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Kaufvideo
Erhältlich seit:
06.11.2008
Originaltitel: Seven Years in Tibet
USA 1997
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12
Brad Pitt
David Thewlis
B.D. Wong
Regie: Jean-Jacques Annaud
Highlight Communications (Deutschland)

Der Umschlag ist episch, die Botschaft eher intim: der neue Film Jean-Jacques Annauds, eines Garanten für thematisch variables, optisch opulentes Kino ("Der Name der Rose", "Der Liebhaber"), erzählt von der Läuterung eines Egozentrikers vor dem Hintergrund der chinesischen Usurpation Tibets. Die abenteuerlichen, etwas märchenhaften Erlebnisse des österreichischen Bergsteigers Heinrich Harrer im Himalaja der frühen vierziger Jahre versprechen Dramatik, Exotik und Romantik und damit ausreichend Stoff für 130 Minuten Unterhaltung, die trotz eines etwas kolportagehaften Drehbuchs zu gefallen weiß.
Von den Lebenserinnerungen Harrers, die zuletzt durch die Enthüllungen über die nationalsozialistische Vergangenheit des Weltenbummlers einen politisch pikanten, für die Filmemacher eher unerwünschten Beigeschmack erhielten, ließ sich Becky Johnston ("Der Herr der Gezeiten") zu ihrem nicht immer klischeefreien, vor allem in der Zeichnung tibetischen Lebens mitunter unglaubwürdigen Drehbuch inspirieren. Ähnlich wie in Annauds "Der Liebhaber" geht es im Kern um einen Bewußtseinsprozeß, um die Erfahrung von Liebe, die sich jedoch hier, frei von jedem sexuellen Kontext, auf die Liebe zum Menschen an sich beschränkt. Derer ist Heinrich Harrer (Brad Pitt), der von Ehrgeiz und Ruhmsucht getriebene Bergsteiger, nicht fähig, als er 1939 seiner schwangeren Frau in Richtung Himalaja den Rücken kehrt. Im Laufe der Expedition erweist sich Harrer gegenüber seinem Landsmann Peter Aufschnaiter (David Thewlis) als arroganter, unzugänglicher Einzelgänger. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs macht aus den beiden Antipoden unfreiwillige Weggefährten, die nach gemeinsamer Flucht aus der Kriegsgefangenschaft in der für Ausländer tabuisierten Bergwelt Tibets ums Überleben kämpfen, bevor sie in der heiligen Stadt Lhasa ein Refugium finden. Hier nun kommt auch Annauds Film, der wegen verweigerter Drehgenehmigung vorwiegend in den Anden gedreht wurde und atmosphärisch den Boden für Martin Scorseses "Kundun" bereitet, zur Ruhe. Das Abenteuerdrama mutiert eine Zeitlang zur romantischen Komödie, als die beiden Männer wie in einer Hochgebirgs-Variation von Howard Hawks' "Der weite Himmel" um die Gunst einer einheimischen Blume (mit Bo-Derek-Zöpfchen!) buhlen. Das Auftreten der jungen Frau, Atmosphäre und gezeigtes Leben vor Ort reflektieren dabei unübersehbar die europäische Perspektive der Filmemacher: Annauds Tibet atmet den Wunsch nach westlicher Kultur, der am deutlichsten in der Figur des jungen Dalai Lama zum Ausdruck kommt. Die langjährige Freundschaft des erwachsenen Kindes zu Harrer, die dessen charakterliche Veränderung provoziert, dominiert das letzte Drittel des Films, der an dieser Stelle ohne Zurückhaltung Chinas brutale Aggressionspolitik an den Pranger stellt. Vergleichsweise sanft wird dagegen Harrers "Vergangenheit" im Dritten Reich thematisiert. Lediglich ein innerer Monolog Pitts, in der er sich von früheren Gesinnungen distanziert, trägt den Veröffentlichungen über Harrer in der Weltpresse Rechnung. Dennoch geht "7 Jahre in Tibet" mit seiner über weite Strecken unsympathisch gezeichneten Hauptfigur ein Risiko ein. Vom Zuschauer wird die fehlende Heroisierung Harrers freilich als wohltuend empfunden, womit dieser aufwendige, schön, aber nicht übermäßig spektakulär visualisierte, das Thema Freundschaft mehrfach variierende Abenteuerfilm abseits seiner realistischen politischen Resignation wenigstens im Privatbereich, in der Figur Harrers, Hoffnung und die Möglichkeit zur Katharsis anbietet. kob.
1939 macht sich der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer (Brad Pitt) auf den Weg in den Himalaya.
Doch der 2. Weltkrieg bricht aus und Harrer und sein Team geraten in britische Kriegsgefangenschaft.
Jahre später gelingt ihm mit seinem Kollegen Peter Aufschnaiter (David Thewlis) die abenteuerliche
Flucht durch das Himalaya-Massiv nach Tibet. Dort wird er zu einem engen Freund und Berater des
Dalai Lama.
Quelle: Highlight
Making of (ca. 25 Min.), Featurette (ca. 8 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 10 Min.),
Dokumentation über Heinrich Harrer (ca. 10 Min.), Interviews (ca. 10 Min.), Darsteller-Infos
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Brad Pitt | als Heinrich Harrer | |
|---|---|---|---|
| David Thewlis | als Peter Aufschnaiter | ||
| B.D. Wong | als Ngawang Jigme | ||
| Mako | als Kungo Tsarong | ||
| Danny Denzongpa | als Herrscher von Tibet | ||
| Victor Wong | als Pema Lhaki | ||
| Ingeborga Dapkunaite | als Ingrid Harrer | ||
| Jamyang Jamtsho Wangchuk | als Dalai Lama, 13 Jahre | ||
| Lhakpa Tsamchoe | als Pema Lhaki | ||
| Jetsun Pema | als Großmutter | ||
| Ama Ashe Dongtse | als Tashi | ||
| Sonam Wangchuk | als Dalai Lama, 8 Jahre | ||
| Tsering Dorjee | als Dalai Lama, 4 Jahre | ||
| Ric Young | als General Chang Jing Wu | ||
| Ngawang Chojor | als Lord Chamberlain | ||
| Duncan Fraser | als Britischer Offizier | ||
| Benedick Blythe | als Nazi-Beamter | ||
| Regie: | Jean-Jacques Annaud | ||
| Buch: | Becky Johnston | ||
| Musik: | John Williams | ||
| Kamera: | Robert Fraisse | ||
| Produzent: | Jean-Jacques Annaud | ||
| John H. Williams | |||
| Iain Smith | |||
Sieben Jahre in Tibet in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1, Englisch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 16:9
Extras: Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Making of, Featurette, Behind the Scenes, Dokumentation, Interviews, Bio- und Filmografien
Making of (ca. 25 Min.), Featurette (ca. 8 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 10 Min.),
Dokumentation über Heinrich Harrer (ca. 10 Min.), Interviews (ca. 10 Min.), Darsteller-Infos
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