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Shutter Island

Virtuos bebilderte Verfilmung des Erfolgsromans von Dennis Lehane, mit dem sich Martin Scorsese einen lupenreinen Ausflug in die Welt des Genrekinos gönnt.


Shutter Island

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Erhältlich seit:
08.07.2010

Thriller

USA 2010
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 16

Leonardo DiCaprio
Mark Ruffalo
Sir Ben Kingsley

Regie: Martin Scorsese
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Shutter Island

U.S.-Marshal Teddy Daniels landet 1954 mit seinem Partner Chuck Aule inmitten eines Unwetters auf dem entlegenen Shutter Island. Dort ist aus dem Ashecliffe Hospital, einem Krankenhaus für geisteskranke Schwerverbrecher, eine Mörderin spurlos verschwunden. Schnell ist Teddy klar, dass er keine Unterstützung von den Ärzten zu erwarten hat: Offenbar will man ihn auf falsche Fährten locken und als Schachfigur in einem diabolischen Spiel instrumentalisieren. Teddy setzt dennoch alles daran, das Geheimnis der Insel zu entschlüsseln.

Mit der Verfilmung eines Bestsellers von "Mystic River"-Autor Dennis Lehane kehrte Martin Scorsese vier Jahre nach "Departed" auf die Leinwand zurück. Seine vierte Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio in Folge ist pure Pulp Fiction, ein derbes wie cleveres Horrorszenario, das dem Meisterregisseur jede Gelegenheit bietet, die gesamte Klaviatur des Spannungskinos zu spielen und seinen Vorbildern Hitchcock, Fuller und Ray zu huldigen. Die versammelte Starpower trägt das Ihrige zum Gelingen des raffinierten Schockers bei.

Shutter Island

Virtuos bebilderte Verfilmung des Erfolgsromans von Dennis Lehane, mit dem sich Martin Scorsese einen lupenreinen Ausflug in die Welt des Genrekinos gönnt.

"Shutter Island" ist ein monströser Film, eine Übung in Exzess. Weil man den Roman von "Mystic River"-Autor Dennis Lehane nicht anders verfilmen kann: ein starkes Stück Pulp Fiction, ein wild geplottetes Horrorszenario, das zahllose falsche Fährten auslegt und dabei auch schon mal derbe den Holzhammer auspackt, um den Leser von seinem gut gehüteten und doch so offensichtlichen Geheimnis abzulenken. Das verlangt nach einer entsprechenden Umsetzung. Martin Scorsese lässt sich nicht lumpen bei seiner ersten Regiearbeit seit seinem Oscar-Gewinner "Departed - Unter Feinden" aus dem Jahr 2006, die er sich nach den zuletzt schweren Themen einfach mal gegönnt hat. Von Alterswerk keine Spur. Unterstützt von getreuen Mitstreitern wie Cutterin Thelma Schoonmaker, Kameramann Robert Richardson oder Szenenbildner Dante Ferretti zelebriert der 67-Jährige mit großer Lust und noch größerem Können pures Kintopp, beschwört das expressive Gruselkino eines Val Lewton und Jacques Tourneur, verweist auf Genreklassiker wie Franjus "Augen ohne Gesicht" oder Hitchcocks "Rebecca" und genießt die Freude, bei seinem ersten puren Genrefilm seit "Kap der Angst" richtig over the top sein zu dürfen: Es ist ein Film über Wahnsinn, der sich ankündigt mit lautem Donnergrollen, peitschendem Regen und tobenden Stürmen.

Willkommen auf Shutter Island. Eine Welt ohne Gott, an den man hier nicht mehr glauben kann: Teddy Daniels, der Held des Films, hat die Leichenberge bei der Befreiung des Arbeitslagers von Dachau gesehen, und er musste miterleben, wie seine Frau bei einem Wohnungsbrand ums Leben kam. Nun wird der U.S. Marshal, der unter unseligen Migräneattacken leidet, im Jahr 1954 nach Shutter Island geschickt, eine unwirtliche, schroffe, feindselige Insel, die schnell aufgrund eines aufziehenden Unwetters von der Außenwelt abgetrennt ist. Mit seinem neuen Partner Chuck Aule soll er im Ashecliffe Hospital, einer Anstalt für geisteskranke Schwerverbrecher, nach einer Mörderin suchen, die spurlos aus ihrer gut bewachten Zelle entkommen ist. Der Ärzteschaft um Dr. Cawley ist nicht zu trauen, spürt Daniels schnell, die Wachleute, das Personal, selbst die befragten Insassen benehmen sich auffallend, und auch der Partner macht sich verdächtig. Während er von immer wieder kehrenden Albträumen gepeinigt, in dem ihm die Toten des Arbeitslagers von Dachau, das er mitbefreite, erscheinen und seine tote Frau vor ihm in Flammen aufgeht, verstärkt sich die Isolation Daniels', der entschlossen ist, dem Geheimnis der Insel auf die Spur zu kommen. Ihm schwant Unfassbares, und doch ist er auf dem Holzpfad. ts.

Darsteller:  Leonardo DiCaprio   als Teddy Danie
  Mark Ruffalo   als Chuck Aule
  Sir Ben Kingsley   als Dr. John Cawley
  Michelle Williams   als Dolores Chanal
  Max von Sydow   als Dr. Jeremiah Naehring
  Patricia Clarkson  
  Max von Sydow   als Dr. Naehring
  Jackie Earle Haley   als George Noyce
  John Carroll Lynch   als Deputy Warden McPherson
 
Regie:  Martin Scorsese  
Buch:  Laeta Kalogridis  
Kamera:  Robert Richardson  
Produzent:  Martin Scorsese  
  Brad Fischer  
  Mike Medavoy  
  Arnold W. Messer  

Scorsese will Brüno für "Hugo Cabret"

Mit seinem Alter Ego Brüno sorgte Krawall-Komiker Sacha Baron Cohen für einen weltweiten Skandal. Weniger groß dürfte der Trubel ausfallen, wenn er im neuen Martin Scorsese-Film "Hugo Cabret" mitspielt.

Spielt bald mit Zügen statt mit Modemachern: Sacha Baron Cohen (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Spielt bald mit Zügen statt mit Modemachern: Sacha Baron Cohen (Foto: Kurt Krieger)

Überaus freizügig präsentierte sich Sacha Baron Cohen als österreichischer Mode-Gockel Brüno in dem gleichnamigen Leinwand-Angriff auf die Lachmuskeln. Weitaus zugeknöpfter dürfte sich der Komiker in seinem nächsten Projekt geben. Martin Scorsese möchte den Briten nämlich gerne für seine Adaption von "The Invention of Hugo Cabret" gewinnen.

Die Finanzierung der Kinderbuchverfilmung steht zwar noch nicht, doch damit kann der Regisseur von "Shutter Island" gut leben. Schließlich hat er mit Sacha Baron Cohen und Sir Ben Kingsley zwei namhafte Schauspieler am Haken.

Traumtrio Cohen, Scorsese und Kingsley

Die eigentliche Hauptrolle spielt aber Kinderstar Asa Butterfield ("Wolfman") - die Geschichte dreht sich schließlich um den 12-jährigen Waisenjungen Hugo, der in den 30er Jahren hinter den Mauern eines Pariser Bahnhofs lebt. Dabei versucht er, das erfinderische Vermächtnis des Vaters und die Erinnerung an ihn aufrechtzuerhalten.

Cohen würde den Bahnhofsvorsteher spielen, sollte er unterschreiben. Kingsley dagegen, der jüngst mit Scorsese in "Shutter Island" zusammenarbeitete, ist kurz davor die Rolle des französischen Stummfilmmachers George Melies zu übernehmen. Dieser spielt eine Schlüsselrolle, indem er Hugo hilft, seine Ziele zu erreichen. Außerdem an Bord: "Kick-Ass"-Girl Chloe Moretz.

 

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