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Showgirls

Paul Verhoevens "Showgirls" ist ein gutgeplanter Film-Anschlag auf die US-Zensoren, der einen sehr erotischen und zynischen Blick hinter die Kulissen der Glitzerwelt von Las Vegas' Bühnen erlaubt.


Showgirls

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Erhältlich seit:
25.11.2011

Erotik/ Drama

USA 1995
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 16

Elizabeth Berkley
Kyle MacLachlan
Gina Gershon

Regie: Paul Verhoeven
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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Showgirls

Nomi Malone will es als Tänzerin in Las Vegas schaffen. Mit nur einem Koffer aus der Provinz angereist, muß sie sich ihre ersten Sporen jedoch in einem schäbigen Strip-Lokal verdienen. Doch sie hat Glück, denn sie lernt die Nummer Eins der Showgirls kennen: Cristal Connors ist der Star der heißesten Bühnenshow der Stadt. Sie ist von der Schönheit und dem Talent der naiven Newcomerin fasziniert und verschafft ihr schon bald einen Platz im Team. Doch damit ist Nomi nicht zufrieden.

Paul Verhoevens ("Basic Instinct") erotisches Dance-Movie war der Skandalfilm des Kinojahres 1996. Dabei zeigen der Regisseur und sein bewährter Drehbuchpartner Joe Eszterhas nur die Realität von Las Vegas als absurde, lächerliche, erbarmungslose und kalte Glitzerwelt. Newcomerin Elizabeth Berkley weiß mit der Waffe Sex glänzend umzugehen, während Kyle MacLachlan ("Blue Velvet") als ihr machtgieriger Chef überzeugt. Ein siedend heißer Sex-Thriller mit hohem Diskussionspotential.

Showgirls

Einmal mehr erweist sich Paul Verhoeven als Agent Provocateur und Meister der perfekten Vermarktung: Mit aller erdenklicher Aggressivität rückte der Regisseur umstrittener Filme wie "Basic Instinct" und "Robocop" seine "Showgirls" ins Licht der Öffentlichkeit. Virtuos nutzte US-Verleiher MGM-/UA dabei das stigmatisierende NC-17-Rating als Aufhänger für eine beispiellose Kampagne, die sich rückblickend als gewagter entpuppt als das vielpublizierte Corpus delicti selbst. Zugegeben: "Showgirls" wartet mit mehr nackter Haut auf als irgendein ein anderer US- amerikanischer Mainstream-Film zuvor. Doch das ist schon der Gipfel der Provokation in diesem kruden Film, der ganz auf Oberflächenreize abzielt und trotz seines geladenen Inhalts nur eine Sexszene in einem Swimmingpool bietet. Wer sich von dem Erotical aus dem Tänzerinnen-Milieu einen ungeschminkten Blick hinter die Kulissen des Showbiz in Las Vegas erwartet hat, dem sei geraten, besser auf Scorseses "Casino" zu warten. Hier befindet man sich auf Joe-Eszterhas-Territorium. Das Drehbuch von Verhoevens "Basic Instinct"-Weggefährten kann und will mit Tugenden wie Tiefgang, Milieubeschreibung oder Charakterentwicklung nicht aufwarten. Vielmehr gefällt sich Eszterhas im Aufkochen seiner altbekannten Themen, in denen starke, obszöne Sprüche, schnelle, lieblose Erotik (bevorzugt mit lesbischen Untertönen) und harpyienhafte Amazonen den Vorzug vor Sinn und Verstand erhalten. "Showgirls" ist Eszterhas' überzogenste Arbeit bislang, fragmentarisch, reduziert, so gehaltvoll wie das Titelbild einer Hochglanzmodezeitung. Verhoeven macht das einzig richtige: Er übersteigert die absurden Handlungsrudimente ins Lächerliche und findet damit eine filmische Entsprechung für die amoralische, hirnlose Glitzerwelt von Las Vegas, die er mit gierigen Neidern, skrupellosen Karrieristen und anderen unsympathischen Zeitgenossen bevölkert. Der Film selbst wird zur Vegas-Show, ganz große Geste, aber immer hohl, leer und auf fast schon perverse Weise unterhaltsam. Langweilig ist "Showgirls" nie. Daß der Regisseur in dem einstigen Teenie-Liebling Elizabeth Berkley eine willige Hauptdarstellerin fand, die bei der Darstellung der kleinen Lap Dancerin Nomi mit großen Träumen von einer Karriere bei einer gefeierten Tanzshow jeden Milimeter ihrer Anatomie, dafür aber nur wenig Talent zeigt, hilft: Sie ist wie eine Karikatur der männermordenden Sharon Stone aus "Basic Instinct", die jede Szene mit soviel Pathos angeht, als ginge es darum Shakespeare zu spielen. Eine perfekte Darstellerin für eine Figur, die Versace wie "Vörsäis" ausspricht und sonst nur das Ziel hat, die führende Tanz-"Goddess" - so der Name ihrer Show - Cristal (Gina Gershon) zu entthronen. So atemberaubend die Showszenen mit Steadicam-Einsatz und donnerndem Dave-Stewart-Soundtrack verwirklicht wurden - das Gerangel der zwei Schönheiten war den Filmemachern nicht dramatisch genug, so daß im letzten Drittel ein unerwarteter Subplot eingeführt wurde, der in einer abscheulichen Vergewaltigung und ihrer anschließenden Sühne gipfelt. Daß es sich bei der 40-Mio.-Produktion trotz aller Ungereimtheiten dennoch um einen hochkommerziellen und damit würdigen Nachfolger von "Basic Instinct" handelt, beweist der überzeugende US- Start mit mehr als acht Mio. Dollar Boxoffice. In Deutschland sollte der Film bei weitem mehr Staub aufwirbeln als in den USA. Wie man diesen Camp-Klassiker bestens vermarktet, hat MGM/UA in den USA bereits vorexerziert. ts.

Showgirls

Paul Verhoevens erotisches Meisterwerk erlaubt einen unzensierten Blick hinter die Show- und Glitzerfassade von Las Vegas - in perfekter Bild- und Tonqualität!

Nomi Malone (Elizabeth Berkley) will sich als Tänzerin in Las Vegas ein neues Leben aufbauen. Mit nur einem Koffer aus der Provinz angereist, landet sie bei ihrem ersten Auftritt ausgerechnet in einem schäbigen Strip-Lokal. Doch sie hat Glück, denn sie lernt die Nummer Eins der Showgirls kennen: Cristal Connors (Gina Gershon) ist der Star der heißesten Bühnenshow der Stadt. Cristal ist von der Schönheit und dem Talent der naiven Newcomerin fasziniert und verschafft ihr schon bald einen Platz im Team. Auch Cristals dandyhafter Manager Zack (Kyle MacLachlan) zeigt reges Interesse an Nomi. Doch Zack zeigt nicht nur berufliches Interesse und so gerät Nomi bald in die Intrigenspiele hinter den Kulissen...

Quelle: Tobis

Laufzeit des Bonusmaterials: ca. 44 Minuten

- Audiokommentar "The Greatest Movie Ever Made" (David Schwamer)
- A Showgirl's Diary
- Featurette
- Dance Tutorial featuring the world famous girl of SCORES
- B-Roll
- Interviews mit Cast & Crew
- Original Kinotrailer
- Cast & Crew

Quelle: Tobis

Darsteller:  Elizabeth Berkley  
  Kyle MacLachlan  
  Gina Gershon  
  Glenn Plummer  
  Robert Davi  
  Alan Rachins  
  Gina Ravera  
  Lin Tucci  
  Greg Travis  
  Al Ruscio  
  Patrick Bristow  
  William Shockley  
  Michelle Johnston  
  Dewey Weber  
  Rena Riffel  
 
Regie:  Paul Verhoeven  
Buch:  Joe Eszterhas  
Musik:  Dave Stewart  
Kamera:  Jost Vacano  
Produzent:  Alan Marshall  
  Charles Evans  

Himbeeren für Britney und Madonna?

Es ist mittlerweile eine gute, alte Tradition in Hollywood: Einen Tag bevor die Academy of Motion Picture Arts & Sciences die Oscar-Nominierungen bekannt gibt, steht eine kleine, aber gefürchtete Gegen-Organisation im Rampenlicht: Die Golden Raspberry Award Foundation "prämiert" alljährlich die schlechtesten Leinwand-Leistungen mit der verhassten Goldenen Himbeere.

Not an actress: Britney Spears

Not an actress: Britney Spears

John Travolta, Sylvester Stallone und Madonna hätten außer ihrem Beruf eigentlich nicht viel gemeinsam - gäbe es da nicht dieses untrügliche Gespür für schlechte Filme, dass ihnen regelmäßig ein Plätzchen auf der Liste der Golden Raspberry Award Foundation garantiert.

Travolta wurde für sein unterragendes Sci(entology)Fi-Machwerk "Battlefield Earth" gleich mit sieben Himbeeren bedacht, Stallone und Madonna 2001 sogar zu den schlechtesten Schauspielern des vergangenen Jahrhunderts gekürt.

Die Spezies "Singer turned Actress" scheint den Organisatoren auch heuer ein besonderer Dorn im Auge zu sein. So geht Pop-Schätzchen Britney Spears für ihr Schauspieldebüt "Not a Girl" mit rekordverdächigen acht Nominierungen ins Rennen. Und - welch Überraschung - da Madonna auch 2002 nicht von der Schauspielerei lassen konnte, ist auch sie wieder mit von der Partie. Ihr kapitaler Kassenflop "Swept Away" ist in sieben Kategorien nominiert.

Beide haben also Chancen, die bisherigen Rekordhalter "Showgirls" und "Battlefield Earth" (jeweils sieben Himbeeren) vom Thron zu stoßen - auch wenn sie das persönlich herzlich wenig interessieren dürfte. Schließlich sind die "Razzies" in Tinseltown alles andere als beliebt. Bestes Beispiel: Außer Kult-Comedian Tom Green nahm bisher keiner der Preisträger seinen "Anti-Oscar" persönlich entgegen...

 

Showgirls in der Fotoshow

 

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Features

 

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Elizabeth Berkley

Unter den echten Blondinen des amerikanischen Films zwischen Klischees wie Gold Digger, Dummchen und naivem Darling pendelnd,...

 

Star

Kyle MacLachlan

Hinter seinem blassen aber gepflegten Äußeren verbirgt sich eine unerwartete Härte, die er als FBI-Agent Cooper in der TV-Serie "Twin...