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18 Personen - neun Männer und neun Frauen - versuchen mit Speed-Dating einen Partner zu finden.


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Erhältlich seit:
02.05.2008

Komödie

Deutschland 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sebastian Weber
Anna Böger
Felix Hellmann

Regie: Ralf Westhoff
Warner Home Video Germany

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18 Personen - neun Männer und neun Frauen - versuchen mit Speed-Dating einen Partner zu finden.

Nach einem kurzen Hallo geht's los (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Nach einem kurzen Hallo geht's los (Foto: X Verleih (Warner))

"Speed Dating" ist eine schnelle Methode, um einen geeigneten Partner fürs Leben zu finden - zumindest erhoffen sich neun Männer und neun Frauen, dadurch Kontakte zu knüpfen. Da ist zum Beispiel Markus (Martin Butzke), Literaturstudent und Vorzeige-Öko, der in seinem Fünf-Minuten-Gespräch anfängt, sich mit der jungen Jasmin (Julia Heinze) über das Thema "Autofahrgewohnheiten" zu streiten.

Oder die scheue Krankenschwester Irina (Lisa Wagner), die die Dating-Teilnahme von Kollegen geschenkt bekommen hat, eigentlich nur widerwillig mitmacht, sich aber sofort unsterblich verliebt.

Manchmal wird sogar mehr daraus (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Manchmal wird sogar mehr daraus (Foto: X Verleih (Warner))

Irgendwie dokumentarisch

Ralf Westhoffs Langfilmdebüt konnte schon bei den Hofer Filmtagen auf sich aufmerksam machen. Dabei überzeugt der Film einerseits als unterhaltsame, temporeiche Komödie mit hoher Gag-Trefferquote, andererseits aufgrund seines in formaler Hinsicht beinahe dokumentarischen Ansatzes als aufschlussreiches Generationenporträt.

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Mit seiner Zeitgeist-Komödie über die moderne Form der Partnersuche, das Speed-Dating, gewinnt Kino-Newcomer Ralf Westhoff dem Geschlechterkampf neue Seiten ab.

In diesem heißen Kino-Frühjahr sind Porträts moderner Großstadtsingles angesagt. Während Oliver Pocher der Figur aus Tommy Jauds Bestseller-Roman "Vollidiot" ein Gesicht gibt, präsentiert Ralf Westhoff mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm gleich 18 alleinstehende Männer und Frauen auf der Suche nach Liebe oder Sex oder der Erfüllung eines noch zu definierenden Lebenstraums. Dabei bedient sich der gebürtige Münchner, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion, einer derzeit besonders beliebten Form der Partnersuche, dem Speed-Dating. Hier sitzen sich Männlein und Weiblein gegenüber und haben exakt fünf Minuten Zeit, sich kennenzulernen. Dann ertönt ein Gong, und man bekommt das nächste Date vor die Nase gesetzt. Westhoff macht in "Shoppen" nichts anderes, als dieses Prinzip nachzustellen. Bei ihm geht es um neun männliche und neun weibliche Singles, allesamt etwa 30 Jahre alt, wohnhaft in München und Umgebung, aber unterschiedlichsten Charakters. Ob militanter Naturschützer oder gestresster Geschäftsmann, ob sexgierige Blondine oder Rothaarige mit Kinderwunsch - sämtliche Facetten sind vertreten. Mit Sprüchen wie "Ich bin kein Jäger, eher so' n Sammler" und "Ich bin ein Designerstück" oder "Ich bin kein bisschen arrogant" versuchen sie, ihren Typ so treffend wie möglich zu beschreiben und merken dabei nicht, wie sie sich dabei oftmals selbst entlarven.

Für sein ungewöhnliches Kino-Experiment hat Westhoff bewusst 18 relativ unbekannte Schauspieler ausgewählt, die bis dato vorwiegend auf Münchner Bühnen gearbeitet haben. Sie alle machen ihre Sache so gut, dass man das ernste Thema (heutzutage geht man "Partner shoppen") dahinter fast vergisst und man sich am Dialogwitz, dem verbalen Kampf der Geschlechter erfreut. Das ist auch unabdingbar, schließlich fehlen dem Film jegliche Dramaturgie und kinotaugliche Bilder - die ersten 60 Minuten zeigen fast ausschließlich "Talking Heads". So funktioniert "Shoppen" vor allem als amüsante Zustandsbeschreibung einer immer skurriler werdenden Gesellschaft ganz gut und liefert zudem jede Menge Identifikationspotenzial für die Generation 30+, was auch der tosende Applaus des Festivalpublikums auf den letzten Hofer Filmtagen belegt. lasso.

Darsteller:  Sebastian Weber   als Jörg
  Anna Böger   als Susanne
  Felix Hellmann   als Patrick
  Katharina Marie Schubert   als Isabella
  David Baalcke   als Frank
  Julia Koschitz   als Susanna
  Martin Butzke   als Markus
  Kathrin von Steinburg   als Miriam
  Matthias Bundschuh   als Thorsten
  Mediha Cetin   als Mediha
  Thomas Limpinsel   als Egon
  Lisa Wagner   als Irina
  Oliver Bürgin   als Jens
  Julia Heinze   als Jasmin
  Stephan Zinner   als Jürgen
  Anja Klawun   als Jule
  Christian Pfeil   als Falk
  Tanja Schleiff   als Katharina
  Wilm Roil   als Veranstalter
 
Regie:  Ralf Westhoff  
Buch:  Ralf Westhoff  
Musik:  Michael Heilrath  
Kamera:  Helmfried Kober  
  Christian Knöpfle  
Produzent:  Ralf Westhoff  
  Martin Richter  
  Florian Deyle  
 

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