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Shrek - Der tollkühne Held

Hinreißendes CGI-Märchen über ein grünes Kuschelmonster, das auf einer Odyssee Gefahren bestehen muss und seine große Liebe findet.


Shrek - Der tollkühne Held

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Erhältlich seit:
09.11.2006

Originaltitel: Shrek

Trickfilm/ Komödie

USA 2001
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6

Regie: Andrew Adamson, ...
Paramount Home Entertainment

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Hinreißendes CGI-Märchen über ein grünes Kuschelmonster, das auf einer Odyssee Gefahren bestehen muss und seine große Liebe findet.

Groß, grün und grummelig: Shrek (Foto: UIP) Großansicht

Groß, grün und grummelig: Shrek (Foto: UIP)

Um seine Ruhe im heimischen Sumpf wieder zu erlangen, lässt sich das schlechtgelaunte grüne Monstrum Shrek von dem durchtriebenen Fürsten Farquaad überreden, für den feigen Edelmann die liebliche Prinzessin Fiona zu befreien, die in einer Schlossruine von einem Drachen bewacht wird.

Ungewollte Unterstützung erhält Shrek von einem sprechenden Esel, der sich wie eine Klette an seine Fersen heftet und die ganze Zeit fröhlich vor sich hin plappert.

Doch der Kampf gegen den bösen Drachen schweißt die beiden zusammen. Und auch die holde Fiona entdeckt ihre Zuneigung zu dem tollpatschigen Grünling.

Ein märchenhaftes Dreigespann (Foto: UIP) Großansicht

Ein märchenhaftes Dreigespann (Foto: UIP)

Konkurrenz für Disney

Voll gepackt mit originellen Zitaten und bissigen Seitenhieben gegen Disney, begeistert der zweite CGI-Film von Dreamworks mit seinem Ideenreichtum und der großen Liebe, die man allen Details des Films entgegen brachte.

Das computergenerierte Filmspektakel von Spielbergs Erfolgsfirma verbindet grandiose visuelle Effekte mit einer innovativ erzählten Story und brillantem Humor. Jetzt schon ein Klassiker!

Shrek - Der tollkühne Held

Shrek lass nach, dürfte so manchem Executive des Hauses Disney bei der Sichtung des ersten Animationsfilm, der jemals in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes aufgenommen wurde, als primärer Gedanke durch den Kopf schießen. Denn der zweite CGI-Film von Dreamworks (nach "Antz" aus dem Jahr 1998) begeistert nicht einfach nur als hinreißende, pfiffig mit Märchenklischees spielende Abenteuerkomödie über ein sympathisches Ungetüm, das ausgeschickt wird, eine Prinzessin zu retten, sondern ist überdies gespickt mit bissigen Seitenhieben auf das Maus-Haus und dessen CEO Michael Eisner - Jeffrey Katzenbergs späte und zuckersüße Rache am einstigen Ziehvater, der den heutigen Dreamworks-Kochef 1994 aus dem Magic Kingdom verstieß.

Natürlich bedarf es dieses Hintergrundwissens nicht, um sich in "Shrek" pudelwohl zu fühlen. Zunächst - und vor allem - ist die Märchen-Persiflage erst einmal blendend erzählte und tricktechnisch immer wieder bemerkenswerte Familienunterhaltung, die all die Stärken vereint, die bereits Katzenbergs Zeichentrickfilme bei Disney (u. a. "Die Schöne und das Biest", "Aladdin" und "Der König der Löwen") zu Klassikern werden ließ. Im Mittelpunkt steht Shrek, der viel sein mag, nur nicht der "tollkühne Held", als den ihn der deutsche Untertitel ausweist. Shrek ist ein "Ogre", was das Wörterbuch mit "Menschenfresser" oder "Unhold" übersetzt, ohne den Nagel in diesem Fall auf den Kopf zu treffen: Besser ließe sich der grüne Kerl mit den futuristischen Schweinsöhrchen als Kuschelmonster beschreiben, der seinen völlig ungerechtfertigten Ruf als Ungetüm nutzt, um in seiner sumpfigen Forstenklave in Ruhe gelassen zu werden. Als die Schergen des ebenso bösen wie kleinwüchsigen Fürsten Farquaad in den Wald platzen, weil sie alle Märchenfiguren versklaven sollen und ein magischer Esel bei Shrek Zuflucht sucht, macht sich der Sympathieträger mit dem ungewünschten Sidekick auf den Weg in Farquaads Fürstentum, um Wiederkehr der Einsamkeit für sich zu reklamieren. Der durchtriebene Herrscher will ihm den Wunsch gewähren, allerdings nur, wenn Shrek für ihn Prinzessin Fiona errettet, die in einem verwunschenen, von einem Furcht erregenden Drachen bewachten Schloss auf ihre Befreiung harrt. Das ist der Auftakt für die vergnüglichste Reise durch ein Fabelland, seitdem Dorothy der Yellow Brick Road zum Zauberer von Oz folgte. Abenteuer, Romantik, geschliffene Dialoge und die bewährte Zeichentrickerkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, wie man nach Außen wirkt, sondern wie es innen drin aussieht, sind die Stützpfeiler dieser Komödie, die mit bekannten Märchenversatzstücken Schlitten fährt, für das erwachsene Publikum so manche gutmütige Anzüglichkeit und Parodie (z. B. auf "Matrix") bereit hält und sich auch nicht zu schade ist, mit ein paar Furzwitzen dem Grossout-Trend alle Ehre zu erweisen. Trumpfass ist die Beziehung zwischen Shrek und dem namenlosen Esel, die im Original von Mike Myers und Eddie Murphy gesprochen werden (in den weiteren Sprechrollen gefallen Cameron Diaz und der vorzügliche John Lithgow). Während Myers sich zufrieden gibt, wieder einmal seinen schottischen Akzent aufzupolieren, ist es Murphy, der - losgelöst von den äußeren Eitelkeiten, die ihn in den letzten Jahren auf der Leinwand hemmen - die verbalen Glanzpunkte setzt und damit sogar seinen Drachen Mushu aus "Mulan" übertrifft.

Was "Shrek" aber zum geistreichen Filmerlebnis jenseits der üblichen Limitierung von auf ein Familienpublikum abgestimmten Animationsfilmen werden lässt, sind die ironischen Bösartigkeiten, die die Regisseure Andrew Adamson und Vicky Jenson nahtlos in das bunte Treiben ihrer Fantasymär eingeflochten haben. Unmissverständlich, in welche Richtung da gelästert wird, wenn von der Versklavung der Märchenfiguren gesprochen wird oder Shrek beim Besuch des Magic Kingdom vor einem verlassenen Kassenhäuschen steht. Und ganz offensichtlich ist Farquaad, der kleine Feigling, der seine Potenzprobleme mit immer neuen Phallussymbolen kompensiert und sich beim Betrachten der Bilder der Prinzessin unter der Bettdecke befingert, nach dem Vorbild Michael Eisners gemünzt. Die Animationsprojekte von Dreamworks waren schon bisher Jeffrey Katzenbergs bevorzugte Spielwiese, seine aufgestauten Frustrationen und Animositäten gegen das Konkurrenzstudio aufzuarbeiten (siehe "Antz", der dem ähnlich gearteten und länger in Arbeit befindlichen "Das große Krabbeln" von Disney das Wasser abgraben sollte). "Shrek" ist ein großer Schritt nach vorn, denn hier wird die persönlich gemünzte Gemeinheit, eine Art filmischer Vatermord, zum Stilmittel, zur eigentlichen Kunst, die immer wieder neue Sichtweisen und Interpretationen zulässt. Wer allerdings einfach nur Spaß haben will, ist bei diesem größten Märchen, das noch niemals zuvor erzählt wurde, nicht minder gut aufgehoben. ts.

Sprecher:  Mike Myers   als Shrek/Blind Mouse/Narrator
  Eddie Murphy   als Donkey
  Cameron Diaz   als Princess Fiona
  John Lithgow   als Lord Farquaad of Duloc
  Vincent Cassel   als Monsieur Hood
  Peter Dennis   als Ogre Hunter
  Clive Pearse   als Ogre Hunter
  Jim Cummings   als Captain of Guards
  Bobby Block   als Baby Bear
  Chris Miller   als Gepetto/Magic Mirror
 
Regie:  Andrew Adamson  
  Vicky Jenson  
Buch:  Ted Elliott  
  Terry Rossio  
  Joe Stillman  
  Roger S. H. Schulman  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
  John Powell  
Produzent:  Aron Warner  
  John H. Williams  
  Jeffrey Katzenberg  

Kein Shrek mehr nach "Shrek 4"

"Shrek hat sein Brüllen verloren."

Nach "Shrek Forever After" ist Schluss mit Oger-Märchen (Foto: UIP) Großansicht

Nach "Shrek Forever After" ist Schluss mit Oger-Märchen (Foto: UIP)

Dreimal hat das grüne Sumpfmonster Shrek schon das Publikum erfreut. Der vierte Teil "Shrek Forever After" ist auch bereits in Anmarsch und startet im Mai 2010. Doch danach ist endgültig Schluss. Es wird, wie Regisseur Mike Mitchell jetzt bestätigte, definitiv keinen weiteren Shrek mehr geben. Gegenüber "USA Today" erklärte er: "Ich hasse es, etwas beenden zu müssen, aber ja, es ist wirklich der letzte Film."

In "Shrek Forever After" ereilt den Oger eine Sinnkrise. Das einst gefürchtete Sumpfmonster sitzt nun friedlich verheiratet zu Hause, zieht drei Kinder auf und signiert als gefeierter Ex-Held Mistgabeln. Die Zeiten, in denen Shrek den Dorfbewohnern Angst einjagte, sind vorbei - Shrek hat, wie Mitchell erklärt, "sein Brüllen verloren".

Fauler Kater mit rosa Bogen

Um endlich wieder ein großer Macker zu werden, lässt sich Shrek auf einen Handel mit Rumpelstilzchen ein. Das Ganze geht schief und der Oger findet sich in einem Paralleluniversum wieder, in dem er erleben muss, wie die Welt ohne seine Existenz aussähe: Der Esel hängt vor einem Karren, der Gestiefelte Kater, gar nicht mehr wendig sondern fett und faul, trägt statt scharfem Schwert einen rosa Bogen, Prinzessin Fiona ist Shrek nie begegnet und Rumpelstilzchen hat über alles das Sagen. Dazu treten neue Charaktere auf, die den Helden ins Schwitzen bringen: Hexen, die Jagd auf Sumpfmonster machen und ein weiterer Oger, der Anführer einer Untergrundbewegung ist und laut Mitchell der "schönste Oger weit und breit".

Ganz ohne das Shrek-Universum kommen die Kinos in Zukunft dann aber doch nicht aus: Derzeit ist schon ein Animationsfilm zum "Shrek"-Kater in Vorbereitung: "Puss in Boots" startet im Frühjahr 2012.

 

Shrek - Der tollkühne Held in der Fotoshow

 

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