in Mittelamerika einen Skandal der Fischmafia aufdeckt. Der Stil ist vor allem durch die Faszination Stewarts, später durch viel Betroffenheit und Empörung geprägt: Ein mitunter sehr plakatives Plädoyer für den Artenschutz einer Spezies ohne Lobby, teils so drastisch-polemisch wie Michael Moore, nur bar jeden Spotts. Andererseits: Das Thema ist zu wichtig und wurde zu lange selbst von Umweltschutzorganisationen ignoriert, so dass dieses ungefiltert emotionale, mitunter rührend unbedarfte Pamphlet mehr als gerechtfertigt erscheint. Dieses Aufrütteln ist eine der wichtigsten Leistungen der Ode an einen hemmungslos gejagten Meeresbewohner, die bereits fleißig Awards gesammelt hat.

tk.

Sharkwater - Wenn Haie sterben (Einzel-DVD)

Ungewöhnliche Titelhelden in einer spannenden und bewegenden Geschichte: Der faszinierende, in atemberaubend schöne Bilder umgesetzte Film SHARKWATER ist weit mehr als nur eine qualitativ herausragende Dokumentation. Elegant verbindet er Schönheit und Grausamkeit des Lebens im Ozean miteinander.

Regisseur Rob Stewart, Fotograf, Taucher und passionierter Hai-Kenner, wollte mit den Vorurteilen aufräumen, die Menschen gegenüber Haien haben. So zeigt SHARKWATER in berauschenden Aufnahmen diese außergewöhnlichen und vollkommen friedlichen Tiere in ihrem zunehmend eingeschränkten, bedrohten Lebensraum.
Doch aus dem Film, der vor allem die Schönheit des Meeres einfangen wollte, wurde ein rasanter Abenteuer- und Actionfilm. Denn die Fischerei-Industrie zahlloser Länder ist stets auf der Jagd nach Haien, diesen majestätischen Kampfmaschinen der Meere - das heißt eigentlich nur nach ihren Flossen. Als Bestie verflucht, als Delikatesse begehrt, haben die Haie keine Lobby. Ihre Bestände haben sich in den letzten Jahren bereits drastisch dezimiert.
Während der Dreharbeiten gerieten Regisseur und Crew immer tiefer in ein lebensgefährliches Netz aus Kriminalität und Naturzerstörung, dessen fatale Folgen bereits deutlich sichtbar sind.
Stewart betreibt in dem grandios bebilderten SHARKWATER nicht nur Aufklärungsarbeit über Wesen und Natur der Haie. Seine großartige, packend erzählte Dokumentation ist auch ein eindringliches Plädoyer für eine Neudefinition der Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Quelle: polyband

 
Regie:  Rob Stewart  
Buch:  Rob Stewart  
Musik:  Jeff Rona  
Kamera:  Rob Stewart  
Produzent:  Rob Stewart  
 

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