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Sicko

In seiner neuesten Dokumentation nimmt dich Michael Moore das marode amerikanische Gesundheitssystem vor.


Sicko

Kaufvideo

Erhältlich seit:
28.04.2008

Dokumentarfilm/ Gesellschaft

USA 2007
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 6

Michael Moore

Regie: Michael Moore
Senator Home Entertainment

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Nach vielen Anfeindungen meldet sich Michael Moore eindrucksvoll zurück - bewegender und scharfsinniger als je zuvor.

Michael Moore deckt wieder unerhörte Zustände auf (Foto: Senator) Großansicht

Michael Moore deckt wieder unerhörte Zustände auf (Foto: Senator)

Es gibt viele Etikettierungen, die auf Michael Moore passen - erfolgreichster Dokumentarfilmer aller Zeiten, Oscar-Gewinner, Lieblingsfeind der republikanischen Partei. Aber es gibt ein Etikett, das all dem zu Grunde liegt: Michael Moore ist ein Geschichtenerzähler. Seine Dokumentationen definieren sich nicht einfach als eine suggestive Aneinanderreihung von Fakten, sie sind auch emotional aufwühlende Dramen.

Und so ist "Sicko" zwar auf einer Ebene eine bitterböse Abrechnung mit der Gesundheitsindustrie, aber vor allem entfaltet der Film ein bewegendes Panorama von menschlichen Schicksalen.

Es gibt auch schöne Momente im Krankenhaus (Foto: Senator) Großansicht

Es gibt auch schöne Momente im Krankenhaus (Foto: Senator)

Horror oder Happy End?

Von Menschen, die sterben mussten, weil Krankenversicherungen ihre Behandlung nicht zahlen wollten oder von Patienten, die von ihren Arztkosten in den Ruin getrieben wurden. Damit verbunden ist auch ein gewisser Gruseleffekt, denn auch hierzulande kommt es zu einer zunehmenden Privatisierung des Gesundheitswesens.

Aber Moore malt nicht einfach nur Horror-Szenarien. Er zeigt auch Wege ins Happy End. Und gerade deshalb gelingt ihm mit "Sicko" letztendlich sein reifster und bewegendster Film - jetzt schon die fünfterfolgreichste Dokumentation aller Zeiten.

Sicko

Michael Moore weiß nach "Fahrenheit 9/11" und "Bowling for Columbine", was er seinen Fans schuldig ist. Auch "Sicko" ist wieder ein empfindlicher Dorn in der Seite der mächtigsten Nation der Welt.

Unerbittlich geht Moore in seiner neuen Doku ans Werk, dem vermutlich brisantesten Film in Cannes, der auf Drängen des Filmemachers außer Konkurrenz gezeigt wurde. Das amerikanische Gesundheitssystem ist diesmal die Zielscheibe seiner gewohnten Betrachtungen, in denen er das Leben einfacher Menschen mit dem Big Business, in diesem Fall die privaten Krankenversicherungen und natürlich die Regierung, konfrontiert. In Moores typischem Kolportagestil deckt er Strategien und Machenschaften auf, wie gerade Menschen mit Krankenversicherung dennoch um medizinische Behandlung gebracht werden - und warum die Regierung kein gesteigertes Interesse hat, der USA als letzter westlicher Industrienation der Welt ein staatliches Gesundheitssystem angedeihen zu lassen. Bilder des medizinischen Ödlands Amerika kontrastiert Moore vielleicht nicht journalistisch einwandfrei, dafür aber launig und effektiv mit Aufnahmen aus Kanada, Großbritannien und Frankreich, wo die Menschen nicht in den Krankenhäusern abgewiesen werden oder absurde Summen für ihre Behandlung zahlen müssen. All das führt zu der Sequenz, die Moore bereits im Vorfeld in Schwierigkeiten gebracht hat: Eine Gruppe von Feuerwehrleuten, die seit den Rettungsmaßnahmen an Ground Zero nach 9/11 unter chronischen Krankheitsbeschwerden leiden, in den USA aber keine adäquate ärztliche Behandlung erhalten, nimmt der Filmemacher mit dem Boot mit nach Kuba - oder besser gesagt: nach Guantanamo Bay, wo den einsitzenden Terroristen eine bessere medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt wird als US-Bürgern in ihrem Land. Erst als Moore dort abgewiesen wird, besucht er mit den Feuerwehrleuten Kuba, wo sie mit offenen Armen empfangen und behandelt werden. Die Szene erhielt spontanen Applaus von der begeisterten Presse: Dennoch wäre es ungerecht, den Film auf diesen publikumswirksamen Moment zu reduzieren. Vielmehr ist erstaunlich, mit welcher Sicherheit der Filmemacher mittlerweile sein völlig eigenes Genre des satirischen Docutainment beherrscht: Wie er die Mittel der Montage einzusetzen vermag (ohne sich diesmal selbst in den Mittelpunkt zu rücken), ist wirklich beachtlich - und macht auch einen Film über ein vermeintlich trockenes Thema zum Leckerbissen für ein großes Publikum. ts.

Darsteller:  Michael Moore  
 
Regie:  Michael Moore  
Buch:  Michael Moore  
Kamera:  Christoph Vitt  
Produzent:  Michael Moore  
  Harvey Weinstein  
  Bob Weinstein  
  Meghan O'Hara  
  Reyha Young  

Moore feiert krank

Senator Home Entertainment bringt am 28. April Michael Moores "Sicko" als Kauf-DVD in den Handel.

Legt den Finger in die Wunde: Michael Moore (Foto: Senator) Großansicht

Legt den Finger in die Wunde: Michael Moore (Foto: Senator)

Nach Abrechnungen mit Waffenwahn ("Bowling for Columbine") und Bush-Regierung ("Fahrenheit 9/11") nimmt sich Michael Moore in "Sicko" das amerikanische Gesundheitswesen vor.

45 Millionen Menschen haben in den USA keine Krankenversicherung. Aber Moore deckt in seinem typischen, unterhaltsamen bis groteskem Docutainmentstil Strategien und Machenschaften auf, wie gerade Menschen mit Krankenversicherung dennoch um medizinische Behandlung gebracht werden.

Neben dem Hauptfilm enthält die Kauf-DVD zirka 70 Minuten Bonusmaterial, darunter Features wie "Is Norway Utopia?", "H.R. 676 (Sicko Goes to Washington)", "Father Mike" und Bilder von der Premiere in Los Angeles. Darüber hinaus wartet der Silberling mit Interviews, Musikclips und Trailer auf.

Wer nicht auf die Kauf-DVD warten will - in den Videotheken ist "Sicko" bereits seit Ende März in gleicher Ausstattung ausleihbar.

 

Sicko in der Fotoshow

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Michael Moore

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