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Kaufvideo
Erhältlich seit:
28.04.2008
Dokumentarfilm/ Gesellschaft
USA 2007
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 6
Regie: Michael Moore
Senator Home Entertainment

Michael Moore weiß nach "Fahrenheit 9/11" und "Bowling for Columbine", was er seinen Fans schuldig ist. Auch "Sicko" ist wieder ein empfindlicher Dorn in der Seite der mächtigsten Nation der Welt.
Unerbittlich geht Moore in seiner neuen Doku ans Werk, dem vermutlich brisantesten Film in Cannes, der auf Drängen des Filmemachers außer Konkurrenz gezeigt wurde. Das amerikanische Gesundheitssystem ist diesmal die Zielscheibe seiner gewohnten Betrachtungen, in denen er das Leben einfacher Menschen mit dem Big Business, in diesem Fall die privaten Krankenversicherungen und natürlich die Regierung, konfrontiert. In Moores typischem Kolportagestil deckt er Strategien und Machenschaften auf, wie gerade Menschen mit Krankenversicherung dennoch um medizinische Behandlung gebracht werden - und warum die Regierung kein gesteigertes Interesse hat, der USA als letzter westlicher Industrienation der Welt ein staatliches Gesundheitssystem angedeihen zu lassen. Bilder des medizinischen Ödlands Amerika kontrastiert Moore vielleicht nicht journalistisch einwandfrei, dafür aber launig und effektiv mit Aufnahmen aus Kanada, Großbritannien und Frankreich, wo die Menschen nicht in den Krankenhäusern abgewiesen werden oder absurde Summen für ihre Behandlung zahlen müssen. All das führt zu der Sequenz, die Moore bereits im Vorfeld in Schwierigkeiten gebracht hat: Eine Gruppe von Feuerwehrleuten, die seit den Rettungsmaßnahmen an Ground Zero nach 9/11 unter chronischen Krankheitsbeschwerden leiden, in den USA aber keine adäquate ärztliche Behandlung erhalten, nimmt der Filmemacher mit dem Boot mit nach Kuba - oder besser gesagt: nach Guantanamo Bay, wo den einsitzenden Terroristen eine bessere medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt wird als US-Bürgern in ihrem Land. Erst als Moore dort abgewiesen wird, besucht er mit den Feuerwehrleuten Kuba, wo sie mit offenen Armen empfangen und behandelt werden. Die Szene erhielt spontanen Applaus von der begeisterten Presse: Dennoch wäre es ungerecht, den Film auf diesen publikumswirksamen Moment zu reduzieren. Vielmehr ist erstaunlich, mit welcher Sicherheit der Filmemacher mittlerweile sein völlig eigenes Genre des satirischen Docutainment beherrscht: Wie er die Mittel der Montage einzusetzen vermag (ohne sich diesmal selbst in den Mittelpunkt zu rücken), ist wirklich beachtlich - und macht auch einen Film über ein vermeintlich trockenes Thema zum Leckerbissen für ein großes Publikum. ts.
| Darsteller: | Michael Moore | ||
|---|---|---|---|
| Regie: | Michael Moore | ||
| Buch: | Michael Moore | ||
| Kamera: | Christoph Vitt | ||
| Produzent: | Michael Moore | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Bob Weinstein | |||
| Meghan O'Hara | |||
| Reyha Young | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: 6 Featurettes, Interviews, Musikvideos, Trailer
Er ist einer der originellsten Dokumentarfilmer der Geschichte. Der schwergewichtige und von Witz, Sarkasmus und Selbstironie sprühende...

