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Showtime

Pfiffige Mischung aus Krimi und Mediensatire, in der zwei ungleiche Cops wider Willen gemeinsam vor laufender Fernsehkamera Fälle lösen müssen.


Showtime

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Erhältlich seit:
17.10.2002

Komödie/ Action

USA 2002
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12

Robert De Niro
Eddie Murphy
Rene Russo

Regie: Tom Dey
Warner Home Video Germany

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Robert De Niro und Eddie Murphy werden als grundverschiedenes Cop-Duo in Tom Deys frecher Buddy-Komödie zu Protagonisten einer Live Reality Show und damit zum Spielball der Medienwelt.

Die Cops Trey und Mitch (Robert De Niro) haben die TV-Kamera im Schlepptau

Die Cops Trey und Mitch (Robert De Niro) haben die TV-Kamera im Schlepptau

Vor ein paar Jahren waren sie die Quotenkönige - jene Menschen, die sich in Wohncontainern einschließen und sich dort Tag und Nacht von unzähligen Kameras beim Essen, Schlafen, Duschen, Streiten, Nasepopeln oder Petting beobachten ließen. Für ein paar 10.000 Euros und den zweifelhaften Ruhm, 100 Tage lang ein Fernsehstar zu sein, entblößte man sich vor einem Millionenpublikum und der Begriff Privatsphäre wurde aus dem Wortschatz gestrichen. Inzwischen ist auf dem Bildschirm wieder der Alltag eingekehrt. "Big Brother" und all seine Klone gehören zu einem Stück TV-Geschichte.

Auch im Kino wurde schon des Öfteren über die Auswirkungen von Reality Shows reflektiert. David Fincher etwa bescherte dem bedauernswerten Michael Douglas in seiner bitterbösen Satire "The Game" ein äußerst perfides Geburtstagsgeschenk. Oder Barry Levinson, der in seiner nicht minder bissigen Medien-Persiflage "Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt" den US-Präsidentschaftswahlkampf einmal ganz anders gestaltete. Für die Manipulation von Presse, Funk und Fernsehen sorgten damals die beiden Hollywood-Haudegen Dustin Hoffman und Robert De Niro.

Der mediengeile Cop Trey (Eddie Murphy)

Der mediengeile Cop Trey (Eddie Murphy)

Geplatzter Undercover-Einsatz mit Knalleffekt

Letzterer scheint für dieses Subgenre einiges übrig zu haben, ist er doch in Tom Deys thematisch ähnlich gelagertem Werk, der unkonventionellen Buddy-Komödie "Showtime", erneut mit von der Partie. De Niro spielt Mitch Preston, Detective beim Los Angeles Police Department, ein dienstbeflissener, wortkarger und selten zu Scherzen aufgelegter Mann, der kurz davor steht, einem Drogendealerring das Handwerk zu legen. Doch just an dem Tag, an dem Mitch seine Undercover-Aktion abschließen will, kommt ihm ein Patrol Officer namens Trey Sellars (Eddie Murphy) in die Quere.

Dieser hat den Beruf des Gesetzeshüters nur gewählt, weil er als Schauspieler nicht unterkam. Entsprechend dämlich stellt sich Trey bei der Arbeit an. Das Resultat: Die Verdächtigen fliehen und Mitch ist so sauer, dass er in die Kamera eines TV-Teams, das kurz darauf am Tatort erscheint, einen Schuss abfeuert. Am nächsten Tag hat der hitzköpfige Cop drei Probleme. Erstens: sein Konterfei schmückt sämtliche Titelseiten der Tagespresse. Zweitens: sein Vorgesetzter erteilt ihm einen saftigen Rüffel und drittens: die umtriebige TV-Produzentin Chase Renzi (Rene Russo) wird auf ihn aufmerksam.

Fernsehproduzentin Chase (Rene Russo) erahnt Starpotential

Fernsehproduzentin Chase (Rene Russo) erahnt Starpotential

Die Quotenjagd beginnt

Weil sie einen Quotenhit wittert, überredet sie die Bosse von Mitch und Trey, die beiden ins Zentrum einer Live Reality Show zu rücken. Schließlich hätte die Polizei nach diesen Vorfällen eine Image-Aufbesserung dringend nötig. Gesagt getan. Von nun an verfolgt ein Kamerateam das Cop-Duo auf Schritt und Tritt. Zum Leidwesen von Mitch, der nichts mehr hasst als die Medien, aber zur Freude von Trey, dessen sehnlichster Wunsch es schon immer war, einmal einen Gesetzeshüter zu mimen...

Kesse One-Liner, wilde Action, flotter Slapstick - das sind die Markenzeichen von "Showtime", bei dem sich Regisseur Tom Dey, der zuletzt Knochenbrecher-König Jackie Chan in "Shang-High Noon" in Szene setzte, vor allem auf sein hochkarätiges Darsteller-Trio verlassen kann. Neben Hollywood-Beauty Rene Russo und Robert De Niro, der sich im Komödienfach immer wohler zu fühlen scheint, begeistert vor allem Eddie Murphy, der seine legendäre Rolle des Axel Foley aus der "Beverly Hills Cop"-Trilogie um eine interessante Variante erweitert.

Showtime

Nach den Hitkomödien "Reine Nervensache" und "Meine Braut, ihr Vater und ich" übernimmt Robert De Niro in der Buddyactionkomödie "Showtime" einmal mehr die Rolle des "straight man", der hier mit sauertöpfischer Miene seinem "funny man"-Gegenüber Eddie Murphy gaggesalzene Oneliner hinpfeffert. Inszeniert wurde der routinierte Spaß, um ein ungleiches Polizistenteam in (umgekehrter) Tradition von Mel Gibson und Danny Glover in "Lethal Weapon", von Regisseur Tom Dey, der bereits mit seinem Debüt "Shang-High Noon" überdrehte Kumpelklamauk-Künste einüben konnte.

Mitch Preston (De Niro) ist ein übellauniger L.A.P.D.-Detective, dem der übereifrige Rookie-Cop Trey Sellars (Murphy) bei einem Undercover-Fall mit verheerenden Folgen in die Quere kommt. Das Fiasko wird vor laufender TV-Kamera aufgenommen, die Preston wutentbrannt abschießt. Dies bringt die umtriebige Fernsehproduzentin Chase Renzi (Rene Russo) auf die Idee, Preston zum Star einer neuen Reality-TV-Serie zu machen. Um eine Schadensersatzklage wegen der zerstörten Kamera zu vermeiden, muss Preston - von oben beordert - zusagen und hat auch nichts zu vermelden, als ihm ausgerechnet der eitle Versager Sellars als Partner zur Seite gestellt wird. Gemeinsam versuchen sie - stets mit Fernsehkameras im Schlepptau - dem Kriminellen Vargas, dessen sadistische Spezialität ein Automatikgewehr ist, das Handwerk zu legen. Dies mündet in einem actionreichen Finale. Doch bis es soweit ist, liegt das Nachwuchs-"Starsky & Hutch"-Team lautstark im Clinch.

Das vielbemühte Buddycop-Genre bescherte zuletzt Jackie Chan und Chris Tucker in "Rush Hour 2" einen kommerziellen Volltreffer und entfernt fühlt man sich auch an dieses Team erinnert. Kein Wunder, da in "Showtime" so gut wie kein Klischee der gewohnten Genreformel ausgelassen wird. So sind die Partner wider Willen nicht nur unterschiedlicher Hautfarbe, sondern auch grundverschiedene Persönlichkeiten. Dies soll für erheiternde Zusammenstöße sorgen, bis ein Fall mit einem ruchlosen - obligatorisch osteuropäischen - Kriminellen sie ihre Zwistigkeiten vergessen und freundschaftliche Einheit bilden lässt. Zusammengehalten wird dies mit üblicher Action, also rasanten Autoverfolgungsjagden, wummernden Explosionen und exzessiven Ballereien. Ein kräftiger Schuss harmloser Mediensatire sorgt für Amüsement - u.a. ergibt sich vor der TV-Kamera ein Rollentausch, der den mediengeilen Sellars als kompetent und populär präsentiert, während Experte Preston die unsympathische zweite Geige spielt. Zudem unterzieht Produzentin Renzi Preston und seine Umgebung mehreren Makeovers, um ihn fernsehgerechter zu machen. An sich würde man davon ausgehen, dass De Niro und Murphy ein zündendes komödiantisches Paar abgeben, doch es will sich keine komische Chemie zwischen den beiden einstellen und ihr verbales Sparring mutet stellenweise forciert an. In Nebenrollen treten William "T.J. Hooker" Shatner als TV-Regisseur, der Preston als "den schlechtesten Schaupsieler überhaupt" bezeichnet und O.J. Simpsons Anwalt Johnnie Cochran Jr. als er selbst auf. In der Manier von Jackie-Chan-Filmen wird während Ablauf der Endcredits mit Outtakes aufgewartet. ara.

Darsteller:  Robert De Niro   als Mitch Preston
  Eddie Murphy   als Trey Sellars
  Rene Russo   als Chase Renzi
  Pedro Damián   als Caesar Vargas
  Mos Def   als Lazy Boy
  Frankie Faison   als Captain Winship
  William Shatner   als William Shatner
  Nestor Serrano   als Ray
  Drena De Niro   als Annie
  Linda Hart   als Kellnerin
  T.J. Cross   als ReRun
  Judah Friedlander   als Julio
  Kadeem Hardison   als Kyle
  Peter Jacobson   als Brad Slocum
  Ken Hudson Campbell   als Polizist
  John Cariani   als Charlie
  Melvin Rodriguez   als bewaffneter Autofahrer
  Jullian Dulce Vida   als J.J.
  Jon A. Barnes   als Polizist im Bullenstall
  Alex Borstein   als Brenda
  Heather Charles   als Model
  Rick Cramer   als Zollbeamter
  Teresa DePriest   als blonde Polizistin
  Marshall Manesh   als Geschäftsführer
 
Regie:  Tom Dey  
Buch:  Keith Sharon  
  Alfred Gough  
  Miles Millar  
Musik:  Alan Silvestri  
Kamera:  Thomas Kloss  
  Otto Nemenz  
Produzent:  Jane Rosenthal  
  Jorge Saralegui  
 

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