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Sideways

Brillante Charakter-Komödie von Alexander Payne über zwei gegensätzliche Freunde auf einer Reise durch das kalifornische Weinland.


Sideways

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Erhältlich seit:
21.08.2009

Komödie/ Drama

USA 2004
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 6

Paul Giamatti
Thomas Haden Church
Virginia Madsen

Regie: Alexander Payne
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Schon jetzt ein Klassiker der Hollywood-Komödie: "Sideways" begeistert mit intelligentem Witz und ehrlichem Gefühl. Ein Film zum immer wieder Sehen.

Zwei ungleiche Freunde (Foto: Fox) Großansicht

Zwei ungleiche Freunde (Foto: Fox)

Um es gleich vorweg zu sagen: "Sideways" ist die beste amerikanische Komödie der letzten Jahre. Wie ein hervorragender Wein weckt sie Gefühle puren Glücks im Moment des Genießens und verzaubert noch Tage danach.

Passenderweise dreht sich die Geschichte um Weintrinker. Zwei Freunde aus Collegezeiten (Paul Giamatti und Thomas Haden Church) wollen eine Woche lang das kalifornische Winzerland unsicher machen, bevor der eine von beiden, ein verkrachter TV-Star, seine Hochzeit feiert. Aus dieser scheinbar simplen Prämisse ergeben sich wilde Verwicklungen, brüllend komisch und zugleich voll anrührender Einblicke in das Chaos von Leben und Liebe.

Vier Weintrinker kosten von edlen Tropfen und wilden Emotionen (Foto: Fox) Großansicht

Vier Weintrinker kosten von edlen Tropfen und wilden Emotionen (Foto: Fox)

Einfach super!

Dass "Sideways" mehr Witz und Weisheit bieten würde als Hollywoods Standardkomödien, war zu erwarten. Filmemacher Alexander Payne hatte sich schon mit "Election" und "About Schmidt" als feinsinniger Beobachter menschlicher Gefühlsverwirrungen gezeigt. Mit "Sideways" erweist er sich endgültig als wahrer Nachfolger von Komödien-Meistern wie Billy Wilder.

Wer diese Bewertung für zu euphorisch hält, der sei an die US-Presse verwiesen: "Der beste Film des Jahres" meint Time, "Wundervoll" jubelt Variety. Und die Kritikerin von "Entertainment Weekly" war "berauscht, belebt und begeistert". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Sideways

Alexander Payne wird immer besser: Nach seinem Mainstream-Durchbruch mit der umwerfenden Jack-Nicholson-Show "About Schmidt" geht der Chronist von Freud und Leid des kleinen Mannes wieder auf Reisen und begleitet zwei College-Freunde auf ihrer erkenntnisreichen Woche ins Weinland nördlich von Santa Barbara. Weniger auf einen Star zugeschnitten als der Vorgänger, bietet Payne seinen Hauptdarstellern Paul Giamatti und Thomas Haden Church in seiner wunderbaren Komödie bei ihren sympathischen Eskapaden den Raum für wunderbar genaue Charakterisierungen und entdeckt auf seine unverwechselbar genau beobachtete Art, dass im Wein nicht nur Wahrheit, sondern auch der Stoff für Träume, Lebensanschauungen und sehr viel Humor liegt.

Paynes eigene offenkundige Liebe zum Wein ist die Triebfeder von "Sideways", der den Regisseur endgültig als rechtmäßigen Meister jener Form der poetischen human comedy etabliert, wie sie in den 70er Jahren von Hal Ashby ("Shampoo") oder Michael Ritchie ("Lauter nette Mädchen") in ihren bissigen Skizzen von Land und Leuten zur Kunstform erhoben wurde. Mit einem Maximum an Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten arbeitet Payne hier, der es sich mittlerweile erlauben kann, auf jegliche zeitgeistige und inszenatorische Mätzchen zu verzichten und als Regisseur völlig auf seine Figuren und seine Geschichte zu vertrauen. Weder Stilwille noch Sendungsbewusstsein verstellen seine zutiefst bewegenden Beobachtungen, die vor allem mit einer großen Liebe für die ganz alltäglichen Figuren und ihre Erlebnisse geprägt sind - und natürlich einem außerordentlichen Gespür für intelligenten Humor, durch den er seine Betrachtungen maskuliner Selbsttäuschungen und Unzulänglichkeiten filtert.

Nach dem Versicherungsvertreter Warren R. Schmidt aus Paynes Heimatstadt Omaha in Nebraska wendet sich Payne dem notorisch depressiven und pedantischen Lehrer und verhinderten Schriftsteller Miles aus San Diego zu, der sich wie die anderen der insgesamt vier Hauptfiguren stets auch durch seinen Umgang mit Wein charakterisieren lässt. Miles, gespielt von Paul Giamatti in seiner zweiten sensationellen Hauptrolle nach seinem ewig stänkernden Misanthropen Harvey Pekar in "American Splendor" liebt Wein, seine Zucht, seine Kultur, die Rituale um seinen Genuss. Und er leidet darunter, dass er diese Kultiviertheit in seinem eigenen Leben nicht finden kann. Seit zwei Jahren ist er bereits geschieden, und noch immer nicht darüber hinweg, befindet sich sein Leben in einem ständigen neurotischen Schwebezustand. Als er sich also mit seinem Collegefreund Jack, einem mäßig erfolgreichen Schauspieler, aufmacht, dessen letzte Woche vor seiner Hochzeit im Weinland nördlich von Santa Barbara zu zelebrieren, prallen die denkbar unterschiedlichsten Weltanschauungen aufeinander. Denn Jack ist ein unverbesserlicher Stenz, ein ewiger Partyboy, der noch einmal richtig auf die Pauke hauen will, bevor er unter die Haube kommt, und der unablässigen Sinnsuche seines Freundes mit einigem Unverständnis begegnet. Die ewigen Weinproben sind für den oversexten Jack nur Mittel zum Zweck, eine wilde Zeit mit der kessen Stephanie (Paynes Ehefrau Sandra Oh) zu verbringen, während er den zaudernden Miles zu einer Romanze mit der geschiedenen Kellnerin Maya überreden will, die von der einstmals gerne als Lustobjekt besetzten Virginia Madsen mit einer weiblichen Wärme gespielt wird, die an ein Wunder grenzt. Zu Miles' grenzenlosem Erstaunen erweist sie sich - in einer hinreißenden, Oscar-reifen Szene - als beflissene Weinkennerin. Doch das Springen über den eigenen Schatten, das Loslassen der Vergangenheit und der erste Schritt in eine Zukunft erweisen sich als schwieriger denn geglaubt, zumal die Situation denkbar kompliziert wird, als Stephanie Wind davon bekommt, dass Jack nur mit ihr spielt.

Ganz simpel erzählt Payne seinen Film, weil er weiß, dass die Darsteller und sein abermals mit seinem Kreativpartner Jim Taylor geschriebenes Drehbuch die Show sind: Wie sie die Schwächen ihrer Hauptfiguren offenbaren, ohne sie jemals schwach oder gar unsympathisch erscheinen zu lassen, und dahinter ihre Wünsche und Sehnsüchte aufschimmern lassen, ihre verpassten Chancen und Fehler zu konstatieren, ist große Kunst - gerade weil "Sideways" immer aufrecht ist, selbst in seinen schwersten Momenten von beschwingter Leichtigkeit und Liebe für seine Figuren und auch die Niederlagen wie Triumphe zelebriert. "Das stinknormale Leben ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit", konstatierte Giamattis Vorgänger "American Splendor" in seiner Tagline. Aber wer hätte gedacht, dass diese "komplexe Angelegenheit" so inspirierend und rundum unterhaltsam sein könnte? ts.

Sideways

Kultverdächtiger Oscar®spaß für's Heimkino! Miles und Jack sind alte College-Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Miles (Paul Giamatti) ist ein notorisch depressiver Lehrer, verhinderter Schriftsteller und ein leidenschaftlicher Weinliebhaber. Die Vollkommenheit eines edlen Tropfens bedeutet für den unglücklich Geschiedenen all das, was er in seinem eigenen Leben vermisst. Jack (Thomas Haden Church) hingegen begegnet den Grübeleien seines Freundes mit Unverständnis. Der mäßig erfolgreiche Schauspieler liebt Frauen und Partys und will kurz vor seiner Hochzeit noch einmal richtig auf die Pauke hauen. Gemeinsam bricht das ungleiche Duo zu Jacks Junggesellenabschied auf eine einwöchige Reise in die Winelands Kaliforniens auf. Schnell kollidieren die unterschiedlichen Lebenseinstellungen: Jack ist weniger daran interessiert, kalifornische Weine denn Provinzschönheiten zu vernaschen und beginnt eine wilde Affäre mit Stephanie (Sarah Oh). Und der misstrauische Miles knüpft zarte Bande mit der geschiedenen Kellnerin Maja (Virginia Madsen), die zu seiner Überraschung eine versierte Weinkennerin ist. Doch die Leichtigkeit einer Urlaubsromanze will sich für Miles, der voller Vorbehalte schwer an seinen früheren Verletzungen trägt und Jack, den Stephanie als hoffnungslosen Playboy entlarvt, zunächst nicht einstellen. Als der Termin der Abreise näher rückt wird allen Beteiligten klar, dass sie nicht in ihre eingefahrenen Bahnen aus den Winelands zurückkehren werden...

Quelle: Fox

" Audio-Kommentar von Paul Giamatti und Thomas Haden Church
" Featurette
" 7 unveröffentlichte Szenen
" Inside Look
" Easter Eggs

Quelle: Fox

Darsteller:  Paul Giamatti   als Miles Raymond
  Thomas Haden Church   als Jack Lopate
  Virginia Madsen   als Maya
  Sandra Oh   als Stephanie
  Marylouise Burke   als Miles Mutter
  Jessica Hecht   als Victoria
  Missy Doty   als Cammie
  M. C. Gainey   als Cammis Ehemann
  Alysia Reiner   als Christine Erganian
  Shake Tukhmanyan   als Mrs. Erganian
  Duke Moosekian   als Mike Erganian
  Robert Covarrubias   als Hausverwalter
  Patrick Gallagher   als Bartender Gary
  Stephanie Faracy   als Stephanies Mutter
  Joe Marinelli  
 
Regie:  Alexander Payne  
Buch:  Alexander Payne  
  Jim Taylor  
Musik:  Rolfe Kent  
Kamera:  Phedon Papamichael  
Produzent:  Michael London  

Swank und Foxx schlagen zu

Noch knapp drei Wochen, dann hat das Wettrennen um die diesjährigen Oscars ein Ende. Bis es soweit ist, werden fleißig andere Preise verteilt. Am Wochenende hat die "Screen Actors Guild" ihre Entscheidung getroffen.

Oscar-Favoriten: Swank und Foxx (Foto: Warner/ UIP) Großansicht

Oscar-Favoriten: Swank und Foxx (Foto: Warner/ UIP)

Hilary Swank, die bereits 1999 einen Oscar für ihre Leistung in "Boys don't cry" erhalten hat, wurde für ihren aktuellen Part in "Million Dollar Baby" ausgezeichnet. Bei der Übergabe war sie voller Lob für ihren Regisseur und Co-Star Clint Eastwood: "Ich verneige mich vor dir", schloss sie ihre Dankesrede.

Auch Jamie Foxx, der den "Screen Actors Guild Award" für seine Darstellung in "Ray" gewann, bedankte sich überschwänglich, allerdings bei einem jüngst Verstorbenen. Seine Worte richteten sich an Ray Charles, dessen komplexer und ausschweifender Lebensstil es überhaupt erst ermöglicht habe, ein Biopic wie "Ray" zu verwirklichen.

Für die besten Nebenrollen wurden Cate Blanchett und Morgan Freeman ausgezeichnet. Mit Freeman wurde der zweite Darsteller aus dem Ensemble von "Million Dollar Baby" geehrt, Blanchett erhielt den Preis für die authentische Verkörperung von Filmlegende Katharine Hepburn in Martin Scorseses "Aviator".

David gegen Goliath

Der Award für das beste Filmensemble wurde an "Sideways" verliehen. Damit steigen auch die Chancen, dass Alexander Paynes Independentmovie den Oscar für den besten Film abräumen könnte. In der Kategorie Beste Komödie erhielt "Sideways" bereits den Golden Globe. Dem Art-House-Film stellt sich nach wie vor das Mammutwerk "Aviator" entgegen. Das millionenschwere Epos wurde bei den Globes zum Besten Drama gekürt.

Auch Hilary Swank hat für die Rolle der Boxerin Maggie Fitzgerald bereits einen Golden Globe mit nach Hause genommen. Geht es nach diesen Oscar-Indikatoren, so ist Leonardo DiCaprio in seiner Rolle als Howard Hughes der größte Konkurrent für Jamie Foxx. Es bleibt also spannend.

 

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Paul Giamatti

Mit verkorkst verrunzelten Charakteren wie Hausmeistern, Alkoholikern, dicklichen Intellektuellen, Vertretern, Weinkennern, Trainern,...

 

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Thomas Haden Church

Amerikanischer Schauspieler. Nach dem Ende der Serien "Überflieger" und "Ned und Stacey", mit denen er sich einen Namen gemacht...