Blu-ray Disc Kaufvideo

Shaun of the Dead

Überraschungserfolg aus England: Eine romantische Komödie mit Zombies von den britischen Starkomikern Simon Pegg und Edgar Wright.


Shaun of the Dead

Kaufvideo

Erhältlich seit:
01.10.2009

Horror/ Komödie

Großbritannien/USA 2004
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Simon Pegg
Kate Ashfield
Nick Frost

Regie: Edgar Wright
Universal Pictures Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Nach "28 Days Later" legen die Briten nach und feiern mit einer abgedrehten Zombie-Parodie den nächsten Überraschungshit.

Ed und Shaun trauen ihren Augen nicht (Foto: NFP (Central)) Großansicht

Ed und Shaun trauen ihren Augen nicht (Foto: NFP (Central))

Eigentlich hat sich Shaun (Simon Pegg) - Beruf: Verkäufer in einem Elektrofachgeschäft - in seinem Leben komfortabel eingerichtet.

Blöd nur, dass seine Freundin Liz (Kate Ashfield) das anders sieht: Sie ist von dem perspektivlosen Loser gänzlich zermürbt und quittiert Shauns verschluffte Kneipenexistenz mit der längst überfälligen Trennung.

Damit wäre Shaun allein mit seinem vor der Spielkonsole fest gewachsenem Kumpel Ed (Nick Frost) und dem Bierchen im Stamm-Pub, wenn nicht plötzlich Untote durch den Hintergarten stapfen würden.

Nur mit perfektem Zombie-Walk überlebt man in London (Foto: NFP (Central)) Großansicht

Nur mit perfektem Zombie-Walk überlebt man in London (Foto: NFP (Central))

Trennungsschmerz und Totentanz

Über Nacht hat sich London in eine Stadt der Toten verwandelt, aber Shaun ist so mit Trennungsschmerz geschlagen, dass ihm die Invasion (beinahe) entgeht. Es bedarf außerordentlicher Situationen, um brillante Ideen zu gebären.

Genau so eine heckt Shaun aus, um sein so schrecklich vermurkstes Leben mit einem Schlag wieder zu bändigen: Er muss Liz finden und ihr gestehen, dass sie alles für ihn bedeutet. Aber wie, wenn im Hintergartendickicht jeder Quadratmeter mit blutgierigen Untoten verseucht ist?

Auch der Stiefvater hat es auf Shaun abgesehen (Foto: NFP (Central)) Großansicht

Auch der Stiefvater hat es auf Shaun abgesehen (Foto: NFP (Central))

Kinokassen-Massaker

Die romantische Zombiekomödie des Duos Edgar Wright und Simon Pegg, der als Shaun brilliert, trumpft mit schrägem Humor auf, der zum Anschauen verpflichtet. Wie aus dem Nichts begann der Indie-Film seine Invasion und veranstaltete an der Kinokasse sein zum Schreien komisches Gag-Massaker.

Nun wird der Rest der Welt mit der Lach-Seuche infiziert.

Shaun of the Dead

Nach dem apokalyptischen Zombiehorror von "28 Days Later" kommt nun eine weitere britische Interpretation des Genres in die Kinos geschlurft. Statt sardonischem Schocker handelt es sich hier um eine Low-Budget-Parodie mit schrägem Slacker-Humor, die von den Machern der Kultserie "Spaced" ausgeheckt wurde. In ihrem Heimatland traf die "romantische Zombiekomödie" (O-Ton des Regisseurs) mitten in die nach absurden Albernheiten ausgehungerten Herzen.

Regisseur Edgar Wright und Hauptdarsteller Simon Pegg schrieben in Zusammenarbeit das Drehbuch, für das, wie der Originaltitel "Shaun Of The Dead" Auskunft gibt, vorrangig George Romeros Kulthit "Zombie - Dawn of the Dead" von 1978 Pate stand. Gleich mit den ersten Szenen, die den 29-jährigen TV-Verkäufer Shaun vorstellen, werden urkomische Parallelen zwischen der sinntötenden Routine in der heutigen Gesellschaft und dem katatonischen Zeitlupenverhalten von Romeros klassischen Zombies gezeigt. Mit leerem Blick und in abgehacktem Bewegungsrhythmus quält sich Shaun morgens aus dem Bett und läuft auf dem Weg zur Arbeit völlig teilnahmslos durch seine Nachbarschaft, in der es vor ähnlich gehirntoten Gleichgesinnten nur so wimmelt. Da fällt ihm nicht weiter auf, dass eine mysteriöse Epidemie ausgebrochen ist und echte blutrünstige Ghouls die Straßen unsicher machen. Shaun ist zu abgelenkt, da er Zoff mit seiner Freundin Liz (Kate Ashfield) hat. Sie findet ihn unverantwortlich und kann seinen besten Freund Ed (Nick Frost) nicht ausstehen, da er nichts als Videospiele und Biertrinken im Kopf hat. Dies ändert sich, als sich die Lage zuspitzt und Shaun und Ed in ihrem Garten mit zwei Zombies konfrontiert werden, denen sie famos mit sorgfältig aussortierten Platten ("Dire Straits können weg!") auf die mit Bisswunden entstellte Pelle rücken und schließlich mit Gartenschaufel und Kricketschläger den Garaus machen. Anschließend gilt es, Shauns Mutter und Stiefvater (die englischen Komikerveteranen Penelope Wilton und Bill Nighy), sowie Liz und ihre beiden quengeligen Wohngenossen abzuholen und sich gemeinsam in ihrer Stammkneipe vor den mörderischen Horden zu verbarrikadieren. Womit die Lokalität für den klassisch-klaustrophischen Showdown angesteuert worden ist und das Gemetzel zu Queens "Don't Stop Me Now" beschwingt seinen splatterhaften Lauf nimmt.

Hatte Romeros Kultklassiker, dem erst kürzlich von Zack Snyder ein MTV-Generations-gerechtes Remake widerfuhr, einen prägnanten politischen Subtext, verfügt die Parodie über eine gewichtige romantische Nebenhandlung. Auch wenn es für den Protagonisten darum geht, erwachsen und verantwortungsbewusst zu werden, verstehen es die Filmemacher, dieses alte Storyklischee mit eigenwilligen Ideen absolut frisch aussehen zu lassen. Entscheidend hierfür sind natürlich auch die Darsteller, unter denen allen voran Pegg mit formidablem komischen Timing als unscheinbarer Antiheld unterhält. So kommt in der mit bescheidenen Mitteln realisierten Horrorhumoreske ein Lacher selten allein, was das Genrepublikum sicherlich schätzen wird. ara.

Shaun of the Dead

Shaun (Simon Pegg) ist in jeder Beziehung ein Loser. Kein Wunder, dass seine Freundin Liz (Kate Ashfield) ihn verlässt. Am nächsten Morgen scheint zunächst alles wie sonst auch zu sein - aber bald stellen er und sein bester Freund Ed (Nick Frost) fest, dass ganz England über Nacht von blutrünstigen Zombies heimgesucht wurde! Kann Shaun die Liebe seiner Freundin zurückgewinnen, seine Mutter retten und einen sicheren Weg in seine Lieblingskneipe finden, ohne von den lebenden Toten verspeist zu werden?
Das kultverdächtige Comedy-Duo Simon Pegg ("Guest House Paradiso") und Edgar Wright liefert mit "Shaun of the Dead" eine in britischer Manier gedrehte, romantische Komödie - mit Zombies! Für die selbst Altmeister George A. Romero die Worte "Ein absoluter Kracher" in den Mund nimmt!

Quelle: Universal Pictures

High-Definition
- U-Control: Bild-im-Bild (Wirf einen Blick hinter die Kulissen und erlebe interaktive Zusatzinformationen - während der Film läuft!)

Standard-Definition
- Filmkommentar mit Simon Pegg & Edgar Wright
- Filmkommentar mit Bill Nighy & Penelope Wilton
- Filmkommentar mit den Zombies
- Fehlende Stellen
- Rohes Fleisch
- Fernseh-Häppchen
- Zombie-Galerie
- Trailer
- Storyboard-Galerie

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Simon Pegg   als Shaun
  Kate Ashfield   als Liz
  Nick Frost   als Ed
  Lucy Davis   als Dianne (Di)
  Dylan Moran   als David
  Penelope Wilton   als Barbara, Shauns Mutter
  Bill Nighy   als Philip, Shauns Stiefvater
  Jessica Stevenson   als Yvonne
  Peter Serafinowicz   als Pete
  Rafe Spall   als Noel
  Nicola Cunningham   als Mary
  Keir Mills   als Clubber 1
  Matt Jaynes   als Clubber 2
  Gavin Ferguson   als Junge mit Fußball
  Horton Jupiter   als Obdachloser
  Tim Baggaley   als Platzanweiser
  Arvind Doshi   als Nelson
  Sonnell Dadral   als Danny
  Samantha Day   als Frau auf Trisha
  Trisha Goddard   als Trisha
  Mark Donovan   als Kolossaler Zombie
  Krishnan Guru Murthy   als Krishnan
 
Regie:  Edgar Wright  
Buch:  Simon Pegg  
  Edgar Wright  
Musik:  Daniel Mudford  
  Pete Woodhead  
Kamera:  David M. Dunlap  
Produzent:  Nira Park  

Die Macht der lebenden Toten

Eigentlich hat man in Gegenwart von Zombies ja nichts zu lachen. Eigentlich. Schaut man sich allerdings im Subgenre der Zom Coms, also der Zombie-Komödien, um, dann ist für mordsmäßig viel Spaß gesorgt.

Schwarzer Humor ist trumpf im Zom Coms wie "Shaun of the Dead Großansicht

Schwarzer Humor ist trumpf im Zom Coms wie "Shaun of the Dead

Zartbesaiteten wird oft schon beim Lesen der Inhaltsangaben mulmig. "Die Nacht der lebenden Toten", "28 Days Later" oder alles von George A. Romero - Menschen mit schwachen Nerven sollten von derartigen Filmen besser die Finger lassen. Den Komplettverzicht auf Zombies bedeutet das allerdings noch lange nicht. Denn spätestens seit sich "Shaun of the Dead" vor sechs Jahren aus dem schwarzhumorigen Nichts in den Olymp der Kultkomödien geschwungen hat, erlebt das Subgenre der Zom Coms eine neue Blüte.

Abgesehen von "Zombieland", dem aktuellen "Starvehikel" unter den Zombiekomödien, bleibt der untote Schuster dabei trotz allen Hypes bei seinen Leisten, also im Untergrund. Nur eingefleischten Fans oder treuen Besuchern des Fantasy Filmfests sind die oft zum Wegschmeißen lustigen Slasherfilme bekannt. Dabei sind in den letzten Jahren wahre Genreperlen veröffentlicht wurden, die es definitiv verdient hätten, von einem größeren Kreis wahrgenommen zu werden.

Da kann man noch so langsam sein: Irgendwann merkt auch der größte Schussel, dass er (oder sie) ein Zombie ist Großansicht

Da kann man noch so langsam sein: Irgendwann merkt auch der größte Schussel, dass er (oder sie) ein Zombie ist

Wow, wir haben Superkräfte

Unbedingt empfehlenswert ist beispielsweise "Wasting Away - Zombies sind auch nur Menschen". Das zwischen Schwarzweiß- und Farbaufnahmen wechselnde Low-Budget-Werk kürt die Zombies kurzerhand zu Hauptdarstellern und erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Den recht einfältigen Untoten ist lange Zeit nicht klar, warum sie nach dem Genuss von kontaminiertem Softeis von ihrem restlichen Umfeld mit schreckgeweiteten Augen angesehen werden. Aber sie sind eben ein bisschen langsam. Nicht nur für Außenstehende, sondern auch im Hirn. Ihr Interesse an diesem Teil des Körpers wächst im Laufe des Films allerdings immer mehr - spätestens, nachdem sie endlich kapiert haben, dass sie nicht zu unverwundbaren Supersoldaten mutiert sind.

Eine nicht minder ungewöhnliche Erzählebene wird mit "Fido" eröffnet. In der scheinbaren Bilderbuchwelt einer nahen Zukunft werden Zombies als domestizierte Haustiere gehalten. Ihr Sicherheitshalsband macht sie zum Gehilfen in allen Lebenslagen, der sich allen noch so niedrigen Arbeiten mehr oder weniger willenlos fügt. Aber wie in jeder schönen neuen Welt ist auch dieses Idyll nur eine Seifenblase. Die Bewohner müssen diesen Schock erst einmal verdauen. Für den Zuschauer hingegen heißt es zurücklehnen und genießen.

Wenn rotes Blut auf weißen Schnee trifft ergibt das... ? Richtig: "Dead Snow" Großansicht

Wenn rotes Blut auf weißen Schnee trifft ergibt das... ? Richtig: "Dead Snow"

Nazizombies dürfen auch nicht fehlen

Was ist der Traum jedes Filmnerds, vor allen Dingen, wenn er männlich ist? Klar: Nazizombies. Motto: Schlimmer geht's nimmer, ergo: Klassiker. Wenn es dann aber noch lustig wird, ist der cineastische Leckerbissen quasi mit Sahnehäubchen und Schokostreuseln getoppt. Dachte sich auch Tommy Wirkola, Schöpfer der in Fankreisen geschätzten Tarantino-Parodie "Kill Buljo", und schickt in "Dead Snow" eine Gruppe partywütiger Medizinstudenten in die eisige Einöde der norwegischen Bergwelt. Aber horch: Von drauß' vom Walde kommt was her...

"Dead & Breakfast" wiederum gehört in die Kategorie jener Filme, die allein schon für den Titel große Sympathiepunkte abkassieren. Die Handlung funktioniert nach Schema F - Stadtmenschen stranden beim Landausflug in der Provinz und finden sich in einem abstrakten Albtraum wieder - verlässt aber mit jeder Menge Wortwitz und Darstellern wie David Carradine und Portia de Rossi die angestammten und blutgetränkten Pfade.

Zu guter Letzt sei schließlich noch "Braindead" empfohlen, der Klassiker unter den Zombiekomödien und ein wunderbares trashiges Frühwerk von Oberhobbit Peter Jackson. Wessen Herz danach nicht für Zombies schlägt, dem können auch wir nicht mehr helfen.

 

Shaun of the Dead in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Simon Pegg

Britischer Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor. Unschlagbar in Rollen sympathischer Chaoten, kumpelhafter Tagediebe, rüder Witzbolde und...

 

Star

Bill Nighy

Britischer Schauspieler. Grandioser britischer Charakterdarsteller mit dunkler, modulationsfähiger Stimme, dessen Größe (1,88m), kantige...